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02.01.2019
Erneuerbare Energien

Wönnmann wechselt von Feuer zu Feuer

Nach 17 Jahren als Geschäftsführer verlässt Oliver Wönnmann zum Jahresbeginn die Firma "FEUER Powertrain". Sein neuer Arbeitgeber trägt das "Feuer" zwar auch im Namen, widmet sich aber ganz anderen Aufgaben...

Oliver Wönnmann wechselt von "FEUER powertrain" zu "FEUER powerair" (Foto: Archiv) Oliver Wönnmann im Februar 2018. Foto: nnz-Archiv

Der internationale Aufstieg des Kurbelwellenherstellers Feuer Powertrain ist eine moderne Nordhäuser Erfolgsgeschichte. In der Öffentlichkeit war die meist mit einem Namen verbunden: Oliver Wönnmann. Nach 17 Jahren an der Spitze der Firmengruppe sucht der Geschäftsführer nun nach neuen Aufgaben. Er werde sich künftig verstärkt dem Bereich erneuerbare Energien widmen, teilte Wönnmann heute mit, wobei sein Fokus vor allem auf der Tätigkeit als geschäftsführender Gesellschafter der "Feuer powerair GmbH" liegen werde.

Seine Zeit bei Feuer Powertrain habe ihn zu "einem echten Nordhäuser" gemacht. Es sei ein guter Zeitpunkt, sich herzlich für viele interessante Gespräche, gemeinsame Zusammenarbeit und ein vertrauensvolles miteinander zu bedanken, die Region sei ihm ans Herz gewachsen und er werde Nordhausen wie der Region weiter treu bleiben.

"Die Nordhäuser haben es mir wirklich leicht gemacht in der Stadt Fuß zu fassen", sagt Wönnmann, "mir ist es immer wichtig gewesen, dieser sehr positiven Willkommenskultur der Nordhäuserinnen und Nordhäuser, auch etwas zurückzugeben." Neben seinen wirtschaftlichen Aktivitäten engagierte sich Wönnmann auch andernorts, unter anderem als aktueller Präsident des Nordhäuser Lions Club, im Verwaltungsrat der Lebenshilfe, im Stiftungsrat des Parks Hohenrode und als Unterstützer der Freiwilligen Feuerwehren in Nordhausen.

"Insofern bin ich der Firma Feuer Powertrain durch ihre Ansiedlung in Nordhausen im Jahre 2002 sehr dankbar, im schönen Südharz angekommen zu sein", so der scheidende Geschäftsführer weiter.

Wönnmanns neuer Arbeitgeber führt zwar auch das "Feuer" im Namen und ist so "neu" gar nicht, hat aber mit dem Kurbelwellenhersteller nichts mehr zu tun. "Feuer powerair" wurde bereits 2012 gegründet, damals mit dem Ziel bei Werther einen Windpark aufzubauen, der die Werke von Feuer powertrain mit Strom versorgen sollte. Viel Zeit ist seitdem ins Land gegangen, über einen Regionalplan, dem es zur Umsetzung der ambitionierten Vorhabens bedurft hätte, diskutiert man am Südharz erst seit dem vergangenen Jahr ernsthaft. Die Pläne wurden aufgeschoben, "Feuer powerair" habe sich in der Zwischenzeit anderweitig im Bereich erneuerbare Energien engagiert, unter anderem im Aufbau von Photovoltaikanlagen, erläuterte Wönnmann.

"Wir wollen das Thema jetzt wieder gezielt anpacken und richtig Gas geben. Das geht nicht mehr nebenbei", erklärte Wönnmann seine Entscheidung. Zentrale Themen würden der Windpark bei Werther und eine Beteiligung an den Windrädern der Nordhäuser Stadtwerke sein, darüber hinaus werde sich die Firma Deutschlandweit aufstellen und strebe unter anderem eine Kooperation mit dem Windkraftanlagenhersteller Enercon an.

Den Namen "Wönnmann" wird man in der Region also auch in Zukunft noch öfter hören. Und wer weiß, vielleicht wird es ja die nächste Nordhäuser Erfolgsgeschichte.
Angelo Glashagel
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