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Fr, 10:05 Uhr
18.02.2005

Ade “Oma-Opa-Klischee”

Ade »Oma-Opa-Klischee« (Foto: nnz) Ade »Oma-Opa-Klischee« (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). 22 Nordhäuser Senioren wurden gestern Abend von Nordhausens Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) und Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose für ihr ehrenamtliches Engagement im Seniorenbüro ausgezeichnet. Gast auf der Veranstaltung war Thüringens Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU).


Die 14 Frauen und 8 Männer wurden im Seniorenbegegnungszentrum für ihren Einsatz in den Bereichen Sport, Bewegung und Tanz; bei Sprache, Literatur und Geschichte sowie bei Fotografie, Theater, Computer oder der Rentenberatung geehrte. Rosemarie Hilger, Mitarbeiterin des Seniorenbegegnungszentrums sagte, mit ihrem breiten und innovativen Kursangebot für die anderen Senioren „beweisen die Ausgezeichneten, dass das Oma-Opa-Klischee nun wirklich überholt ist.“

Bei der Festveranstaltung sagte Bürgermeister Wahlbuhl zu den Ausgezeichneten: „Sie haben selbstlos etwas für andere getan – gerade das brauchen wir heute in unserer Gesellschaft.“ Die heutigen Senioren seien selbstbewusst und hätten sich längst vom Anspruch des „Was-wird-für-mich-getan-Geistes“ getrennt und ihre Geschicke in die eigene Hand genommen unter dem Motto „Wir müssen selbst etwas für uns tun.“

Nach Untersuchungen des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit sind in Thüringen rund 700.000 Bürger ehrenamtlich tätig. Dazu gehören auch Günther Zimmermann, der seit 1998 einmal wöchentlich im Begegnungszentrum Nord einen Englischkonversationskurs anbietet oder Ingrid Kräußel, die Senioren betreut und beim Singkreis mitwirkt. Sie sind nur zwei von denjenigen Persönlichkeiten, die sich in Nordhausen in ihrer Freizeit für andere Menschen Zeit nehmen.

Dr. Zeh sagte: „Die Thüringer Landesregierung will eine aktive Bürgergesellschaft, denn die Menschen können und wollen in unserer Gesellschaft etwas bewegen, mehr als die Kompetenzverteilung des Staates dies derzeit zulässt. Gerade diese Leistungen sind es, die unsere Gesellschaft im Innersten zusammenhält.“ Damit ehrenamtliche Tätigkeiten kontinuierlich und nachhaltig unterstützt werden, hat die Landesregierung die „Thüringer Ehrenamtsstiftung“ gegründet. Auf diese Weise soll die gesellschaftliche Werteschätzung ehrenamtlichen Engagements immer wieder in das Bewusstsein der Menschen gerufen werden.
Autor: nnz

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