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Fr, 16:37 Uhr
12.10.2018
Rund 3000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen

Bombenfund in Nordhausen - Update: 22.00 Uhr

In Nordhausen sind auf offenem Feld zwei Fliegerbomben gefunden worden. Noch heute sollen sie entschärft werden. Rund 3000 Menschen in den Stadtteilen Nordhausen-Ost und Nordhausen-Nord müssen dafür bis spätestens 20 Uhr ihre Wohnungen verlassen haben. Seit 16.30 Uhr läuft die Evakuierung. Hier alle weiteren Einzelheiten......


Das war die Nummer 1 (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Update: 22.00 Uhr: Der erste Blindgänger konnte erfolgreich entschärft werden!

Update um 20.35 Uhr: Die Evakuierung ist abgeschlossen. Die Bombenentschärfungen werden nun planmäßig durchgeführt. Die Einsatzkräfte haben die Evakuierung der betreffenden Bereiche in den Stadtteilen Nord und Ost abgeschlossen. In der Notunterkunft Käthe-Kollwitz-Schule befinden sich 98 Anwohner, 80 Bewohner des KS-Pflegeheimes sowie 36 Betreuer. In der Notunterkunft Schule Am Förstemannweg befinden sich 50 Anwohner.

Update um 17.53 Uhr: Nach Informationen der Stadtverwaltung sind aktuell etwa 300 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, DRK, THW, Sanitätseinrichtungen und der Stadtverwaltung im Einsatz.

Update um 17.37 Uhr: Auch die Bewohner der gesamten östlichen Stolberger Straße sowie des Welfenweges und des Aueblickes werden evakuiert.

Der Anblick (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Nach Informationen der Pressestelle des Nordhäuser Rathauses handelt es sich um zwei englische Fliegerbomben mit jeweils 227 Kilogramm. Beide Bomben liegen in 50 Meter Entfernung. Die beiden Bomben waren bei geplanten Sondierungen im Bereich der Gumpe nach Bürgerhinweisen entdeckt worden.

Eine Bombe steht auf dem Zünder und befindet sich in einer Tiefe von 60 Zentimeter. Die zweite Bombe befindet sich in einer Tiefe von 30 Zentimeter.

Von der Evakuierung sind zirka 3.000 Nordhäuserinnen und Nordhäuser in den Stadtteilen Nordhausen-Ost sowie Nordhausen-Nord betroffen.

Für die evakuierten Bürger (Nordhausen-Ost) steht die Schule Am Förstemannweg zur Verfügung.

Die Käthe-Kollwitz-Schule steht für evakuierte Bewohnerinnen und Bewohner Nordhausen-Nord zur Verfügung.

Die Evakuierungsteams für Behinderte, pflegebedürftige Personen oder Bewohnerinnen und Bewohner, die auf Hilfe angewiesen sind, sind seit 16.30 Uhr im Einsatz. Zu evakuierende Bewohner sollen unbedingt an ihre medizinische Versorgung, Versorgung mit Lebensmitteln (Diätkost, Baby-und Kleinkindnahrung, etc.) denken. Sie sollen die Abholung durch die Teams abzuwarten.

Evakuierungsradius um den Fundort der beiden Bomben (Foto: Stadt Nordhausen)
Alle Einwohner werden gebeten, zu ihrer eigenen Sicherheit den Weisungen der Evakuierungsteams unbedingt Folge zu leisten und ihre Wohnung bzw. Grundstück zu verlassen, auch zur Vermeidung von Zwangsmaßnahmen.

Ab 16.30 halten keine Straßenbahnen mehr an den Haltestellen Puschkinstraße und DRK-Pflegeheim. Der Schienenersatzverkehr Nordhausen-Ost erfolgt planmäßig auch während des Evakuierungszeitraumes.

Intensivpflegepatienten werden abgeholt oder können sich über den City-Ruf des Ordnungsamtes (03631)696 115 melden. Ambulante Pflegedienste, Behinderte oder pflegebedürftige Personen können sich über den City-Ruf (03631) 696 115 bei der Stadt Nordhausen melden.

Anwohner folgender Stadtbereiche werden gebeten, ihre Häuser zu verlassen:

Frankenstraße 09 bis 30
Aueblick 01 bis 12
Dr. Hasse-Straße 01 bis 04
Welfenweg 01,03,05,07,09,11,13,17,19,21,23,25,27
Stolbergerstraße 61,63,65,67,69,71,73,75,77,79,81,83,85,85A,87,89,107 bis 115, 131, 133,134,135,137,139
Ludolfingerstraße 1 bis 39
Ottoweg 01 bis 12
Hohenstaufenstraße
Heinrichsweg 09 bis 17
Mathildenweg
Kleines Borntal 01 bis 03
Am Töpferwege
Vor dem Brommelsberg
Poppenberg
Rodishainer Weg
Benteröder Weg
Steigerthaler Weg
Buchholzer Weg
Bet-Shemesh-Straße,
Zum Mäusetal,
Harzrigiblick,
Am Handwege,
Zu den Steinkreuzen

Haltestellen zur Evakuierung (ständige Buslinie auf diesem Kurs):

- Gaststätte „Schöne Aussicht“ (mobiles Haltestellenschild),
- reguläre Straßenbahn-Haltestellen: Puschkinstraße, Nebelung-Straße (Richtung Käthe-Kollwitz-Schule).


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Kommentare

12.10.2018, 20.13 Uhr
nichtbekannt | Was dauert an einer Evakuierung solange. Bis 20.00
Soviel Aufwand wegen 2 Bomben die seit April 1945 im Boden liegen. Und nichts passiert ist. Jedes mal das gleiche Theater in dieser Stadt.
Mal sehen wie lange es wieder dauert.

Hier ist mein Klarname: Mike Steinhardt
An alle die mich hoffentlich nicht kennen.
12.10.2018, 21.15 Uhr
rudel | nichtbekannt
Selten dämlicher Kommentar
12.10.2018, 21.35 Uhr
gandalf | Bürgerhinweise...
Es ist schon ziemlich erstaunlich, dass nach über 70 Jahren jemanden einfällt, dass da irgendwo am Wegesrand noch eine Bombe rumliegt...

Respekt an alle Beteiligten der Einsatzkräfte, welche in regelmässigen Abständen ihre Familien und Angehörigen allein lassen müssen, um für einen reibungslosen Ablauf solcher Aktionen zu sorgen.
12.10.2018, 21.43 Uhr
Realist 1.0 | Herr Steinhart wenn man
von technischen dingen und von Physik keine Ahnung hat, sollte man einfach den Rand halten. Sie sind wahrscheinlich einer von den Leuten, die wen es wirklich mal schief geht bei der Entschärfung und es knallt einer der ersten sind die laut aufschreien warum nichts genug getan wurde. Wie schnell eine Entschärfung schief gehen kann hat man in Göttingen gesehen, es gibt sogar auf YouTube Bild Material in Form eines Films.Sei sie lieber froh und dankbar das es Leute gibt die sich den Ar....ch aufreißen um so etwas zu verhindern.
12.10.2018, 22.11 Uhr
andreas66 | Hier sei mal eine.....
Frage gestattet. Wie erfahren die Bürger, welche nicht in den Unterkünften untergekommen sind und dagegen bei Bekannten/Verwandten eine vorübergehende Bleibe gefunden haben, über das Ende der Entschärfung. Wer keinen Internetzugang (nnz-online) hat, erfährt doch nicht, wann er seine Wohnung wieder aufsuchen kann. Man kann doch nicht alle 15 min beim Cityruf der Stadt nachfragen. Diese Problematik ist mir schon bei der letzten Aktion aufgefallen. Vielleicht gibt es mal eine Antwort.
12.10.2018, 22.38 Uhr
blondchen | Wieder zahlt der Steuerzahler
Wie lange müssen wir noch für die Sünden der Vergangenheit bluten? Packt die Dinger ein und sendet sie an den Absender zurück. Oder stellt denen über 70 Jahre nach dem Krieg wenigstens die Kosten in Rechnung.
12.10.2018, 22.44 Uhr
AktenzeichenXY | Genau, @rudel & @Realist 1.0
so ist es!! Also @nichtbekannt(er), pack die Koffer - wo anders ist es bestimmt viiiel schöner.
12.10.2018, 22.55 Uhr
Kartoffelschäler | Vielen Dank
Vielen Dank auch von mir an alle, die bei diesem Einsatz beteiligt waren. Besonderes Dank an die Bombenentschärfer.

Herr Realist 1.0
Bei dem Kommentar von nichtbekannt habe ich auch sofort an Göttingen denken müssen. Es kann immer was passieren. Und hier zählt auf jeden Fall "Sicherheit geht vor".

Herr andreas66,
generell wird das Ende der Aktion und der Evakuierung auch per Radio kommuniziert. Ältere Personen, die solche Aktionen meist schon kennen, sind bei einer solch späten Aktion auch darauf eingestellt, dass sie auswärts übernachten müssen.
12.10.2018, 23.12 Uhr
Schlagsahne | Blondschen
Das ist De selbst Schuld wer hat die Länder zuerst attackiert? Jetzt muss DE dafür bezahlen.
12.10.2018, 23.51 Uhr
rudel | Danke an alle!
Ich hoffe das auch die evakuierten älteren Bürger wieder wohlbehalten zu Hause angekommen sind.
13.10.2018, 07.51 Uhr
Petra G | @ blondchen
Der Spruch packt das Ding ein und zurück.......
Einfach nur genial daneben. Wir werden wahrscheinlich noch etliche Jahre damit zutun haben. Wer die Dinger auch vergraben hat,wird wohl kaum noch am Leben sein, also nix zurück .
Meine Anerkennung denjenigen die sich dafür auf opfern um diese Dinger zu entschärfen.
13.10.2018, 09.37 Uhr
janko | @blondchen
...hoffentlich kommen all jene Länder, Städte und Ortschaften, welche Deutschland im Zweiten Weltkrieg (als erste!) bombardiert hat, nicht auf dieselbe glorreiche Idee wie Sie. Oder darf ich "du"sagen? Der Qualität deines Gedankenganges nach musst du noch Teenager sein, wenn ich da jetzt nicht sogar noch zu hoch ansetze.
13.10.2018, 11.26 Uhr
Wolfi65
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