Do, 13:29 Uhr
16.08.2018
Diskussionen zum AKS
Fraktionsvorsitzende im Stadtrat melden sich zu Wort
Nach dem Statements von Michael Mohr (Linke) und Hans-Georg Müller (SPD) veröffentlichen wir nun die Statements von Holger Richter (B90/Grüne) und Steffen Iffland (CDU)...
Momentan trägt das Gutachten leider in der öffentlichen Diskussion dazu bei, dass die drei notwendigen Großrojekte (AKS, Feuerwehr, Theater) gegeneinander ausgespielt werden. Zudem gibt es beispielsweise mit sozialen Einrichtungen, der geplanten Erweiterung des Gipsabbaus am alten Stolberg und den geplanten Radwegen noch viele andere Themen, die der Aufmerksamkeit der Stadtpolitik bedürfen.
Ich bin der Meinung, dass wir ein neues Stadion realisieren müssen und das auch könnten. Feuerwehr und Theater mit mindestens gleicher Priorität ebenfalls. Alles das ist gut für unsere Region und die Fördermittelsituation war selten so gut wie heute.
Der Landrat hat ein Angebot gemacht, der Stadt eines der groß Projekte abzunehmen, damit auf keines verzichtet werden muss.
Natürlich kann man die Beauftragung des Gutachtens als Verhinderungsstrategie auffassen und einige fassen es ja auch so auf. Nach jahrelangem Stillstand zum Thema AKS kann man es allerdings auch so werten, dass eine belastbare Dislussionsgrundlage geschaffen werden sollte. Welche der Intentionen wirklich dahintersteckt, weiß ich natürlich nicht.
Damit das Gutachten nicht als Provokation, sondern als Grundlage aufgefasst wird, Habe ich mich im Ält estenrat dafür eingesetzt, vor einer Veröffentlichung mit dem Landrat darüber zu sprechen. Gemeinsam hätten OB und Landrat vereinbaren können, wie sie mit den Ergebnissen umgehen. Das Ergebnis hätte offen sein können und ja, auch die Standortfrage hätte im Ergebnis durchaus nochmal gestellt werden können.
Aber so ist es leider nicht gekommen, denn in diesem Fall wurde, ohne, dass Landrat, OB und Stadträte die Chance zu einem ordentlichen und vor allem gemeinsamen Umgang damit erhielten, die Öffentlichkeit zu früh informiert. Ich bin sehr für Transparenz, aber hier hätten ein paar Tage mehr "Geheimhaltung" dem Stadionneubau gedient. Das sehe ich jetzt allerdings in Gefahr.
Andere Stadträte haben bereits öffentlich Fragen zum Gutachten gestellt. Die darf man auch stellen, aber zum Ziel, nämlich einem Stadion, tragen diese Fragen jetzt gerade wenig bei.
Ich stelle mir die Frage, wie so schnell Interna aus dem Ältesstenrat an die Öffentlichkeit gelangten, obwohl anderes vereinbart war. Das ist aus meiner Sicht der momentan einzige Fakt, der das Stadionvorhaben gefährdet hat.
Nun gilt es zur Sache zurückzukehren und eine Lösung herbeizuführen. Wir sollten uns der Umsetzung aller Projekte widmen und weniger der öffentlichen Auseinandersetzung. Die Energie dafür ist an anderen Stellen sinnvoller untergebracht.
Konkret: Sind die Ergebnisse des Gutachtens endgültig oder kann auch anders geplant werden? Welcher Standort ist der geeignetste für ein Stadion? Zudem werde ich mich dafür einsetzen, dass die Arbeitsgruppe AKS seitens der Stadt aufgelöst wird und den Thema in die zuständigen Ausschüssen Generationen, Bildung und Sport sowie Stadtentwicklung weiter bearbeitet wird. Dann geht es auch an den Stadträten nicht mehr vorbei. Gern natürlich unter Einbezug von Landrat und Wacker-Vertretern.
Der Oberbürgermeister hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass eigentlich seit Jahren überfällig ist. Denn seit Jahren sprechen Verein und Stadt über Investitionen im AKS und seit Jahren spricht man aneinander vorbei. Der Stadtrat hat beschlossen, dass der Oberbürgermeister mit dem Landrat in Verhandlungen tritt, um eine mögliche Übernahme des AKS zu vereinbaren und im Landkreis beschließen zu lassen.
Das heißt aber nicht, dass von vornherein eine klares Votum des Kreistages zur Übernahme der Wackerspielstätte feststeht. Daher war es auch eine Forderung der CDU, dass trotz der Verhandlungen keine Planungen gestoppt werden und auch die Fördermittel in Erfurt beantragt werden. Wie der Oberbürgermeister hierzu ausführte, war dazu auch jenes nun umstrittene Gutachten nötig. Die fehlende Information dazu, bei der Auftragsauslösung, wie auch im Nachgang wird auch von seitens der CDU kritisiert.
Um aber ein Zerreden der Stadionpläne zu vermeiden, bat ich im Ältestenrat darum, noch keine Studio zu veröffentlichen, bevor der Landrat nicht selbst diese kennt und mit seiner Verwaltung auswerten kann.
Die Studie zeigt, dass die Stadt Nordhausen nicht in der Lage ist, diese Umbaumaßnahmen zu stemmen. Sie zeigt vielmehr, dass man es schaffen kann, wenn man die Pläne auf breite Schultern stellt. Wenn sich nicht nur eine Stadt, sondern eine ganze Region hinter eine starke Fußballmannschaft stellt. Es wäre eine Chance für die Region in Nordthüringen, gerade auch deswegen, weil alle Fußballvereine der Region von einer starken Mannschaft profitieren.
Mit dem Ergebnis der Studie müssen wir umgehend handeln und einen anderen Standort für ein Stadion finden. Dieses Stadion kann auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden, wie Prof. Malich aus unseren Fraktion sagte. Es müssen nun kurzfristig Gespräche mit dem Fördermittelgeber geführt werden, ob dieser Stadionbau mit deutlich mehr Geld gefördert werden kann. Dies ist entscheidend dafür, ob Wacker hier in der Region 3. Liga spielen kann oder nicht.
Autor: redHolger Richter
Ich wusste als Stadtrat weder, dass ein Gutachten beauftragt wurde, noch kenne ich die von der Stadt formulierte Zielsetzung.Momentan trägt das Gutachten leider in der öffentlichen Diskussion dazu bei, dass die drei notwendigen Großrojekte (AKS, Feuerwehr, Theater) gegeneinander ausgespielt werden. Zudem gibt es beispielsweise mit sozialen Einrichtungen, der geplanten Erweiterung des Gipsabbaus am alten Stolberg und den geplanten Radwegen noch viele andere Themen, die der Aufmerksamkeit der Stadtpolitik bedürfen.
Ich bin der Meinung, dass wir ein neues Stadion realisieren müssen und das auch könnten. Feuerwehr und Theater mit mindestens gleicher Priorität ebenfalls. Alles das ist gut für unsere Region und die Fördermittelsituation war selten so gut wie heute.
Der Landrat hat ein Angebot gemacht, der Stadt eines der groß Projekte abzunehmen, damit auf keines verzichtet werden muss.
Natürlich kann man die Beauftragung des Gutachtens als Verhinderungsstrategie auffassen und einige fassen es ja auch so auf. Nach jahrelangem Stillstand zum Thema AKS kann man es allerdings auch so werten, dass eine belastbare Dislussionsgrundlage geschaffen werden sollte. Welche der Intentionen wirklich dahintersteckt, weiß ich natürlich nicht.
Damit das Gutachten nicht als Provokation, sondern als Grundlage aufgefasst wird, Habe ich mich im Ält estenrat dafür eingesetzt, vor einer Veröffentlichung mit dem Landrat darüber zu sprechen. Gemeinsam hätten OB und Landrat vereinbaren können, wie sie mit den Ergebnissen umgehen. Das Ergebnis hätte offen sein können und ja, auch die Standortfrage hätte im Ergebnis durchaus nochmal gestellt werden können.
Aber so ist es leider nicht gekommen, denn in diesem Fall wurde, ohne, dass Landrat, OB und Stadträte die Chance zu einem ordentlichen und vor allem gemeinsamen Umgang damit erhielten, die Öffentlichkeit zu früh informiert. Ich bin sehr für Transparenz, aber hier hätten ein paar Tage mehr "Geheimhaltung" dem Stadionneubau gedient. Das sehe ich jetzt allerdings in Gefahr.
Andere Stadträte haben bereits öffentlich Fragen zum Gutachten gestellt. Die darf man auch stellen, aber zum Ziel, nämlich einem Stadion, tragen diese Fragen jetzt gerade wenig bei.
Ich stelle mir die Frage, wie so schnell Interna aus dem Ältesstenrat an die Öffentlichkeit gelangten, obwohl anderes vereinbart war. Das ist aus meiner Sicht der momentan einzige Fakt, der das Stadionvorhaben gefährdet hat.
Nun gilt es zur Sache zurückzukehren und eine Lösung herbeizuführen. Wir sollten uns der Umsetzung aller Projekte widmen und weniger der öffentlichen Auseinandersetzung. Die Energie dafür ist an anderen Stellen sinnvoller untergebracht.
Konkret: Sind die Ergebnisse des Gutachtens endgültig oder kann auch anders geplant werden? Welcher Standort ist der geeignetste für ein Stadion? Zudem werde ich mich dafür einsetzen, dass die Arbeitsgruppe AKS seitens der Stadt aufgelöst wird und den Thema in die zuständigen Ausschüssen Generationen, Bildung und Sport sowie Stadtentwicklung weiter bearbeitet wird. Dann geht es auch an den Stadträten nicht mehr vorbei. Gern natürlich unter Einbezug von Landrat und Wacker-Vertretern.
Steffen Iffland
Zum aktuellen Zeitpunkt überschlagen sich die Ereignisse zum Thema Albert-Kuntz-Sport-Park. Das Thema müssen wir auch erst innerhalb der Fraktion besprechen, daher kann ich hier nur meine persönliche Meinung wiedergeben.Der Oberbürgermeister hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass eigentlich seit Jahren überfällig ist. Denn seit Jahren sprechen Verein und Stadt über Investitionen im AKS und seit Jahren spricht man aneinander vorbei. Der Stadtrat hat beschlossen, dass der Oberbürgermeister mit dem Landrat in Verhandlungen tritt, um eine mögliche Übernahme des AKS zu vereinbaren und im Landkreis beschließen zu lassen.
Das heißt aber nicht, dass von vornherein eine klares Votum des Kreistages zur Übernahme der Wackerspielstätte feststeht. Daher war es auch eine Forderung der CDU, dass trotz der Verhandlungen keine Planungen gestoppt werden und auch die Fördermittel in Erfurt beantragt werden. Wie der Oberbürgermeister hierzu ausführte, war dazu auch jenes nun umstrittene Gutachten nötig. Die fehlende Information dazu, bei der Auftragsauslösung, wie auch im Nachgang wird auch von seitens der CDU kritisiert.
Um aber ein Zerreden der Stadionpläne zu vermeiden, bat ich im Ältestenrat darum, noch keine Studio zu veröffentlichen, bevor der Landrat nicht selbst diese kennt und mit seiner Verwaltung auswerten kann.
Die Studie zeigt, dass die Stadt Nordhausen nicht in der Lage ist, diese Umbaumaßnahmen zu stemmen. Sie zeigt vielmehr, dass man es schaffen kann, wenn man die Pläne auf breite Schultern stellt. Wenn sich nicht nur eine Stadt, sondern eine ganze Region hinter eine starke Fußballmannschaft stellt. Es wäre eine Chance für die Region in Nordthüringen, gerade auch deswegen, weil alle Fußballvereine der Region von einer starken Mannschaft profitieren.
Mit dem Ergebnis der Studie müssen wir umgehend handeln und einen anderen Standort für ein Stadion finden. Dieses Stadion kann auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden, wie Prof. Malich aus unseren Fraktion sagte. Es müssen nun kurzfristig Gespräche mit dem Fördermittelgeber geführt werden, ob dieser Stadionbau mit deutlich mehr Geld gefördert werden kann. Dies ist entscheidend dafür, ob Wacker hier in der Region 3. Liga spielen kann oder nicht.


