Mo, 15:25 Uhr
28.02.2005
Gesprochen
Nordhausen (nnz). In der Nordhäuser Nobas wird weiter gearbeitet. Das ist eigentlich die Nachricht des Tages. Heute gab es weitere Gespräche. Mehr dazu mit dem bekannten Klick auf MEHR.
An der Nordhäuser Rothenburgstraße gingen heute die Gespräche über die Zukunft der beiden (neuen?) Unternehmen weiter. Das Wie stand dabei im Mittelpunkt der Beratung, zu dem sich nach nnz-Informationen Vertreter des Betriebsrates, der Geschäftsleitung sowie einer Interessengemeinschaft getroffen hatten. Unter Interessengemeinschaft versteht man in der Nobas eine Gruppe von Mitarbeitern, denen die Zukunft der Firma am Herzen liegt, die aber von der Gewerkschaft vor Ort, der IG Metall, schlicht und ergreifend die Nase voll haben. Sie hatten einen Brief an die IG-Metall-Zentrale nach Frankfurt am Main geschrieben und ihren Unmut über die Vorgehensweise der Gewerkschafter vor Ort bekundet.
Die hier vor Ort sind natürlich entsprechend sauer. Und vor allem: Für sie hat sich am Status Quo der Nobas gegenüber dem Vorjahr nichts verändert. Astrid Schwarz-Zaplinski konnte nach der Übernahme der GmbH-Anteile durch die Herren Rahlfs und Kupsch noch keinerlei Eintragung in einem Handelsregister entdecken. Für die IG Metall ist demzufolge Günter Papenburg immer noch der Eigner der Nobas. Aribert Kupsch hingegen verwies gegenüber nnz auf die notariell beglaubigten Kaufverträge.
Noch interessanter aus Sicht der Gewerkschaft ist allerdings der kommende Freitag. Da wird es so genannte Kammertermine am Arbeitsgericht in Nordhausen geben. Zu diesem Termin sollen zwei Leistungsklagen (siehe nnz-Archiv) verhandelt werden, die Güteverhandlungen hierzu waren gescheitert. Die Klagen kommen von je einem Mitarbeiter aus der Technik und aus der Verwaltung. Schwarz-Zaplinski vermutet, dass in den Tagen bis zum Freitag auf diese beiden Kollegen massiver Druck ausgeübt werden soll.
Für die Gewerkschaft gibt es viele ungeklärte Dinge in der Nobas. Wer hat überhaupt das Sagen? Aribert Kupsch? Michael Rahlfs? Die Interessengemeinschaft? Am Wochenende sollen einige Mitarbeiter der Nobas Anrufe von Vertretern der Leitungsebene erhalten haben, sie sollten ihre Namen auf eine Liste setzen. Auf welche? Und warum?
Es gibt noch viele Fragen an der Rothenburgstraße zu klären. Man hat fast den Eindruck, es werden von Tag zu Tag mehr. Das ist für ein Unternehmen, das sich auf dem in- und ausländischen Markt behaupten will, kein gutes Aushängeschild.
Autor: nnzAn der Nordhäuser Rothenburgstraße gingen heute die Gespräche über die Zukunft der beiden (neuen?) Unternehmen weiter. Das Wie stand dabei im Mittelpunkt der Beratung, zu dem sich nach nnz-Informationen Vertreter des Betriebsrates, der Geschäftsleitung sowie einer Interessengemeinschaft getroffen hatten. Unter Interessengemeinschaft versteht man in der Nobas eine Gruppe von Mitarbeitern, denen die Zukunft der Firma am Herzen liegt, die aber von der Gewerkschaft vor Ort, der IG Metall, schlicht und ergreifend die Nase voll haben. Sie hatten einen Brief an die IG-Metall-Zentrale nach Frankfurt am Main geschrieben und ihren Unmut über die Vorgehensweise der Gewerkschafter vor Ort bekundet.
Die hier vor Ort sind natürlich entsprechend sauer. Und vor allem: Für sie hat sich am Status Quo der Nobas gegenüber dem Vorjahr nichts verändert. Astrid Schwarz-Zaplinski konnte nach der Übernahme der GmbH-Anteile durch die Herren Rahlfs und Kupsch noch keinerlei Eintragung in einem Handelsregister entdecken. Für die IG Metall ist demzufolge Günter Papenburg immer noch der Eigner der Nobas. Aribert Kupsch hingegen verwies gegenüber nnz auf die notariell beglaubigten Kaufverträge.
Noch interessanter aus Sicht der Gewerkschaft ist allerdings der kommende Freitag. Da wird es so genannte Kammertermine am Arbeitsgericht in Nordhausen geben. Zu diesem Termin sollen zwei Leistungsklagen (siehe nnz-Archiv) verhandelt werden, die Güteverhandlungen hierzu waren gescheitert. Die Klagen kommen von je einem Mitarbeiter aus der Technik und aus der Verwaltung. Schwarz-Zaplinski vermutet, dass in den Tagen bis zum Freitag auf diese beiden Kollegen massiver Druck ausgeübt werden soll.
Für die Gewerkschaft gibt es viele ungeklärte Dinge in der Nobas. Wer hat überhaupt das Sagen? Aribert Kupsch? Michael Rahlfs? Die Interessengemeinschaft? Am Wochenende sollen einige Mitarbeiter der Nobas Anrufe von Vertretern der Leitungsebene erhalten haben, sie sollten ihre Namen auf eine Liste setzen. Auf welche? Und warum?
Es gibt noch viele Fragen an der Rothenburgstraße zu klären. Man hat fast den Eindruck, es werden von Tag zu Tag mehr. Das ist für ein Unternehmen, das sich auf dem in- und ausländischen Markt behaupten will, kein gutes Aushängeschild.

