Mi, 17:28 Uhr
19.09.2018
Haus der Generationen eröffnet
Zwei Häuser unter einem Dach
Ein Platz für Jung und Alt soll es sein: am Nachmittag wurde in der Hohensteiner Straße das ehemalige "Haus der Kinder" neu eröffnet und heißt nun "Haus der Generationen". Das vereint zwei altgediente Institutionen nun unter einem Dach...
Zwei Häuser ein Dach - aus dem "MeGeHa" und dem "Haus der Kinder" wird das "Haus der Generationen" (Foto: Angelo Glashagel)
Das schönste sei der schicke, große Garten, freut sich Stephanie Schüler, endlich könne man auch Angebote an der freien Luft wahrnehmen. Bis vor kurzem saß die Bereichsleiterin im Lift-Verein mit ihrem "Mehrgenerationenhaus" noch in der Reichstraße. Viel Grün gab es um den Flachbau herum nicht, dennoch hatte das Mehrgenerationenhaus sein Stammpublikum. Eine Einrichtung mit Tradition, die vor allem vom älteren Publikum gerne als Treffpunkt genutzt wurde.
Kinder und Jugendliche hat es traditionell eher in die Hohensteiner Straße verschlagen. Seit Mitte der 90er Jahre residiert hier das "Haus der Kinder" am geschichtsträchtigen Ort, immerhin blickt das alte Wohnhaus heute auf stolze 111 Jahre zurück.
Nun kommen beide Institutionen unter einem Dach zusammen und können der Idee vom "Mehrgenerationenhaus" leben, in dem Alte wie Junge Menschen einen Platz für sich und ihre Interesse aber auch einen Ort der geteiliten Erlebnisse finden. Am "neuen" Standort funktioniere das schon jetzt ganz gut, erzählt Sigrid Dathe, Leiterin des Hauses. "Wenn die Kinder der nahen Kita um die alten Damen und Herren der Demenz-Selbsthilfegruppe herumtollen und miteinander agieren sieht, da bekommt man schon feuchte Augen".
Zur Eröffnung galt der Dank vor allem den Mitarbeitern und fleißigen Helfen die den Umzug und die Sanierung möglich gemacht haben (Foto: Angelo Glashagel)
Zur Eröffnung galt der Dank vor allem den Mitarbeitern und fleißigen Helfern die den Umzug und die Sanierung möglich gemacht haben
Damit es die neuen Besucher des alten Hauses auch hinein schaffen, hat der Verein Horizont rund 130.000 Euro investiert um die Barrierefreiheit zu gewährleisten und den Anforderungen des Brandschutzes genüge zu tragen. Außerdem hat man neue Räumlichkeiten geschaffen, die zum verweilen einladen.
"Anders als eine Schule oder ein Kindergarten sind wir ein offenes Haus, das von jedem besucht werden kann. Das wissen viele nicht", unterstreicht Stephanie Schüler, man könne einfach einen Nachmittag im Garten verbringen oder eines der verschiedenen Angebote wahrnehmen. Neben verschiedenen Selbsthilfegruppen die sich hier treffen sind das zum Beispiel der Generationenchor und das Generationentheater, die "Lesementoren", die Line-Dance-Truppe und noch einige mehr.
Wer doch lieber einmal unter sich bleiben will, der findet auch seinen Rückzugsort. Die Jugendlichen finden ihren alten Billardtisch jetzt im Keller, die Jüngeren haben in der oberen Etage ihr Reich und für die Senioren bietet das Erdgeschoss diverse Räume.
Mit dem Zusammenwachsen von MeGeHa und Kinderhaus soll die Arbeit am alten Ort in der Reichstraße derweil nicht aufhören. Man sei dabei Programme vor allem für Menschen mit Behinderung zu entwickeln, werde aber auch den Mehrgenerationengedanken weiter führen und mit leben füllen, erklärte Sarah Schnause, die in der Reichstraße jetzt das Szepter führt.
Generationenübergreifende Arbeit ist nicht leicht, das wurde auch zur Eröffnung von verschiedenen Rednern und Gästen immer wieder unterstrichen. Und dennoch hatte sich das MeGeHa als Anlaufstelle über die Jahre etabliert. Unter dem neuen Dach im alten Haus und mit neuen Nachbarn kann diese Geschichte nun fortgeschrieben werden.
Angelo Glashagel
Autor: red
Zwei Häuser ein Dach - aus dem "MeGeHa" und dem "Haus der Kinder" wird das "Haus der Generationen" (Foto: Angelo Glashagel)
Das schönste sei der schicke, große Garten, freut sich Stephanie Schüler, endlich könne man auch Angebote an der freien Luft wahrnehmen. Bis vor kurzem saß die Bereichsleiterin im Lift-Verein mit ihrem "Mehrgenerationenhaus" noch in der Reichstraße. Viel Grün gab es um den Flachbau herum nicht, dennoch hatte das Mehrgenerationenhaus sein Stammpublikum. Eine Einrichtung mit Tradition, die vor allem vom älteren Publikum gerne als Treffpunkt genutzt wurde.
Kinder und Jugendliche hat es traditionell eher in die Hohensteiner Straße verschlagen. Seit Mitte der 90er Jahre residiert hier das "Haus der Kinder" am geschichtsträchtigen Ort, immerhin blickt das alte Wohnhaus heute auf stolze 111 Jahre zurück.
Nun kommen beide Institutionen unter einem Dach zusammen und können der Idee vom "Mehrgenerationenhaus" leben, in dem Alte wie Junge Menschen einen Platz für sich und ihre Interesse aber auch einen Ort der geteiliten Erlebnisse finden. Am "neuen" Standort funktioniere das schon jetzt ganz gut, erzählt Sigrid Dathe, Leiterin des Hauses. "Wenn die Kinder der nahen Kita um die alten Damen und Herren der Demenz-Selbsthilfegruppe herumtollen und miteinander agieren sieht, da bekommt man schon feuchte Augen".
Zur Eröffnung galt der Dank vor allem den Mitarbeitern und fleißigen Helfen die den Umzug und die Sanierung möglich gemacht haben (Foto: Angelo Glashagel)
Zur Eröffnung galt der Dank vor allem den Mitarbeitern und fleißigen Helfern die den Umzug und die Sanierung möglich gemacht haben
Damit es die neuen Besucher des alten Hauses auch hinein schaffen, hat der Verein Horizont rund 130.000 Euro investiert um die Barrierefreiheit zu gewährleisten und den Anforderungen des Brandschutzes genüge zu tragen. Außerdem hat man neue Räumlichkeiten geschaffen, die zum verweilen einladen.
"Anders als eine Schule oder ein Kindergarten sind wir ein offenes Haus, das von jedem besucht werden kann. Das wissen viele nicht", unterstreicht Stephanie Schüler, man könne einfach einen Nachmittag im Garten verbringen oder eines der verschiedenen Angebote wahrnehmen. Neben verschiedenen Selbsthilfegruppen die sich hier treffen sind das zum Beispiel der Generationenchor und das Generationentheater, die "Lesementoren", die Line-Dance-Truppe und noch einige mehr.
Wer doch lieber einmal unter sich bleiben will, der findet auch seinen Rückzugsort. Die Jugendlichen finden ihren alten Billardtisch jetzt im Keller, die Jüngeren haben in der oberen Etage ihr Reich und für die Senioren bietet das Erdgeschoss diverse Räume.
Mit dem Zusammenwachsen von MeGeHa und Kinderhaus soll die Arbeit am alten Ort in der Reichstraße derweil nicht aufhören. Man sei dabei Programme vor allem für Menschen mit Behinderung zu entwickeln, werde aber auch den Mehrgenerationengedanken weiter führen und mit leben füllen, erklärte Sarah Schnause, die in der Reichstraße jetzt das Szepter führt.
Generationenübergreifende Arbeit ist nicht leicht, das wurde auch zur Eröffnung von verschiedenen Rednern und Gästen immer wieder unterstrichen. Und dennoch hatte sich das MeGeHa als Anlaufstelle über die Jahre etabliert. Unter dem neuen Dach im alten Haus und mit neuen Nachbarn kann diese Geschichte nun fortgeschrieben werden.
Angelo Glashagel













