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Do, 16:29 Uhr
02.08.2018
Tiertransporte – Tortur auf Europas Straßen

Nordhäuser bei Aktion in Erfurt dabei

Täglich werden unglaubliche 3,7 Millionen Tiere in Deutschland zu Schlachthöfen oder Zwischenstationen transportiert. Mit der Kampagne „Truck You“ und einem umgebauten Tiertransporter touren zurzeit Tierrechtler des „Deutschen Tierschutzbüros“ durch Deutschland, um auf die Problematik von Massentierhaltung und Tiertransporten aufmerksam zu machen. Die Tierrechtsinitiative Nordhausen unterstützte diese Aktion gestern in Erfurt...

Bei Demo in Erfurt dabei (Foto: privat) Bei Demo in Erfurt dabei (Foto: privat)
Mit Videos aus echten Tiertransportern wird das Leid transportierter Tiere im Truck sichtbar: Sie sind eingepfercht, hungrig, durstig, verletzt, schreien vor Angst, haben kaum Luft zum Atmen. Die Tiere leiden unter der unerträglichen Enge in den Transportern, unter oft drückender Hitze oder extremer Kälte, quälendem Durst und verletzungsbedingten Schmerzen.

Trotz gesetzlicher Mindestvorgaben leiden die Tiere unvorstellbare Qualen in den Tiertransportern. Aufgrund der agrarwirtschaftlichen Trennung von Zucht- und Mastbetrieben werden Tiere sogar mehrmals in ihrem Leben transportiert, und das über verschiedene Ländergrenzen. So ist es nicht unüblich, dass ein Kalb in Dänemark geboren, im Alter von wenigen Wochen nach Deutschland transportiert wird, um dann kurze Zeit später als gemästetes Rind tagelang nach Spanien zum Schlachten gefahren zu werden.

Für die Tiere bedeuten diese aus Profitgier getroffenen Entscheidungen enorme Belastungen. Extreme Temperaturbedingungen, unzureichende Versorgung mit Wasser und Futter sowie nicht eingehaltene Pausen führen nicht selten zum Tod von Tieren in Transportern. Während eines Transports zur Sommerzeit herrschen nicht selten im Fahrzeuginneren Temperaturen über 40°C, die die Tiere über Stunden oder gar Tage aushalten müssen. Gleichzeitig haben die Tiere keine ausreichenden Möglichkeiten zu trinken.

Die Tränkvorrichtungen sind üblicherweise nur an den Seiten des Innenraums angebracht, sodass bei einem vollen Transport, in dem sich die Tiere sowieso kaum bewegen können, nicht jedes Tier Zugang zum Wasser hat. Die Tierschutzverordnung sieht dies aber vor. Kontrolliert werden lediglich 1% der täglichen Transporte.

Laut Verordnung dürfen innerstaatliche Transporte zu einem Schlachtbetrieb nicht länger als acht Stunden dauern. Die Praxis sieht durch zahlreiche Ausnahmeregelungen jedoch anders aus. Nicht selten werden Tiere länger als 24 Stunden transportiert. Besonders problematisch sind Transporte in Länder außerhalb der EU. Denn dort gelten andere Gesetze, bei denen das Wohlbefinden der Tiere bei Haltung, Transport und Schlachtung noch weniger Beachtung finden.

Kommen die Tiere nach Tagen endlich am Zielort an, sind sie meist völlig entkräftet und viele brechen vor Erschöpfung zusammen. Beim Verladen verletzen sie sich auf der Rampe, brechen sich teilweise sogar Gliedmaßen. In solchen Fällen darf mit Elektroschockern wieder aufgetrieben werden. Dann kann die qualvolle Reise auf Straßen oder Schiffen tagelang ungehindert weitergehen.
Tierrechtsinitiative Nordhausen
Autor: red

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Kommentare
Jens 1306
02.08.2018, 18:52 Uhr
Witz
Dies ist der größte Käse, der deutsche hat für jeden scheiss harte Gesetze , Vorschriften und Kontrollen.
Sicher gibt es immer und überall schwarze Schafe, aber bitte nicht übertreiben
1234567
03.08.2018, 08:04 Uhr
Papier
ist geduldig. Wer schreibt, der bleibt. Hier ist aktives Handeln viel wichtiger. Es ist gut, dass es Leute gibt, die sich davor nicht scheuen. Wenn man sich auf die Gesetze und Politiker verlässt, dann ist man verlassen. Macht endlich Schluss mit der Massentierhaltung. Hier ist die Politik gefragt. Jetzt gibts sogar noch für die dürregeplagten Bauern Entschädigungen. Der Verlust durch Ernteausfälle wird sowieso auf die Preise für den Verbraucher aufgeschlagen. So hat das Massenleiden und -sterben von Nutztieren nie ein Ende.
Gallo
03.08.2018, 21:54 Uhr
Leider nicht witzig
... ist dieses Thema und wie der Großteil der Deutschen ( mit großem D ) damit umgeht.
Lecker Wurst vom Grill. Der Weg bis dahin ist für das Tier voller Qualen. Selbst als Thüringer ist das für mich nicht akzeptabel.
Dazu braucht es Einsicht und ein gewisses Verständnis.
Die guten alten Zeiten, wo noch selbst geschlachtet wurde, sind doch längst vorbei. Nur noch subventionierte Massenproduktion. Nein danke.
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