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Mi, 14:22 Uhr
12.09.2001

12 Tonnen Kleingeld im Anmarsch

Nordhausen (nnz). Der Euro ist auf dem Weg in die Banken im Landkreis Nordhausen. Wann aber kommt er an? Das wollte die nnz genau wissen und hat sich den Tresor der Kreissparkasse angesehen.


Da ist zwar ordentlich viel Geld deponiert und natürlich auch entsprechend abgesichert, aber der Euro ist hier nicht zu finden, noch nicht. Der Euro kommt nicht vor Ende Oktober an den Nordhäuser Kornmarkt. Termine werden in der Vorstandsetage verständlicherweise als Verschlusssache behandelt. Die Vorbereitungen auf das neue Zahlungsmittel sind dafür in die heiße Phase eingetreten.

Da wird abgesprochen, da wird geplant und informiert. Eine Arbeitsgruppe in der Kreissparkasse läuft zur Hochform auf und hat jetzt schon das Ende dieses Jahres im Visier. Beispiel Geldausgabeautomaten: Bis zum 31.12.2001, 23.59 Uhr, wird es an den Automaten DM-Scheine geben, danach nur noch Euro. Dazu müssen aber im Vorfeld Einstellungen geändert, müssen Programme neu eingerichtet werden. „Die Silvesterparty kann natürlich noch mit DM bezahlt werden, da die Deutsche Mark bis Ende Februar gleichberechtigtes Zahlungsmittel ist“, erläutert der Euro-Beauftragte der Sparkasse, Thorsten Moritz. Während dieser Übergangsphase sollte man bei seinem Einkauf möglichst mit Karte bezahlen, um sich so eine Aufbewahrung von zwei Währungen zu ersparen. Hintergrund: Im Supermarkt kann zwar noch mit DM bezahlt werden, als Wechselgeld gibt es jedoch den Euro.

Die ersten Euro können die Kunden der Kreissparkasse Nordhausen in Form von sogenannten Starterkids am 17. Dezember 2001 in Empfang nehmen. Für 20 Mark gibt es Euros. Spätestens dann sollten alle privaten DM-Reserven, die in irgendwelchen Kartons oder Sparstrümpfen versteckt sind, umgetauscht werden. Münzen können jetzt schon abgegeben werden. Dazu hat die KSK in der Hauptstelle einen Automat aufgebaut. Münzen rein, Quittung raus und damit an die Kasse. Bewährt hat sich der Automat, rund 200.000 Mark wurden bereits reingefüllt, im Bereich der gesamten Kreissparkasse wurde bislang rund eine halbe Million an Hartgeld eingezogen. Das Hartgeld ist künftig das logistische Hauptproblem. Mit etwa 12 Tonnen rechnen die Banker allein für die Kreissparkasse Nordhausen. Abgepackt in einbruchssicheren Kisten zu je 600 Kilogramm.

Der heißeste Tag wird nach Einschätzung von Sparkassen-Direktor Wolfgang Asche der 2. Januar 2002 werden. Da kommen nicht nur die Rentner in die Hauptstelle und Filialen, da werden nicht nur die ersten Zinserträge gutgeschrieben, da wollen vielleicht auch sehr viele Menschen den Euro in ihren Händen halten. Der Tip der Experten: Bitte mit den Zinsgutschriften warten und schließlich gibt es den Euro nicht nur an diesem 2. Januar. Die Kreissparkasse ist auf jeden Fall auf den Kundenansturm mit verlängerten Öffnungszeiten vorbereitet, und wenn es nötig ist, dann müssen auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der sogenannten Stabsabteilungen des Hauses an die Schalter.
Autor: nnz

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