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Mo, 11:50 Uhr
17.12.2018
Baufortschritt im Park Hohenrode

Eine Ahnung alten Glanzes

Mit dem Sanieren alter Gebäude ist es so eine Sache: man findet immer mehr Überraschungen, als man erwartet hat. Am Pavillon im Park Hohenrode hat sich die Faustregel wieder einmal bewiesen. Derlei Ungemach ist man im Park gewohnt und blickt nach vorn. Im kommenden Jahr sollen signifikante Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden...

Pavillon im Park Hohenrode (Foto: Angelo Glashagel) Pavillon im Park Hohenrode (Foto: Angelo Glashagel)

Wenn alles nach Plan verläuft, dann könnte der kleine Pavillon im Park Hohenrode im November des kommenden Jahres wieder in seinem alten Glanz erstrahlen. Was einst als Rückzugsort der Familie Kneiff im Park diente, soll nach der Wiederherstellung Besucher mit Kleinkunstdarbietungen, Ausstellungen und anderen Veranstaltungen locken. Zum Beispiel als "Teepavillon", wie ehedem zu Zeiten der Kneiff'schen Bewohner.

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Bevor es jedoch soweit ist, werden die Architekten und Handwerker noch ein paar Hürden nehmen müssen. Die Sanierung gestaltet sich schwieriger als zunächst angenommen. Ursprünglich hatte man gehofft nur eine Teil der Dachkonstruktion erneuern zu müssen, am Ende mussten alle Holzbalken ausgetauscht und der obere Teil der Wände neu gemauert werden. Überraschungen erlebte man nicht nur oben sondern auch unten: um ein ordentliches Fundament hatte man sich in den 1880er Jahren nicht gesorgt, zum Ungemach der heutigen Handwerker.

Im kommenden Jahr wird der Innenraum deswegen eine Bodenplatte erhalten, danach will man die Verschalung erneuern, Fenster samt Läden anbringen und den Originalzustand des Fußbodens wieder herstellen.

Die Dachkonstruktion musste komplett erneuert werden (Foto: Angelo Glashagel) Die Dachkonstruktion musste komplett erneuert werden (Foto: Angelo Glashagel)

Für die Arbeiten am Pavillon hatte die Parkstiftung den finanziellen Eigenanteil dank zahlreicher Spenden aufbringen können, insgesamt kamen rund 15.000 Euro zusammen. Es habe sich wieder einmal gezeigt, dass die Unterstützung der Nordhäuser für den Park mehr als ein kurzes Leuchtfeuer sei, sagte Gisela Hartmann, Vorsitzende der Bürgerstiftung Hohenrode. Ohne die Treue und Liebe der zahlreichen Helfer, Unterstützer und Idealisten wäre der Erfolg der letzten Jahre nicht möglich gewesen.

Die Bemühungen um den Erhalt des Parks hat man auch in Berlin wahrgenommen und Hohenrode die Anerkennung nationaler Bedeutung zugesprochen. Konkret heißt das: 1,2 Mio. Euro für den Park in den kommenden sieben Jahren. Bund und Land steuern jährlich jeweils 80.000 Euro bei, die Stiftung muss einen Eigenanteil von 12.000 Euro per annum aufbringen.

Das Dach  wurde mit Zinkblech verkleidet (Foto: Angelo Glashagel) Das Dach wurde mit Zinkblech verkleidet (Foto: Angelo Glashagel)

Die Investitionen sind mit dem bloßen Auge dank neuer Fenster seit kurzem auch an der Villa selbst zu sehen, im nächsten Schritt will man sich die Balustrade vornehmen. Zudem wird man im kommenden Jahr bedeutende Entscheidungen für die Zukunft der Villa treffen müssen. Wenn im Inneren Strom- und Wasserleitungen erneuert werden sollen, dann muss auch feststehen was wo gebraucht wird und warum. "Wir müssen eine neue Nutzungskonzeption erstellen und eine Entscheidung treffen was aus der Villa werden soll. Das wird nicht leicht, bedeutet aber auch einen siginfikanten Schritt nach vorne", erklärt Gisela Hartmann.

Und dann ist da noch die Bundesgartenschau im Jahr 2021, die ihre Schatten voraus wirft. Der Nordhäuser Park ist als einer der Außenstandorte der Schau gesetzt. Man würde Park, Villa und Pavillon dann gerne in ihrer ganzen Pracht präsentieren, sagt Hartmann, doch um das zu schaffen, bräuchte es ein Wunder. Oder knapp vier Millionen Euro.
Angelo Glashagel
Autor: red

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