Do, 16:48 Uhr
10.02.2005
Klares Bekenntnis
Nordhausen (nnz). Eigentlich sollte man das, was zum Politischen Aschermittwoch gesagt wird, nicht allzu ernst nehmen. Anders bei der CDU im Landkreis Nordhausen. Dort gab es gestern von Landrat Joachim Claus klare Aussagen. In Ellrich hörte Hans-Georg Backhaus für die nnz aufmerksam zu.
Die Nachricht des Abends war klar und unmissverständlich: Der Nordhäuser Landrat will im nächsten Jahr erneut für dieses Amt ins Rennen gehen. Ich möchte mich dieser Aufgabe wieder stellen und die Politik im Landkreis Nordhausen maßgeblich mitgestalten, blickte er optimistisch in die Zukunft. Claus erinnerte daran, dass der Landkreis seit der Wende nun 15 Jahre zählt und in seiner Struktur bis heute erhalten geblieben ist. Darin zeige sich Kontinuität. Mit deutlichen Worten sprach er sich für den Fortbestand des Landkreises aus, denn dieser Landkreis habe auch weiterhin seine Berechtigung.
Der CDU-Politiker ging auch auf den fortwährenden Streit mit führenden Köpfen der SPD ein. Seit 1990 gebe es Angriffe seitens dieser Partei. Kritische Äußerungen seien völlig normal, auch habe er als Landrat Fehler gemacht. Doch jüngste Angriffe sozialdemokratischer Politiker gegen seine Person seien unsachlich und unter der Gürtellinie gewesen. Er forderte seine politischen Gegner auf, zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren.
Großes Lob gab es vom Landrat für das Südharz-Krankenhaus. Viel Geld sei von privaten Interessenten schon geboten worden und der Landkreis hätte bei einer Privatisierung des Hauses vielleicht keine Geldsorgen mehr, wohl aber viel Ungemach für Patienten und die Mitarbeiter gebracht.
Neben weiteren lokalen Themen wie Schulnetzplanung, Kreisumlage, Erhalt und Sanierung von Sportstätten, bevorstehende Veränderungen bei der Abfallentsorgung und Förderung der Vereinstätigkeit sowie des Tourismus nahm auch das Problem der Arbeitslosigkeit einen breiten Raum ein. Wir brauchen dringend neue Arbeitsplätze, und nicht nur in der Goldenen Aue, lautete der Appell an die Zuhörer im Ellricher Sportlerheim. Daran müsse sich die Politik messen lassen. Zu dem äußerte Joachim Claus die Hoffnung, dass die aktuelle Diskussion über Schulunterricht in Unternehmen möglichst bald Realität werde. Schüler hätten dann bessere Kenntnis darüber, was in den Betrieben passiert und die Berufswahl werden möglicherweise erleichtert.
Der Landrat unternahm aber auch einen Abstecher in die große Politik. Angesichts einer andauernden Minderheitendiskussion stelle er die Frage, wer sich eigentlich noch um die Normalos kümmere? Die würden schließlich die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen. Doch diese Mehrheit fühle sich nicht mehr vertreten und drifte nach rechts oder links ab. Was jetzt wieder gebraucht werde, das sei ein positives Bewusstsein für die Nation. Die Menschen sollten keine Scheu haben, auf Deutschland stolz zu sein und müssten dies auch laut sagen.
Joachim Claus appellierte an alle demokratischen Parteien, diesen Thema klug zu besetzen, auch damit werde dem aufkommenden Rechtsradikalismus der Boden entzogen.
Autor: nnzDie Nachricht des Abends war klar und unmissverständlich: Der Nordhäuser Landrat will im nächsten Jahr erneut für dieses Amt ins Rennen gehen. Ich möchte mich dieser Aufgabe wieder stellen und die Politik im Landkreis Nordhausen maßgeblich mitgestalten, blickte er optimistisch in die Zukunft. Claus erinnerte daran, dass der Landkreis seit der Wende nun 15 Jahre zählt und in seiner Struktur bis heute erhalten geblieben ist. Darin zeige sich Kontinuität. Mit deutlichen Worten sprach er sich für den Fortbestand des Landkreises aus, denn dieser Landkreis habe auch weiterhin seine Berechtigung.
Der CDU-Politiker ging auch auf den fortwährenden Streit mit führenden Köpfen der SPD ein. Seit 1990 gebe es Angriffe seitens dieser Partei. Kritische Äußerungen seien völlig normal, auch habe er als Landrat Fehler gemacht. Doch jüngste Angriffe sozialdemokratischer Politiker gegen seine Person seien unsachlich und unter der Gürtellinie gewesen. Er forderte seine politischen Gegner auf, zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren.
Großes Lob gab es vom Landrat für das Südharz-Krankenhaus. Viel Geld sei von privaten Interessenten schon geboten worden und der Landkreis hätte bei einer Privatisierung des Hauses vielleicht keine Geldsorgen mehr, wohl aber viel Ungemach für Patienten und die Mitarbeiter gebracht.
Neben weiteren lokalen Themen wie Schulnetzplanung, Kreisumlage, Erhalt und Sanierung von Sportstätten, bevorstehende Veränderungen bei der Abfallentsorgung und Förderung der Vereinstätigkeit sowie des Tourismus nahm auch das Problem der Arbeitslosigkeit einen breiten Raum ein. Wir brauchen dringend neue Arbeitsplätze, und nicht nur in der Goldenen Aue, lautete der Appell an die Zuhörer im Ellricher Sportlerheim. Daran müsse sich die Politik messen lassen. Zu dem äußerte Joachim Claus die Hoffnung, dass die aktuelle Diskussion über Schulunterricht in Unternehmen möglichst bald Realität werde. Schüler hätten dann bessere Kenntnis darüber, was in den Betrieben passiert und die Berufswahl werden möglicherweise erleichtert.
Der Landrat unternahm aber auch einen Abstecher in die große Politik. Angesichts einer andauernden Minderheitendiskussion stelle er die Frage, wer sich eigentlich noch um die Normalos kümmere? Die würden schließlich die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen. Doch diese Mehrheit fühle sich nicht mehr vertreten und drifte nach rechts oder links ab. Was jetzt wieder gebraucht werde, das sei ein positives Bewusstsein für die Nation. Die Menschen sollten keine Scheu haben, auf Deutschland stolz zu sein und müssten dies auch laut sagen.
Joachim Claus appellierte an alle demokratischen Parteien, diesen Thema klug zu besetzen, auch damit werde dem aufkommenden Rechtsradikalismus der Boden entzogen.

