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Di, 10:42 Uhr
15.02.2005

Den Einstieg fördern

Nordhausen (nnz). Über Polikliniken, die heute Medizinische Versorgungszentren heißen, hatte die nnz gestern berichtet. Heute geht es um den polytechnischen Unterricht, der nicht mehr so genannt werden darf, wenn er Fördergelder erhalten soll...


Beim Forum Berufsstart vor zwei Jahren hatte Landrat Joachim Claus (CDU) einmal gesagt, man müsse den Schülern schon in der Schule den Unterschied zwischen einem Nagel und einer Schraube klar machen. Das hörte auch Siegfried Janiszewski vom Thüringer Bildungswerk Bau und etablierte mit mehreren Partnern im Landkreis Nordhausen das Projekt „Berufsstart Regio“. Das Projekt richtet sich an alle 7. und 8. Klassen der zehn Regelschulen im Landkreis. Im September vergangenen Jahres ging es richtig los. Zuvor waren Erfahrungen in einem Modellversuch zwischen dem Bildungsträger IKL und der Nordhäuser Petersbergschule gesammelt worden.

369 Schüler aus fünf Regelschulen wurden jeweils eine Woche lang mit Berufen in Industrie und Handel vertraut gemacht. Neben dem Bildungswerk Bau kümmerten sich nun auch das Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr (BBZ), IKL sowie das Kyffhäuser Bildungswerk um die jungen Menschen. In der so genannten Orientierungsphase wurden die Berufswünsche der Jugendlichen erfasst und die ersten Fähigkeiten getestet. Dann wurde an kleineren Projekten getestet, beobachtet und eingeschätzt. Im April werden nun die Schüler eine zweite Woche absolvieren, wo die Erkenntnisse vertieft werden sollen.

Ob es dann mit diesen Schülerinnen und Schülern, die im September in der 8. Klassen sein werden, weitergeht, das hängt in erster Linie von der Fortsetzung der Förderung ab. Parallel zu den „alten Hasen“ sollen die neuen 7. Klassen mit dem Start in einen Beruf vertraut gemacht werden. Und für die „Fortgeschrittenen“ sollen im Frühjahr 2006 die ersten Praktika in Unternehmen des Landkreises Nordhausen in Aussicht stehen. Hier hofft Siegfried Janiszewski nicht nur auf Fördermittel des Landes und des Bundes, sondern auch auf die Unterstützung durch die einheimische Wirtschaft. Und der Begriff „polytechnischer Unterricht“ taucht garantiert in keinem Förderantrag auf.

P.S. Noch in dieser Woche wird die nnz über ein weiteres Projekt berichtet, das sich an Gymnasiasten wendet.
Autor: nnz

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