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Do, 18:02 Uhr
20.09.2018
Rund 100 Kinder und Eltern protestierten in Ilfeld

"Wir wollen das nicht akzeptieren!"

Die Kita-Welt in den drei Kindergärten der Gemeinde Harztor ist seit einigen Wochen maximal durcheinander. Grund dafür ist ein möglicher Wechsel des Trägers der Einrichtungen...

Protest gegen möglichen Trägerwechsel in Ilfeld (Foto: nnz)
Noch ist die Johanniter-Unfall-Hilfe für die Betreuung des Harztornachwuchses verantwortlich. Doch der wollte die Gemeinde die entsprechenden Verträge sofort kündigen. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist die Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Johanniter-Unfall-Hilfe seit Jahren unzureichend.

Unter anderem geht es um unzureichende Kommunikation von Seiten der Johanniter-Verwaltung mit der Gemeindeverwaltung und den Elternvertretern. Bürgermeister Stephan Klante nannte jüngst als Beispiele den Streit um die sogenannte Servicepauschale, die die Eltern für Vor- und Zubereitung des Kindergartenessens zahlen sollen und die Probleme in der Einrichtung Ilfeld mit Konsequenzen für die Betriebserlaubnis, von denen die Gemeinde erst viel zu spät erfuhr.

Auch die seit Jahren stetig steigenden Kindergartenkosten für die Kommune könne der Träger nicht transparent erklären. So ist der Gemeindeanteil allein für die Kindergärten in Niedersachswerfen und Ilfeld zwischen 2014 und 2018 von rund 562.000 Euro jährlich auf rund 1,05 Millionen Euro Jahr gestiegen. Die Kostensteigerungen hat allein die Kommune getragen, die Elternbeiträge sind stabil geblieben.

Doch diese Argumentationslinie spielte am späten Nachmittag vor der Gemeindeverwaltung in Ilfeld kaum eine Rolle. Vielmehr lobte zum Beispiel Jana Urbaneck von der Elterninitiative die hervorragende Arbeit des Trägers, der die Kinder und Teile der Eltern mit Winkelementen ausgestattet hatte. "Erhalten Sie die Kindergärten in der Trägerschaft der JUH und schützen Sie unsere Kinder vor einer Verschlechterung der Betreuungsangebote", sagte die junge Mutti.

Bürgermeister Stephan Klante konnte sich am Nachmittag nicht den Fragen und Protesten der Eltern stellen, das übernahm Ortsteilbürgermeister Hartmut Sauermann, der die Entscheidung des Gemeinderates verteidigte, nun ein Interessenbekundungsverfahren in die Wege zu leiten und auf die sofortige Kündigung zu verzichten. "Wir wollen keine Entscheidung gegen unsere Kinder, aber wir wollen die inhaltlichen, konzeptionellen und finanziellen Angebote interessierter Träger prüfen und dann wird der Gemeinderat eine Entscheidung treffen", sagte Sauermann.

Protest in Ilfeld gegen möglichen Kita-Trägerwechsel (Foto: nnz)
Die heute protestierenden Eltern wollten das nicht akzeptieren und forderten, dass bei der Entscheidungsfindung ihre Wünsche berücksichtigt werden. Ein Erzieher, der während seiner verschiedenen Praktika bei anderen Trägern vielfältige Erfahrungen gesammelt hatte, lobte die Qualität der Arbeit unter der JUH-Trägerschaft und hatte natürlich Angst um seinen Arbeitsplatz. Sauermann sagte, dass bei einem Trägerwechsel alle Beschäftigten übernommen würden und das nicht nur befristet auf ein Jahr.

Damit war die Protestaktion der Eltern zu Ende. Zufrieden konnten die Eltern wahrhaftig nicht sein. Für den Beobachter und Berichterstatter bleiben ein Punkt zurück. 1. in einer Demokratie haben die gewählten Menschen, in diesem Fall die Gemeinderäte das letzte Wort. Die können zum Beispiel bei Kommunalwahlen entweder bestätigt oder "ausgetauscht" werden. Und 2. bleibt die Frage: Wie hätten sich die Eltern entschieden, wenn ein Teil der erhöhten Kosten auf ihre Beiträge umgelegt worden wären?
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

20.09.2018, 19.45 Uhr
Tammi84 | Mein Kind ist mir das Geld wert
Wir sind mit der Arbeit der Johanniter mehr als zu frieden und nur sehr vereinzelt gab es in der Kita den Tenor das gewechselt werden soll. Warum nimmt sich der Gemeinderat das Recht raus gegen die Interessen der Eltern zu entscheiden. Und zur Ihrer Aussage Nr. 2 wir zahlen Moment 50 mehr als Ilfeld und Niedersachswerfen. Bitte solche Aussagen nicht auf alle Eltern anwenden wenn man sie nicht kennt.
20.09.2018, 19.48 Uhr
Sven Svenson | Lieber Herr Greiner
Wenn ich Ihren Beitrag so lese, könnte man meinen ,dass er von Herrn Klante geschrieben worden ist und nicht von ihnen.
Bevor sie aus lauter Unwissenheit so einen Quatsch schreiben, hätten sie vielleicht auch einmal den Träger befragen sollen. Ihr Beitrag hat jedenfalls mit seriösem Journalismus nicht viel zu tun.
20.09.2018, 19.53 Uhr
M.Bergmann | Kostenerhöhungen werden immer begründet,
deshalb gibt es ja Verträge!

Anstatt hier eine Gebrauchsanleitung mitzuliefern, wie der Artikel im Sinne der Herren Klante und Sauermann zu lesen ist, wäre interessant gewesen, wie sich die JUH gegenüber der Presse äußert. Aber der Versuch zur Darstellung beider Seiten wurde offensichtlich nicht einmal unternommen.
20.09.2018, 19.53 Uhr
Gretchen80 | Was wollen die Kommentatoren?
Da kommt ein Medium, um über die Protestaktion zu berichten. Und gibt das Geschehen wieder. Und berichtet auch über die Hintergründe, warum es dazu gekommen ist. Siehe dazu in der nnz. Mehr kann und darf ein Bericht nicht. Der Journalist darf sich auf keine Seite schlagen. Ab und zu macht das er Greiner auch, aber nicht in diesem Fall.
20.09.2018, 20.01 Uhr
Nnzleser53 | Herr Svenson...
Der Bericht von Herrn Greiner trifft den Nagel auf den Kopf.
Er geht das Problem sehr objektiv an und beschreibt nur die aktuelle Situation. Es ist und bleibt eine Geldfrage und das ist in der kapitalistischen Marktwirtschaft nichts Neues.
Persönliche Befindlichkeiten interessieren da niemanden,auch wenn das für die Zukunft unserer Kinder traurig ist.
Wer aber mag zu beurteilen das ein anderer Träger schlechter arbeitet ?
20.09.2018, 20.02 Uhr
Gretchen80 | Ich noch mal
bin zwar auch kein großer Freund von psg, aber die nnz hatte zu diesem Thema mehrfach berichtet. Hier nur zwei Beispiele:

http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=240560
http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=239267

Das ist nur das, was ich auf die schnelle gesehen habe. Und heute ging es scheinbar um die Beschreibung der Demo.
20.09.2018, 20.10 Uhr
M.Bergmann | Mal so eben knapp 500.000 Euro mehr überwiesen
Ich glaube ja an vieles, aber nicht daran, dass Herr Klante oder Herr Sauermann von 2014 bis 2018 mal so eben 500.000 Euro mehr überwiesen haben, nur weil die JUH ohne stichhaltige Begründung die Rechnung pro Jahr um 125.000 Euro höher ausgestellt hat.

Dann müßten sie ja verklagt, entlassen und verurteilt werden. Hier wird doch ganz offensichtlich nicht die Wahrheit berichtet!
20.09.2018, 20.17 Uhr
Gretchen80 | Ganz einfach
Was einem nicht passt (vielleicht mal im Harztor-Haushalt nachschauen) wird zur Fake News erklärt - ganz wie in der großen Politik.

http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=241893#banner_overlay
20.09.2018, 20.39 Uhr
Andreas Dittmar | Nepper, Schlepper, ....usw.
Frau Giffey schmeißt gerade 5,5 Mrd. Euro in den Ring mit ihrem "Gute-Kita-Gesetz".Da hat sie richtig getrommelt in einer Berliner Kita. Sie will bis 2022 richtig viel "Gutes" tun sogar den Zugang zur Betreuung sozial staffeln. 2,65 Mio Kinder 0-6 gibt es in Deutschland, die Anspruch auf einen Kita-Platz haben. Aber Augen auf, das sind Peanuts : illegale Einwanderung war diesem Staat mehr als 20 Mrd. Euro wert und zwar pro Jahr. Hier passt einiges nicht.

Liebe Politiker, Ihr solltet euch definitiv was schämen über die Köpfe eurer Kinder hinweg Kostenmodelle über Diese zu erstellen. Das ist irgendwie abartig

Andreas Dittmar KV NEM Alternative für Deutschland
20.09.2018, 20.53 Uhr
ChristianSchmidt1 | So langsam
taut Herr Klante (CDU) in seiner Position aus Bürgermeister auf, mal sehen an was er sich in den nächsten Jahren noch so alles traut. Heute spart man an unseren Kindern und morgen schon ist plötzlich das Ilfelder Waldbad zu teuer und muss geschlossen werden.

Der Streik sollte aber auch vor dem Haus von Herrn Steikert (UWL) fortgesetzt werden, denn schließlich ist er der Vorsitzende des Finanzausschusses und an diesem Vorhaben auch nicht unschuldig.

2019 wird eh der Gemeinderat neu gewählt, wir Eltern werden uns dann sehr genau überlegen wem wir unsere Stimme geben, diesem Gemeinderat mit Sicherheit nicht mehr!
20.09.2018, 22.06 Uhr
Bodo Schwarzberg | Elterndemo: Alles zum Wohle der Kinder. Wirklich?
Ich glaube, der scheidende Gründungsdirektor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung PIK, Prof. Dr. Schellnhuber, beklagte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, dass die Eltern auch heute noch überwiegend sagen (oder zumindest so denken), ihre Kinder sollten es einmal "besser haben" als sie selbst, dass sie dies aber stets an relativ belanglosen Dingen festmachen, wie halt in diesem Fall dem Träger eines Kindergartens.

Schellnhuber fragt sich in dem Interview rein rhetorisch, warum die heutigen Eltern die wahren, also unter Unständen lebensbedrohenden Faktoren für ihre Kinder (Stichwort Klimawandel) ausblenden und verdängen?

Sicher hat dies mit dem menschlich-psychischen Phänomen der kognitiven Dissonanz zu tun (siehe wikipedia),... dem Schutz der Kinder aber dienen die Eltern mit ihrem Verhalten und ihren verständlichen, aber eben relativ alltäglichen Ängsten und Wünschen, - nur im Alltag.

Was die Zukunft angeht, wird das Wichtigste, nämlich die Erhaltung der LebensGRUNDLAGEN für die folgenden Generationen, aus nicht ganz verständlichen Gründen ignoriert.. oder als nicht als grundlegend bedroht erkannt.
20.09.2018, 22.32 Uhr
Arreefelder | Kleinigkeiten....
sind meist interessanter als irgendwelche Millionenbeträge. Wir sind ja vom Dorf,wo man sich kennt und die Wenigsten von uns haben mal eben solche Beträge im Strumpf oder unterm Kissen.
Erstmal sollte sich jeder fragen, wer von unseren derzeitigen Gemeinderäten hat ein Kind in einer der betroffenen Einrichtungen ? Hat sich sich irgendein Gemeinderat im Vorfeld der Abstimmung mit den Erzieherinnen unterhalten um sich ein Bild zu machen?? Da sind unsere Dorfabgeordneten wahrscheinlich näher an den Hauptstädtern dran, als ihnen lieb ist....
Eigentlich müssten wir an dieser Stelle die Diskussion um eine Elternquote im Finanzausschuß eröffnen....
Herr Schmidt ich danke Ihnen!!!
20.09.2018, 22.36 Uhr
Kritiker86 | So ist das...
wird etwas zu teuer wird es gekündigt. Auch wenn die Johanniter schöne Sachen damit in Kindergarten angestellt hat, interessiert man sich nur um die Kosten. Eins muss man sich merken es gibt keine Qualität mehr in Deutschland sondern nur noch Quantität...und das so billig wie möglich. Die Armen sollen Arbeiten bis sie umfallen...und die Reichen sonnen sich in ihren Villen...und lachen sich ins Fäustchen. Doch irgendwann wird dieses Kartenhaus zusammenfallen. Zurück zum Thema: Es wird den Herrschaften bestimmt gelingen einen preiswerteren Träger zu finden. Weiter so ihr mach Deutschland platt wie ihr es seit Jahren tut. Chemnitz war nur der Vorgeschmack von dem was noch kommen wird.
20.09.2018, 22.43 Uhr
Hans Dittmar | Kitagebühren sinken nicht
Wenn es um Kitagebühren geht, explodieren schnell die Gemüter. Was Eltern nicht vergessen dürfen, Sie haben zu 90 Prozent nur Kontakt zu den Erziehern. Sie finden das Personal gut und die Einrichtung harmonisch. Aber die eigentlichen Kämpfe spielen sich im HIntergrund ab. Wo die Gemeinde an klare Sätze gebunden ist und eine Spielraum hat, versuchen die Betreiber so viel wie möglich an Geld von der Gemeinde zu erhalten. Der Streit wird sich erst legen, wenn wie in Hessen u.a. Ländern die Kitagebühren abgeschafft werden.

Am Ende geht es nicht nach den Personen xy oder Klante und Co, sondern rein nach Kassenlage. Und da kann am Ende zur nächsten Kommunalwahl antreten wer will, er muß sich an die Gesetze halten. Die Betreiber wie JUH sind verpflichtet sämtliche Kosten gegenüber der Gemeinde darzustellen und das transparent.

Auch bei der Auswahl der Betreiber für ein Objekt hat der Bürger kein Mitspracherecht. Die Gemeinde muß Kitaplätze schaffen, wer der Betreiber ist spielt dabei keine Rolle.

Aber oft bedarf es auch mal einen Knall wie diesen, damit die beiden Parteien an einen Tisch finden.
20.09.2018, 22.48 Uhr
A. Wolf | Tja Schwarzberg, das Leben als Misantroph ist hart,
beschützt aber auch Sie nicht davor, Alternativen für Eltern mit Kindern aufzuzeigen. Und was tun Sie hier? Sie führen die übliche Leier auf. Hauptsache Beachtung. Ich schäme mich dafür, auf Ihren wahnwitzigen Kommentar geantwortet zu haben, denn er hat absolut nichts mit Kindergarten in
Harztor zu tun.

Was ist denn nun der wirkliche Grund, warum Harztor's Häuptlinge den Kindergarten bei anderen Trägern besser aufgehoben sehen? Das Geld oder fühlen Sie sich nicht umgarnt genug vom jetzigen Träger? Schwarzbergs Quatsch zum Trägerwechsel BUND oder NABU kann ich mir beim besten Willen bei Herrn Klante nicht vorstellen. Also, wer macht es besser und günstiger?
20.09.2018, 23.03 Uhr
ChristianSchmidt1 | Herr Schwarzberg
hören sie doch endlich auf, auf dieser Plattform ihre "GRÜNE-Meinung..."zu verbreiten - hier geht es nicht um einen Herrn "Schellnhuber", sondern um die Zukunft unsere Kinder aus Harztor. Herr Schwarzberg, suchen Sie sich ein anderes Hobby, und hören Sie endlich auf, Kommunalpolitik auf www.NNZ.de zu vermitteln - ihre Partei hat überhaupt keinen Plan!
21.09.2018, 02.47 Uhr
Kama99 | Protest...
...die nächste Wahl kommt....!!!
21.09.2018, 07.08 Uhr
Leser X | Andreas Dittmar
Können Sie nicht ein einziges Mal etwas schreiben, ohne über illegale Einwanderung zu lamentieren? Langsam wird´s langweilig. Ich verstehe ja, dass Sie nur dieses eine Thema im Kopf tragen. Sonst wären Sie ja sicher nicht in der AfD.

Aber Ihnen und Ihren Genossen sei gesagt: Alle sozialen, kulturellen und sonstigen Probleme in diesem Land sind Folgen eines hierzulande besonders entfesselten Kapitalismus. Die Probleme sind teils unter Kohl, dann unter Schröder und explizit in den 12 Jahren Merkelei historisch gewachsen.

Kein Flüchtling hat diese hausgemachten Probleme eingeschleppt. Nur dass die Probleme eben durch das Thema Migration offensichtlicher geworden sind. Und das nutzen Sie weidlich aus, um das Land auseinander zu hetzen. Das mag reichen, um demnächst mit Hilfe der fast genauso rechten CDU oder CSU mitzuregieren. Aber spätestens dann beginnt auch Ihre Entzauberung.
21.09.2018, 07.21 Uhr
Nnzleser53 | Viele wahre Worte,aber....
warum werden hier die Juh so auf den Himmel gehoben?
Scheinbar gibt es doch über Jahre Diskrepanzen in Zusammenarbeit und finanziellen Dingen.
Was macht die Juh für die Kindesentwicklung besser als andere Trager?
21.09.2018, 07.27 Uhr
murmeltier | Überall
Ich finde es heute schlimm, dass es kein miteinander, sondern nur noch ein gegeneinander gibt, und das überall.

Was nicht passt, wird ausgegrenzt, diffamiert und soll Unglaubhaft gemacht und im Ansehen beschädigt werden. Das funktioniert aber nicht bis in alle Ewigkeiten. Durchschauen kann man es schon, weil es von je her so praktiziert wird, nur die Häufigkeit und die Härte nehme zu.

Das ein Betreiber für eine Kita fast alle Kosten umlegt, ist doch klar. Da muss die Gemeinde, die Eltern und natürlich der Betreiber für die Kosten aufkommen. Alle wollen es billig, das Essen soll nichts kosten, aber natürlich von hoher Qualität sein, die Erzieher sollen allen Bedürfnissen der Kinder nachgehen, aber kosten soll es nichts usw.

Wenn die Beiträge der Eltern erhöht werden würden gäbe es Protest, aber die Gemeinde hat auch begrenzte finanzielle Möglichkeiten. Also was tun? Das Land und der Bund mit den vielen Milliarden Überschüssen könnten jetzt helfen.
21.09.2018, 07.35 Uhr
harz59 | Ist schon komisch
......dass die Gemeinde sagt, es gäbe schon mehrere Jahre Probleme mit der JUH Verwaltung.
So wie in der Gemeindesitzung gesagt wurde, konnte der bisher anwesende JUH Vertreter bei den Besprechungen keine Entscheidungen treffen.
Warum hat die Gemeinde sich nicht an den Chef im Vorfeld gewandt und das Gespräch gesucht?
Ist es nicht ihre Pflicht zum Wohle der Gemeinde zu handeln!?
WARUM wird jetzt erst der Vertrag von der Gemeinde eventuell gekündigt?
WAS konnte die Gemeinde früher davon abbringen den Vertrag zu kündigen? (ohne Protestaktionen in der Öffentlichkeit?????)
Hat diese Kündigung vielleicht was mit "verwandtschaftlichen Verhältnissen" zu anderen Trägern zu tun? Solche Vermutungen kursieren in Harztor.
Man sagt ja immer, an jedem Gerücht ist auch was Wahres dran.
Wie kann ein Herr Sauermann versprechen, dass alle ihre Arbeitsplätze behalten? Hat er noch nicht die Gepflogenheiten in der heutigen Marktwirtschaft verstanden?
Für mich persönlich hat die ganze Sache einen faden Beigeschmack, wie es zur Zeit in Harztor läuft.
Ich kenne mich in der Materie nicht aus, habe mir aber eine Meinung durch die Artikel gebildet und bin jedoch bereit, mich durch Fakten eines Besseren belehren zu lassen.
21.09.2018, 07.45 Uhr
N. Baxter | GRUENER Bodo
eine Frage sei gestattet: Haben Sie selbst Kinder???
21.09.2018, 07.57 Uhr
Jasper | ...muss neu gleich schlecht sein?
Bei unseren Kindern mögen wir Sicherheit und greifen gern auf bewährtes zurück und die Johanniter sind zur Zeit der Träger der Kitas in Harztor.

Für mich stellen sich trotzdem einige Fragen:

Wer sagt eigentlich, dass ein neuer Träger nicht gleichwertige oder sogar bessere Betreuungsqualität liefern kann?
Wer sagt eigentlich, dass der neue Träger die Erzieher/innen nicht übernimmt und sich somit für die Kinder keine spürbare Änderung ergeben könnte?

Entstand die Demo wirklich rein im Interesse der Eltern oder kann es auch sein, dass hier Ängste geschürt werden um einen Trägerwechsel zu verhindern?

Sich grundhaft gegen neues zu verwehren, halte ich bei der angegebenen Kostensteigerung für riskant für unsere Landgemeinde. Günstiger muss im Umkehrschluss doch nicht gleich schlechter heißen.
Mein Gedanke:
Was ich in der Kita an Personal sieht ist doch nur die "arbeitende Bevölkerung" des Trägers (Entschuldigung für den Ausdruck). Kenne ich die Kostenstrukturen hinter den Kulissen? ... Gibt es eventuell auch Träger bei denen die Gemeinkosten (welche in der Organisation und Struktur des Trägers begründet liegen) geringer ausfallen?

Wichtiger ist doch vielmehr, dass die Eltern durch die Elternvertreter bei der Auswahl des Trägers und auf die Qualität der Betreuung und Förderung Einfluss nehmen können. Hierfür würde sich Einsatz und Engagement lohnen. Grundhaft "nein" sagen ohne über konkrete Änderungen zu sprechen halte ich für ein Entwicklungshemmnis unserer Landgemeinde und somit auch für unsere Zukunft. Treu nach dem Motto: "Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll." Zitat von "Georg Christoph Lichtenberg"
21.09.2018, 09.09 Uhr
Andreas Dittmar | Stimmt das wirklich?
Das ist jetzt etwas unfähr @LeserX . Ich schreib selbst Beiträge und kommentiere auch Beiträge außerhalb der von ihnen monierten Thematik.
http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=239113
http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=223839
http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=238870
http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=229275
Bei Theater muss ich leider passen. Beim Gefangenenchor aus Nabuco bekomme ich zwar auch Gänsehaut, aber tiefer stecke ich da nicht drin.
Sie werden selbst den EU-Gipfel in Salzburg mitbekommen haben @LeserX. Man hilft den Menschen nicht in dem man sich darum zofft wie man diese am Besten in Europa verteilt und dabei Mrd. Euros versenkt, sondern muß Lösungen vor Ort suchen. 17000 Menschenleben hat die Schlepperei allein im Mittelmeer gekostet. Übrigens habe ich auch nicht geschrieben, dass die Flüchtlinge selbst irgendwelche Probleme hier einschleppen oder Schuld sind an der Situation . Das ist völliger Quatsch und so denke ich auch nicht.
Bei der Bundeswehr gehts weiter. Mit NATO und US-Streitkräften wird in Osteuropa einmarschiert. Unsere Kanzlerin macht sich gerade Gedanken darüber dem Herrn Assad "einen Schuß vor den Bug" zu verpassen. Bei solchen Dingen spielt Geld keine Rolle.
Für Kinder jedoch hat Frau Giffey für eine Zeitspanne von 4 Jahren 5,5 Mrd. übrig . Hier zofft man sich auf kommunaler Ebene dann eben um 500000 Euro. Wer Kinderbetreuung als Kostenfaktor auf die Soll-Seite stellt, hat aus meiner Sicht irgendetwas falsch verstanden.
21.09.2018, 10.17 Uhr
Blueman | AfD missbraucht unsere Kinder
Es kann doch nicht wahr sein, dass selbst ein einseitiger Bericht über die Trägerschaft eines Kindergartens von AfD Vertretern auf die Flüchtlingsthematik gelenkt wird. Das zeigt erstens die Unkenntnis und Unfähigkeit des Parteipersonals und zweitens das sie nicht bereit sind an einer Lösung des Problems und einer Versachlichung der Diskussion beizutragen. Unsere Kinder zu missbrauchen um Populismus in Reinkultur zu betreiben ist einfach unerträglich!
21.09.2018, 11.33 Uhr
ein Ilfelder | Finanzierung mit Beteiligung der Eltern
Ich setze mal voraus, dass die angeführte Kostensteigerung von Hernn Greiner korrekt ist.
Dann müssen auch die Eltern an der Kostensteigerung beteiligt werden. Jeder Einzelne, der hier auf die Straße geht und gegen ein Betreiberwechsel demonstriert, nimmt sich das persönliche Recht heraus dies im eigenen Umfeld auch zu tun
z.Bsp. Energieanbieter, Gasanbieter, Telefonanbieter usw..
Was spricht gegen einen Wechsel wenn die Betreuungsqualität natürlich nicht verschlechtert wird.

Die eventuell auch erklärbaren Kostensteigerungen können nicht nur auf den Rücken der Gemeinde Harztor ausgetragen werden, hier müssen auch die Eltern ins Boot geholt werden.

Bei anderen Dienstleistungen welche in Anspruch genommen werden und bezahlt werden müssen, greift man doch auch in die Geldbörse, ohne Geschrei!!!
21.09.2018, 11.35 Uhr
Wolfi65 | Unerträglich?
Was haben denn die anderen Parteien jahrelang vollbracht und wer hat denn nicht nur die Kinder und Jugendlichen vor die Wahlkampfmaschine gespannt?
Dass die AFD nicht das Non plus Ultra ist, dürfte wohl vielen klar sein, aber was die Etablierten Parteien sich in letzter Zeit erlaubt haben, reicht aus, um bei der nächsten Wahl leer auszugehen.
21.09.2018, 12.06 Uhr
carola4 | Werden alle Standpunkte berücksichtigt?
Meiner Meinung nach wird hier eine sehr einseitige Berichterstattung betrieben. Sollte hier nicht auch die Seite des Trägers, der Johanniter, dargestellt werden? Dafür bereit war Frau Höhne als Regionalvorstand der Johanniter Mittelthüringen ganz sicher, denn in der Gemeinderatsversammlung am 12.09.2018 bezog sie zum wiederholten Male Stellung zu den erhobenen Vorwürfen und belegte ihre Ausführungen auch mit Zahlen dass die Verwaltungspauschale seit 2012, trotz gestiegener Kosten gleichbleibend ist und dass auch Eigenmittel der Johanniter in hohem Maße in die Investitionen der Kitas eingeflossen sind. Leider waren die Ohren der Gemeinderatsmitglieder nicht offen warum auch? Denn das ist allen bekannt und konnte eine Entscheidung gegen die Johanniter nicht mehr beeinflussen.
Welche Kriterien beeinflussen nun die Neuvergabe der drei Kitas im Harztor? Entgegen der Äußerung von Herrn Klante vom 27.07.2018, dass „der Kostenfaktor komplett außen vor“ ist, wird hier nun doch nur die Wirtschaftlichkeit betrachtet. Und wenn man davon spricht, ist der nächste Schritt einen Blick auf die Personalkosten zu werfen, nicht weit. Bei den Johannitern bekommt jeder Mitarbeiter einen gerechten Lohn für seine Arbeit mit 13. Monatsgehalt, VWL, Altersvorsorge und ausreichend Urlaubstagen. Nur so kann ein Arbeitgeber gut geschultes, qualifiziertes Personal an sich binden und motivieren, auch über die bezahlte Arbeitszeit ehrenamtlich tätig zu sein-das ist hier der Fall!
„Neu“ heißt nicht immer „schlecht“ das ist sicher richtig. Aber das „Neue“ wird auf jeden Fall auf den Rücken der Mitarbeiter ausgetragen und das ist schlecht, weil dann auch die Kinder darunter zu leiden haben. Denn ein Trägerwechsel mit persönlichen und finanziellen Einbußen für die Mitarbeiter hat natürlich Auswirkungen auf das Arbeitsklima, hat natürlich Einfluss auf die Entscheidung von manch einzelnem, ob man für den neuen Arbeitgeber tätig sein will. Kein Kind wird bei einem anderen Träger „in der Asche“ spielen, aber auch in der Kinderbetreuung muss man Qualität bezahlen und dazu ist die Gemeinde Harztor scheinbar nicht mehr bereit.
21.09.2018, 13.35 Uhr
Wolfi65 | Das ist Aufgabe des Staates
Die Finanzierung der Kitas und Schulen ist Aufgabe des Staates, welcher sich seit mindestens 20 Jahren nach und nach aus der Verantwortung stehlen will.

Staatlich finanzierte Einrichtungen sind nicht nur Merkmale eines funktionierenden Staates, sondern ein Minimum was der Bürger von seinen Steuern verlangen kann.
Milliarden Einkünfte auf der einen Seite und spärliche Unterstützung auf der anderen Seite, sind ein Merkmal eines immer mehr mutierenden Raubtierkapitalismus, welchen langsam aber sicher Einhalt geboten werden sollte.

Und nein, ich bin kein Roter!
ganz kalt.....
21.09.2018, 13.45 Uhr
ein Ilfelder | nicht fair
Carola4, sicherlich wird die Gemeinde Harztor auch in den kommenden Jahren, den Fehlbetrag der Kindertagesstätten decken. Doch es muss doch auch erlaubt sein, hier Vergleiche einzuholen.
Hat sich einer der Elternteile, welche jetzt auf die Straße gehen, in den vergangenen Jahren dafür interessiert, wie hoch der jährliche Zuschuss der Gemeinde ist??
Hat sich jemand dafür interessiert wie die Gemeinde den Eigenanteil für die, in beiden Einrichtungen erfolgten Investitionen erbracht hat und wie hoch dieser war. Alles wurde als selbstverständlich hingenommen!
Jeder der dieses Medium hier nutzt um seinen Frust loszuwerden, sollte auch darüber nachdenken was für finanziellen Aufwand die Gemeinde zum Wohle unserer Kinder bereits erbracht hat.
Anmerkung: auf der Seite der Gemeinde Können die Haushaltspläne der letzten Jahre eingesehen werden
21.09.2018, 15.41 Uhr
Arreefelder | Fairness vom Gemeinderat????
Liebes " Ein Ilfelder" Gemeinderatsmitglied!

Fairness zu verlangen ist nach der Art und Weise wie die Abstimmung verlaufen ist wohl reichlich unangebracht. Ich frage erneut, welche Gemeinderatsmitglieder sich im Vorfeld ein Bild über die Situation der Mitarbeiter gemacht haben.
Die Gemeinde hat ihre Ausgaben sicher erhöht. Aber nicht aus Großmut oder Lust und Laune. Nein!! Aus den gesetzlichen Vorgaben heraus hat sie ihren Pflichtteil beglichen.
Die Eltern haben versucht die Gemeinde durch Gründung von Fördervereinen und Spenden zu unterstützen, nicht für ein Dankeschön von der Gemeinde, sondern für die Wichtigsten. Unsere Kinder!!
Mein Vorschlag wäre es, dass sich alle Beteiligten mal im Kindergarten treffen und diese ausufernde Kommentarwut in konstruktive Problemlösungen stecken. Vielleicht haben die Herren Klante und Steikert auch den Mut dort zu erscheinen.
21.09.2018, 15.54 Uhr
ein Ilfelder | Lieber Arreefelder,
Ich bin mitnichten ein Gemeinderatsmitglied!!!
Ich habe lediglich "gewagt" hier meine Meinung zu äußern.
Aber die passt scheinbar nicht in manch Ansicht, wenn man ganz stur an seiner festhält.
22.09.2018, 08.18 Uhr
carola4 | Lieber "ein Ilfelder"!
Natürlich muss es erlaubt sein Vergleiche bei anderen Anbietern einzuholen. Aber doch bitte nicht mit der Option, ein rückwirkendes Sonderkündigungsrecht einzufordern, wenn ein anderer Träger besser in den Finanzhaushalt passt. Da entsteht doch der Eindruck, dass hier bereits ein Träger in den Startlöchern steht. Und dann bleibt die Fairness auf der Strecke.
Außerdem sollte man nicht vergessen, dass die Betreibung von Kitas und die Schaffung von Kitaplätzen nach Bedarf eine Pflichtaufgabe von der Gemeinde ist. Und da ist „der finanzielle Aufwand der Gemeinde zum Wohle unserer Kinder“ natürlich selbstverständlich. Sicherlich kann man deshalb auch die erhöhten Ausgaben mit der Schaffung von mehr Kitaplätzen in Ilfeld (2015) und in NSW (2018) zum Teil erklären, mehr Kinder=mehr Kosten. Nun wurde Neustadt in die Gemeinde Harztor aufgenommen dort liegen die Elternbeiträge um ca. 50 Euro höher als in den anderen beiden Kitas. Und wenn man „Hörensagen“ glauben kann, werden diese 2019 auf den niedrigeren Satz gesenkt. Toll für die Neustädter Eltern! ABER das reißt ja wieder ein Loch in die Finanzen der Gemeinde. Wäre es nicht vernünftiger, nur einen Teil dort zu senken und in den anderen beiden Kitas um einen kleinen Betrag zu erhöhen um dieses Minus auszugleichen?
Mir scheint, dass hier sehr viel Gesprächsbedarf zwischen allen Beteiligten ist (Gemeinde, Träger UND Eltern) - unpolitisch, fair und gemeinsam zum Wohle unserer Kinder.
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