tv nt eic kyf msh nnz uhz
Do, 15:14 Uhr
30.08.2018
Thüringer HC startet in den Supercup

Ein Spiel, ein Titel

Am Samstag startet der Deutsche Meister Thüringer HC mit dem Spiel um den Supercup gegen den DHB-Pokalsieger VfL Oldenburg in der Wiedigsburghalle Nordhausen. Man will den ersten Titel holen und sieht sich als klarer Favorit. Ein Spiel, ein Titel - so lautet die Devise der Thüringerinnen..

Doch vorab die schöne Meldung: Kerstin Wohlbold hat am Dienstag gegen 18 Uhr in Erfurt eine kleine Tochter entbunden. Malia Wohlbold ist wohlauf, und Herbert Müller richtet ganz herzliche und liebe Grüße an die langjährige THC-Kapitänin und wünscht den glücklichen Eltern Kerstin und ihrem Mann Marcel viel Spaß und Freude mit ihrer kleinen Tochter.

Anzeige MSO digital
Wenn es am Samstag im Supercup um den ersten Titel der Saison geht, ist der Thüringer HC Favorit. Das sieht Meistertrainer Herbert Müller nicht anders. „Wir wollen die Favoritenrolle annehmen und wir wollen diesen ersten Titel.“ Ein Spiel ein Titel, schneller geht es nicht. Aber es ist alles andere als leicht. Der VfL Oldenburg ist im OLYMP-FINAL4 in Stuttgart, vor der Haustür der SG BBM Bietigheim, über sich hinausgewachsen und hat den haushohen Favoriten geschlagen. Das zeigt auch nach Herbert Müller den Charakter solcher K.o.-Spiele.

Für den THC geht eine lange Vorbereitungsphase zu Ende. Mit dem Saisonauftakt will das Team den Supercup nach 2015 und 2016 an gleicher Stelle, zum dritten Male gewinnen. Er wäre dann der Rekordgewinner des Damen-Supercups überhaupt. Dabei hat das Spiel nach dem Pokalgewinn durch den VFL Oldenburg über die SG BBM Bietigheim, wahrlich nicht die erwartete Konstellation, sagt auch Herbert Müller. Bietigheim war in Stuttgart mit ihrem Hauptsponsor „OLYMP“ Namensgeber und Gastgeber des FINAL 4. Da waren alle anderen Teilnehmer eigentlich nur Statisten, aber, wie so oft im Sport, Pokalspiele haben eigene Regeln. So hat sich der haushohe Favorit in der zurückliegenden Saison weder in der Meisterschaft noch im Pokal durchgesetzt.

Das Spiel in Nordhausen ist nicht nur Titelkampf und Saisonauftakt, es ist auch eine Einladung an die Nordthüringer Sportfreunde und THC-Fans, zahlreich in die Halle zu kommen, um so einen würdigen Auftakt für die Champions League Saison 2018/19 in der internationalen Spielstätte des THC zu gestalten. Herbert Müller will mit dem Supercupspiel die Mannschaft motivieren, Werbung in eigener Sache zu kreieren – den ersten Titel holen!

Dabei lief die Vorbereitung nicht ganz rund, es war wieder einmal durch zahlreiche Verletzungsausfälle ein auf und ab. Dann wurde der ohnehin schon große Umbruch mit fünf neuen Spielerinnen und der Rückkehrerin Anne Hubinger, nach 10-monatiger Verletzungspause, durch die Ausfälle von Beate Scheffknecht und Nina Schilk ein noch größerer.

Beate Scheffknecht hat seit Jahren schon eine schmerzhafte Entzündung im Fersenbereich, jetzt an beiden Füßen. Deshalb musste Herbert Müller die Reißleine ziehen. Beate wird sich operieren lassen und bekommt alle Zeit der Welt, um diese Verletzung völlig auszukurieren. Dafür hat der THC im Rückraum links nun mit Krisztina Tricsuk eine erfahrene ungarische Nationalspielerin verpflichtet. Da sie, wie auch die Linksaußen Jovana Sazdovska erst gegen Ende der Vorbereitung zum THC stießen, bittet Herbert Müller schon noch um etwas Geduld, bis beide Spielerinnen integriert sind. Die Verpflichtung der mazedonischen Nationalspielerin, die letzte Saison noch beim Champions League Finalisten Vardar Skopje gespielt hat, war notwendig geworden, weil unsere im Vorjahr langzeitverletzte Linksaußen Nina Schilk nun auch Mutterfreuden entgegensieht.

Der VfL Oldenburg ist eine Pokalmannschaft schlechthin, hat viermal den DHB-Pokal gewonnen, war 2009 auch Sieger im Supercup. Auch der VfL hat einen Umbruch vollzogen, hat aber immer noch mit Angie Geschke, erfahrene Spiellenkerin und Rekordwerferin, Julia Renner und Kim Birke herausragende Handballerinnen.

Neu im Team ist die Tochter der Trainerin von Halle Neustadt, die unter Herbert Müller spielende österreichische Nationalspielerin Kristina Logvin, die eine junge, aufstrebende und spielintelligente Spielmacherin ist. Der VfL wird alles daransetzen, nach einer wenig überzeugenden Vorbereitungszeit, im Supercup den Favoriten herauszufordern.

Doch Herbert Müller ist davon überzeugt, dass bei allem Respekt vor dem Gegner, der THC die Favoritenrolle annehmen muss und den Titel holen wird. Der Gefahr muss man begegnen, noch ist die THC-Mannschaft, in der ungemein viel Potential steckt noch nicht 100% in Tritt, da braucht es noch Geduld, vielleicht zwei bis drei Wochen Zeit, aber der THC ist bereit, bereit für den ersten Titel und bereit für die Bundesliga.
HaJo Steinbach
Autor: red

Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

→ Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

Anzeige MSO digital

Cookies

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren
nur technisch notwendige