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Fr, 07:45 Uhr
14.09.2001

nnz-Rückspiegel: 14.September 2000

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war. Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


500 Mark für das Frauen-Archiv des Landkreises

Eine Spende über 500 Mark erhielt in dieser Woche das Frauen-Archiv des Landkreises Nordhausen. Der entsprechende Scheck wurde von der PDS-Landtagsabgeordneten Ursula Fischer im Auftrag der „Alternative 54“ übergeben. Durch die Alternative 54 der PDS-Fraktion konnten bislang mehrere gemeinnützige Projekte, aber auch Einzelpersonen in Not unterstützt werden. Hintergrund der Alternative ist der Verzicht der Thüringer PDS-Landtagsabgeordneten auf einen Diätenerhöhung. Ursula Fischer überzeugte sich während ihres Besuches von der Arbeit des Archivs und bot weitere Unterstützung an.


Angstschweiß und Unterstützung einer gute Fee

Das Nordhäuser Theater startet durch: Die erste Premiere der noch jungen Spielzeit steht am Freitag auf dem Programm. nnz sprach mit der Intendantin Dr. Monika Pirckelbauer über Angstschweiß, das liebe Geld und über das Internet.

Die neue Spielzeit hat zwar gerade erst begonnen, doch so richtig „unter Volldampf“ kommt die Theater-Maschine erst an diesem Wochenende. Auch für die Intendantin Dr. Monika Pirckelbauer wird am Freitag der Angstschweiß doppelt so intensiv fließen wie in den Wochen zuvor. „In der vergangenen Spielzeit hatten wir uns bewußt auf das Musiktheater konzentriert, weil ich in dieser Sparte Nachholebedarf sah“, erläutert die Intendantin im nnz-Gespräch. Damals gelang den Nordhäusern mit dem Rosenkavalier ein fulminanter Start in die Spielzeit 1999/2000. In diesem Jahr wird der Premierenstartschuß mit „Bernada Albas Haus“ von Federico García Lorca vollzogen. Ob sich die Vorbereitung gelohnt hat, das wird die Chefin des Hauses und mit ihr alle Mitarbeiter wohl erst am späten Freitagabend erfahren, dann, wenn sich der Premierenvorhang senkt.

Wirtschaftlich geht es dem Nordhäuser Theater „so schlecht wie eh' und je“, meint die Österreicherin. Zwar gibt es in diesem und in den nächsten Jahren mehr Zuschüsse vom Land Thüringen, doch noch immer fehlen Gelder, die in Gagen oder Produktionskosten gesteckt werden könnten. Durch die mittelfristige Finanzzusage vom Land und von den Gesellschaftern konnte am Nordhäuser Haus dennoch ein wenig mehr Planungssicherheit erreicht werden. Wenn Monika Pirckelbauer allerdings einen Wunsch bei der imaginären Fee offen hätte, dann: „...könnte es pro Jahr schon einen Million mehr sein.“

Trotz oder vielleicht auch gerade wegen dieser klitzekleinen Probleme fühlt sich die Chefin in und um Nordhausen, vor allem aber in „ihrem“ Theater wohl. Sie, die sich in dieser Position selbst als Anfängerin bezeichnet, will in der kommenden Zeit die Verkaufsstrategie noch mehr auf das Internet ausrichten. Hier gebe es die Potentiale, die letztlich mehr Zuschauer, mehr Akzeptanz und mehr Geld in der Kasse zur Folge haben. Auseinandersetzungen über Inhalte des Nordhäuser Theater, die wünscht sich die Intendantin auf vielen Ebenen. Nur das Thema „Nix“ soll für sie bald erledigt sein, spätestens nach dem nächsten Jahresabschluß. Denn Geld zurück, wie es die GmbH fordert, das gibt es dann wohl auch nur im Märchen von einer Fee.


Zensuren für das Arbeitsamt - Befragung beginnt

Im Nordhäuser Arbeitsamt ist heute eine Kundenbefragung gestartet worden. In allen Dienststellen des Amtes werden Mitarbeiter die Bürger ansprechen und um ihre Teilnahme an der Befragung bitten. Gleichzeitig erhalten nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Unternehmen der nordthüringer Region auch Fragebögen zur Bewertung der Dienstleistungen des Arbeitsamtes. Wie zufrieden die Kunden des Arbeitsamtes mit der Aufgabenerfüllung der Mitarbeiter sind, kann letztlich nur durch die Kunden selbst bewertet werden. Die Teilnahme an der Befragung ist selbstverständlich freiwillig. Sämtliche Daten werden anonym erhoben und gesondert für das Arbeitsamt bewertet.


BMW plant für 2004 - Nordhausen als Standort?

Die Stadt Nordhausen gehört nach nnz-Informationen zu den vier Thüringer Städten, die sich als Standort für ein neues BMW-Werk beworben haben. Mit im Rennen sind neben den bayrischen Orten Coburg und Neustadt auch Altenburg, Arnstadt und Föritz im Landkreis Sonneberg. Die Koordination der Standortbewerbungen hat in der zurückliegenden Zeit das Thüringer Wirtschaftsministerium an sich herangezogen. In der Nordhäuser Stadtverwaltung werden allerdings allzu große Euphorien gebremst. „Die Stadt selbst hat keine Bewerbung abgegeben, gegenüber dem Land jedoch das entsprechende Interesse bekundet“, erläutert die Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, Dr. Sabine Riebel den städtischen Standpunkt. Der bislang entscheidende Makel, der gegen Nordhausen spricht, ist die noch nicht vorhandene Autobahn. Nur bei einer komplett fertiggestellten Trasse sei die Region für überregionale Speditionen interessant. Diese seien für eine derartiges Investitionsvorhaben in der Bau- und schließlich auch in der Produktionsphase unabdingbar.
Autor: nnz

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