Mi, 09:59 Uhr
26.01.2005
nnz-Forum: Erhalten, oder?
Nordhausen (nnz). Derzeit wird im Landkreis Nordhausen intensiv und zum Teil auch sehr emotional um den Erhalt oder Nichterhalt der Regelschule in Sollstedt diskutiert. Dazu eine Wortmeldung im nnz-Forum.
Die Regelschule Sollstedt muss für unsere zukünftigen Generation erhalten bleiben. Es stimmt einen schon traurig, wenn man die Nachrichten bezüglich der beabsichtigten Schulschließung der Regelschule in Sollstedt verfolgt, könnte man den Eindruck haben, dass es den Parteien fast egal ist, was da passiert. Bis auf Die Grünen/Bündnis 90 hat sich keine so richtig zu diesem Thema positioniert. Obwohl es doch ganz einfach wäre:
Unser heutiger CDU-Ministerpräsident Herr Althaus hatte zu Zeiten der großen Koalition mit der SPD, damals in der Funktion des Kultusministers, vier Modellversuche der kleinen Regelschule ins Leben gerufen. Alle vier haben sich bewährt. Die CDU des Landkreises hat in ihr Wahlprogramm formuliert, Der Landkreis Nordhausen verfügt über ein gutes Angebot an Grund- und Regelschulen sowie Gymnasien. Die CDU unterstützt auch weiterhin die Sanierung und Profilierung der Schulstandorte. Die individuellen, inhaltlichen Konzeptionen der einzelnen Schulen werden bei der künftigen Planung berücksichtigt.
Die Landes-SPD setzt sich ein für gemeinsames Lernen bis zur Klasse 8. Dafür sind die Bedingungen in Sollstedt optimal. Eine gut besuchte Grundschule ermöglicht es den Schülern der jeweiligen Klassenstufen einen leichteren Übergang zu schaffen. Schüler und Lehrer kennen sich. Somit ist ein besserer Lerneffekt vorprogrammiert. Die Erfolge können sich, z.B. wie das Sollstedter Solarprojekt, sogar bundesweit sehen lassen.
Auch die Landes-PDS tritt ein für ein längeres gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler in Thüringen bis zur Klassenstufe 8. Dies ermöglicht, soziale Kompetenz und Toleranz bei Anerkennung individueller Verschiedenheit stärker zu entwickeln, heißt es in ihrem Landtagswahlprogamm aus dem vergangenen Jahr.
Die Kreis-FDP hat ihren Standpunkt eindeutig beschrieben: Wo immer es geht, müssen Schulstandorte erhalten werden – kurze Wege für die Kinder und damit auch die Möglichkeit des Einbezuges des Elternhauses – des direkten Kontaktes zwischen Lehrenden und Eltern zur Lösung von Problemen.
Also ist doch die Entscheidung für den Erhalt der Grund- und Regelschule Sollstedt ganz einfach, wenn man die Wahlprogramme ernst nehmen darf. Oder?
Andreas Knuhr, Nordhausen
Autor: nnzDie Regelschule Sollstedt muss für unsere zukünftigen Generation erhalten bleiben. Es stimmt einen schon traurig, wenn man die Nachrichten bezüglich der beabsichtigten Schulschließung der Regelschule in Sollstedt verfolgt, könnte man den Eindruck haben, dass es den Parteien fast egal ist, was da passiert. Bis auf Die Grünen/Bündnis 90 hat sich keine so richtig zu diesem Thema positioniert. Obwohl es doch ganz einfach wäre:
Unser heutiger CDU-Ministerpräsident Herr Althaus hatte zu Zeiten der großen Koalition mit der SPD, damals in der Funktion des Kultusministers, vier Modellversuche der kleinen Regelschule ins Leben gerufen. Alle vier haben sich bewährt. Die CDU des Landkreises hat in ihr Wahlprogramm formuliert, Der Landkreis Nordhausen verfügt über ein gutes Angebot an Grund- und Regelschulen sowie Gymnasien. Die CDU unterstützt auch weiterhin die Sanierung und Profilierung der Schulstandorte. Die individuellen, inhaltlichen Konzeptionen der einzelnen Schulen werden bei der künftigen Planung berücksichtigt.
Die Landes-SPD setzt sich ein für gemeinsames Lernen bis zur Klasse 8. Dafür sind die Bedingungen in Sollstedt optimal. Eine gut besuchte Grundschule ermöglicht es den Schülern der jeweiligen Klassenstufen einen leichteren Übergang zu schaffen. Schüler und Lehrer kennen sich. Somit ist ein besserer Lerneffekt vorprogrammiert. Die Erfolge können sich, z.B. wie das Sollstedter Solarprojekt, sogar bundesweit sehen lassen.
Auch die Landes-PDS tritt ein für ein längeres gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler in Thüringen bis zur Klassenstufe 8. Dies ermöglicht, soziale Kompetenz und Toleranz bei Anerkennung individueller Verschiedenheit stärker zu entwickeln, heißt es in ihrem Landtagswahlprogamm aus dem vergangenen Jahr.
Die Kreis-FDP hat ihren Standpunkt eindeutig beschrieben: Wo immer es geht, müssen Schulstandorte erhalten werden – kurze Wege für die Kinder und damit auch die Möglichkeit des Einbezuges des Elternhauses – des direkten Kontaktes zwischen Lehrenden und Eltern zur Lösung von Problemen.
Also ist doch die Entscheidung für den Erhalt der Grund- und Regelschule Sollstedt ganz einfach, wenn man die Wahlprogramme ernst nehmen darf. Oder?
Andreas Knuhr, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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