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Do, 11:30 Uhr
24.02.2005

Mehr, aber auch weniger

Nordhausen (nnz). Unterschiedlich fällt die Bilanz des Tourismusgewerbes in Thüringen für das zurückliegende Jahr aus. Bei welchen Eckwerten eine Steigerung und wo ein Rückgang verzeichnet werden konnte, das hat jetzt Ihre nnz erfahren.


Im Jahr 2004 meldeten die Thüringer Beherbergungsbetriebe (mit neun und mehr Betten) und Campingplätze (ohne Dauercamping) 3,0 Millionen Gäste. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik fast 57.000 mehr Gäste (+ 1,9 Prozent) als im Jahr 2003. Die Zahl der Übernachtungen ging um mehr als 53.000 (- 0,6 Prozent) auf 8,5 Millionen zurück. Die Gäste verweilten im Durchschnitt mit 2,8 Tagen etwas kürzer als im Jahr zuvor (2,9 Tage). Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Übernachtungszahlen in Deutschland im Jahr 2004 um 0,1 Prozent auf 338,8 Millionen.

Nach wie vor ist das bevorzugte Reisegebiet im Freistaat der Thüringer Wald. Dorthin reisten im vergangenen Jahr 39,1 Prozent der Gäste, die durchschnittlich 3,3 Tage verweilten. Verglichen mit dem Jahr 2003 gingen die Gäste- und Übernachtungszahlen aber um 1,6 bzw. 3,9 Prozent zurück. Die anderen vier Thüringer Reisegebiete meldeten einen Anstieg der Gäste- und Übernachtungszahlen.
Den höchsten Zuwachs gab es im Thüringer Kernland. Im Jahr 2004 kamen 5,9 Prozent mehr Gäste, die 4,1 Prozent mehr Übernachtungen buchten als im Jahr 2003. Für Ostthüringen und Nordthüringen wurden 4,1 bzw. 4,0 Prozent mehr Gäste und 0,7 bzw. 1,7 Prozent mehr Übernachtungen festgestellt. In das Saaleland reisten 3,6 Prozent mehr Gäste, die 1,9 Prozent mehr Übernachtungen buchten.

Aus dem Ausland kamen im Jahr 2004 rund 200.000 Besucher bzw. 6,7 Prozent aller Gäste. Von den über 92.000 ausländischen Gästen im Saaleland stiegen rund 70 Prozent in Weimar und Jena ab.

Bei den einzelnen Betriebsarten des Thüringer Beherbergungsgewerbes lässt sich keine einheitliche Entwicklungsrichtung ausmachen: In der Hotellerie - dazu gehören Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen - wurden 3,3 Prozent mehr Gäste und 1,5 Prozent mehr Übernachtungen verbucht. In den Erholungs-, Ferien-, Schulungsheimen, Ferienhäusern und -wohnungen, Jugendherbergen und Hütten - der so genannten Parahotellerie - gab es 0,1 Prozent mehr Gäste, aber 0,5 Prozent weniger Übernachtungen.

Rückgänge - sowohl bei den Gästen, als auch bei den Übernachtungen - mussten hingegen die Campingplätze sowie die Vorsorge- und Reha-Kliniken hinnehmen. Hier wurde im Jahr 2004 ein Minus von 9,1 bzw. 6,1 Prozent bei den Gästen und 5,3 bzw. 6,0 Prozent bei den Übernachtungen gemeldet.

Im Dezember 2004 kamen 198.000 Gäste nach Thüringen, die 558.000 Übernachtungen buchten. Das waren 2,1 Prozent mehr Gäste und 1,2 Prozent weniger Übernachtungen als im Dezember 2003. Die Gäste blieben 2,8 Tage und damit etwas kürzer als im Vorjahresmonat (2,9 Tage).
Autor: nnz

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