Di, 21:53 Uhr
07.08.2018
In der KSK-Galerie:
Helga Richters Impressionen
Sie liebt Farben. Sie liebt die Natur. Und sie malt gerne. Ihren Bildern sieht man es an. Die Rede ist von der Wolkramshäuser Künstlerin Helga Richter. Die nnz beobachtete sie nicht nur bei der Vorbereitung ihrer ersten Ausstellung in der Galerie der Kreissparkasse, sondern war auch bei der Vernissage dabei…
Helga Richter (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Sebastian Gräser richtete eingangs herzliche Worte der Begrüßung an die trotz großer Hitze erschienenen Gäste und ebenso an die Künstlerin. Wenn auch Helga Richters Kunst seit Dienstagabend erstmals die Wände der KSK-Galerie schmücken, so hat sie doch in den vergangenen Jahren in der Rolandstadt und im Landkreis schon einige Ausstellungen bestritten.
Daran erinnerte auch Jürgen Mehne in seinem einführenden Worten zur Eröffnung der aktuellen Schau. Unter anderem im Mehrgenerationenhaus der LIFT gGmbH, im damaligen Senioren-Begegnungszentrum Nordhausen-Nord und im Foyer des Historischen Landratsamtes. An letzteres erinnert sich Helga Richter besonders gern.
Voller Stolz erzählt sie am Vortag der nnz, dass der damalige Landrat Joachim Claus (CDU) ihre Ausstellung persönlich eröffnet hat. Die heute 78Jährige (das Alter sieht man ihr überhaupt nicht an) gebürtige Großwechsungerin hatte nach dem Ende der Schulzeit Köchin gelernt. Viele Jahre arbeitete sie in Kantinen verschiedener Großbetriebe. In der Urlaubszeit stellte sie ihre Kochkünste oft in Einrichtungen des FDGB-Feriendienstes an der Ostsee unter Beweis.
Zwar hatte sie bereits in der 5. Klasse mit dem Malen begonnen. Es waren damals vor allem Porträts von Politikern. Und ihre Mitschüler bewunderten sie für ihr Talent. Doch nach der Schule kam die Lehre, die Gründung einer Familie und reichlich Arbeit. Da war ans Malen nicht zu denken.
Das änderte sich erst, als Helga Richter in Rente ging. Sie griff zu Malkarton, Farben und Pinsel – und zauberte, das, was sie sah und ihr gefiel, aufs Papier. Frühzeitig verstarb ihr Mann. 1996 wanderte sie für längere Zeit nach Spanien aus. Sie verliebte sich in das Land. In der Nähe von Alicante fand sie ein neues Zuhause und ausreichend Motive für ihre Kunst. Vor allem in der Winterzeit war dort nichts los. Die Stille tat ihr gut – Bilder über Bilder entstanden.
2001 schließlich nahm sie schweren Herzens Abschied von Spanien, das inzwischen zu ihrer zweiten Heimat geworden war, und kam zurück nach Deutschland. Sie zog zu ihrem Sohn nach Wolkramshausen. Fortan suchte sie nach neuen Motiven – und fand sie in und um Nordhausen. Vielfach nahm sie auch Postkarten zur Hand und malte ab. Freimütig gesteht sie: Ich bin eine Abmalerin.
47 Bilder umfasst ihre aktuelle Schau, sämtlich in Acryl-Technik ausgeführt. Wer sich für gegenständliche und farbenfrohe Malerei interessiert, dem seien die Impressionen von Helga Richter sehr empfohlen. Bis zum 14. September ist dies zu den Öffnungszeiten der Kreissparkasse am Nordhäuser Kornmarkt, Montag bis Freitag von 08.00 bis 18.00 Uhr, möglich.
Mit flotten Musikstücken erfreute Emely Bruchmann von der Kreismusikschule Nordhausen, die sowohl das elektrische Klavier wie auch ihre Gitarre meisterlich beherrschte, das anwesende Publikum. Das wiederum dankte mit herzlichem Applaus.
Georg Backhaus
Autor: nnz
Helga Richter (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Sebastian Gräser richtete eingangs herzliche Worte der Begrüßung an die trotz großer Hitze erschienenen Gäste und ebenso an die Künstlerin. Wenn auch Helga Richters Kunst seit Dienstagabend erstmals die Wände der KSK-Galerie schmücken, so hat sie doch in den vergangenen Jahren in der Rolandstadt und im Landkreis schon einige Ausstellungen bestritten.
Daran erinnerte auch Jürgen Mehne in seinem einführenden Worten zur Eröffnung der aktuellen Schau. Unter anderem im Mehrgenerationenhaus der LIFT gGmbH, im damaligen Senioren-Begegnungszentrum Nordhausen-Nord und im Foyer des Historischen Landratsamtes. An letzteres erinnert sich Helga Richter besonders gern.
Voller Stolz erzählt sie am Vortag der nnz, dass der damalige Landrat Joachim Claus (CDU) ihre Ausstellung persönlich eröffnet hat. Die heute 78Jährige (das Alter sieht man ihr überhaupt nicht an) gebürtige Großwechsungerin hatte nach dem Ende der Schulzeit Köchin gelernt. Viele Jahre arbeitete sie in Kantinen verschiedener Großbetriebe. In der Urlaubszeit stellte sie ihre Kochkünste oft in Einrichtungen des FDGB-Feriendienstes an der Ostsee unter Beweis.
Zwar hatte sie bereits in der 5. Klasse mit dem Malen begonnen. Es waren damals vor allem Porträts von Politikern. Und ihre Mitschüler bewunderten sie für ihr Talent. Doch nach der Schule kam die Lehre, die Gründung einer Familie und reichlich Arbeit. Da war ans Malen nicht zu denken.
Das änderte sich erst, als Helga Richter in Rente ging. Sie griff zu Malkarton, Farben und Pinsel – und zauberte, das, was sie sah und ihr gefiel, aufs Papier. Frühzeitig verstarb ihr Mann. 1996 wanderte sie für längere Zeit nach Spanien aus. Sie verliebte sich in das Land. In der Nähe von Alicante fand sie ein neues Zuhause und ausreichend Motive für ihre Kunst. Vor allem in der Winterzeit war dort nichts los. Die Stille tat ihr gut – Bilder über Bilder entstanden.
2001 schließlich nahm sie schweren Herzens Abschied von Spanien, das inzwischen zu ihrer zweiten Heimat geworden war, und kam zurück nach Deutschland. Sie zog zu ihrem Sohn nach Wolkramshausen. Fortan suchte sie nach neuen Motiven – und fand sie in und um Nordhausen. Vielfach nahm sie auch Postkarten zur Hand und malte ab. Freimütig gesteht sie: Ich bin eine Abmalerin.
47 Bilder umfasst ihre aktuelle Schau, sämtlich in Acryl-Technik ausgeführt. Wer sich für gegenständliche und farbenfrohe Malerei interessiert, dem seien die Impressionen von Helga Richter sehr empfohlen. Bis zum 14. September ist dies zu den Öffnungszeiten der Kreissparkasse am Nordhäuser Kornmarkt, Montag bis Freitag von 08.00 bis 18.00 Uhr, möglich.
Mit flotten Musikstücken erfreute Emely Bruchmann von der Kreismusikschule Nordhausen, die sowohl das elektrische Klavier wie auch ihre Gitarre meisterlich beherrschte, das anwesende Publikum. Das wiederum dankte mit herzlichem Applaus.
Georg Backhaus
















