Mo, 09:22 Uhr
23.07.2018
Neues aus dem Wacker-Lager
"Das wird eine spannende Saison"
Am Freitag startet Wacker Nordhausen in die selbsternannte Aufstiegssaison. Mit dem Spiel in Nordhausen gegen die Zweite von Hertha BSC wird zugleich der offizielle Auftakt in die Saison der Regionalliga Nordost vollzogen. Vorab sprachen wir mit NOFV-Chef Rainer Milkoreit...
Rainer Milkoreit (Foto: privat)
Herr Milkoreit, hier in Nordhausen wird am Freitag die wahrscheinlich am stärksten besetzte Saison im Nordosten seit der Neugründung der Regionalliga eröffnet. Wie viel weinendes und wie viel lachendes Auge sind bei Ihnen dabei?
Rainer Milkoreit: Wir hätten es natürlich lieber gesehen, wenn die beiden Drittligisten oben geblieben wären. Andererseits wissen wir aber auch so, wie stark die Nordost-Staffel ist, was die 5 von 6 möglichen Aufstiege unserer Teams in der Vergangenheit eindrucksvoll beweisen. Die Liga ist stark, die Region ist stark und das Interesse der Medien sehr groß. Dieses Jahr muss der Meister nicht in die Relegation, das wird sehr spannend.
Als Thüringer, Ex-Fußballer, Funktionär und derzeitiger Präsident eines 6-Länder-Verbandes kennen sie viele Vereine und deren Innenleben. Wenn es nun zum Thüringer Duell zwischen Wacker und Rot-Weiß kommt, für wen schlägt ihr Herz?
Rainer Milkoreit: Oh, da muss ich mich natürlich neutral verhalten, aber schon durch meine Jugendzeit, in der ich in Nordhausen spielte, habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu Wacker.
Wen sehen Sie als klare Aufstiegsaspiranten und warum?
Rainer Milkoreit: Das ergibt sich schon aus der letzten Saison: Wacker wird zu beachten sein, der BFC, eventuell auch Lok Leipzig. Die haben sich alle noch mal verstärkt. Aber durch die zuletzt getätigten Transfers muss man auch beim CFC und Rot-Weiß davon ausgehen, dass die eine entscheidende Rolle spielen werden. Langfristig will ja auch Viktoria Berlin mit chinesischen Investoren etwas aufbauen, aber davon ist momentan noch nichts zu spüren. Fakt ist, dass der Meister diese Saison nicht wieder 30 Punkte Vorsprung haben wird.
Anfang des Jahres konnten Sie mit großem Engagement die Zerschlagung der Nordost-Staffel durch den DFB verhindern. Wie hat sich die Situation seither entwickelt? Wann stehen hier wieder Entscheidungen an?
Rainer Milkoreit: Die Zwischenlösung für die nächsten beiden Jahr steht und ich gehe davon aus, dass auf dem nächsten DFB-Bundestag 2019 eine Entscheidung fallen wird, wie es in Zukunft laufen soll. Derzeit arbeitet eine adhoc-Kommission an einem Vorschlag, in der wir prominent vertreten sind. Natürlich wollen alle Verbände ihre Ligen behalten.
Die Fußball-WM war aus deutscher Sicht gelinde gesagt eine Katastrophe. Können Sie die Entscheidung der DFB-Führung nachvollziehen, kurz vor einem solchen Turnier mit dem Trainer um vier Jahre zu verlängern?
Rainer Milkoreit: Das geschieht nicht zum ersten Mal und man will damit die handelnden Personen stützen. Schließlich hat Jogi Löw über viele Jahre solide Arbeit geleistet. Nun muss er schnell die aufgetretenen Fehler korrigieren und in die Erfolgsspur zurückfinden.
Autor: red
Rainer Milkoreit (Foto: privat)
Herr Milkoreit, hier in Nordhausen wird am Freitag die wahrscheinlich am stärksten besetzte Saison im Nordosten seit der Neugründung der Regionalliga eröffnet. Wie viel weinendes und wie viel lachendes Auge sind bei Ihnen dabei?
Rainer Milkoreit: Wir hätten es natürlich lieber gesehen, wenn die beiden Drittligisten oben geblieben wären. Andererseits wissen wir aber auch so, wie stark die Nordost-Staffel ist, was die 5 von 6 möglichen Aufstiege unserer Teams in der Vergangenheit eindrucksvoll beweisen. Die Liga ist stark, die Region ist stark und das Interesse der Medien sehr groß. Dieses Jahr muss der Meister nicht in die Relegation, das wird sehr spannend.
Als Thüringer, Ex-Fußballer, Funktionär und derzeitiger Präsident eines 6-Länder-Verbandes kennen sie viele Vereine und deren Innenleben. Wenn es nun zum Thüringer Duell zwischen Wacker und Rot-Weiß kommt, für wen schlägt ihr Herz?
Rainer Milkoreit: Oh, da muss ich mich natürlich neutral verhalten, aber schon durch meine Jugendzeit, in der ich in Nordhausen spielte, habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu Wacker.
Wen sehen Sie als klare Aufstiegsaspiranten und warum?
Rainer Milkoreit: Das ergibt sich schon aus der letzten Saison: Wacker wird zu beachten sein, der BFC, eventuell auch Lok Leipzig. Die haben sich alle noch mal verstärkt. Aber durch die zuletzt getätigten Transfers muss man auch beim CFC und Rot-Weiß davon ausgehen, dass die eine entscheidende Rolle spielen werden. Langfristig will ja auch Viktoria Berlin mit chinesischen Investoren etwas aufbauen, aber davon ist momentan noch nichts zu spüren. Fakt ist, dass der Meister diese Saison nicht wieder 30 Punkte Vorsprung haben wird.
Anfang des Jahres konnten Sie mit großem Engagement die Zerschlagung der Nordost-Staffel durch den DFB verhindern. Wie hat sich die Situation seither entwickelt? Wann stehen hier wieder Entscheidungen an?
Rainer Milkoreit: Die Zwischenlösung für die nächsten beiden Jahr steht und ich gehe davon aus, dass auf dem nächsten DFB-Bundestag 2019 eine Entscheidung fallen wird, wie es in Zukunft laufen soll. Derzeit arbeitet eine adhoc-Kommission an einem Vorschlag, in der wir prominent vertreten sind. Natürlich wollen alle Verbände ihre Ligen behalten.
Die Fußball-WM war aus deutscher Sicht gelinde gesagt eine Katastrophe. Können Sie die Entscheidung der DFB-Führung nachvollziehen, kurz vor einem solchen Turnier mit dem Trainer um vier Jahre zu verlängern?
Rainer Milkoreit: Das geschieht nicht zum ersten Mal und man will damit die handelnden Personen stützen. Schließlich hat Jogi Löw über viele Jahre solide Arbeit geleistet. Nun muss er schnell die aufgetretenen Fehler korrigieren und in die Erfolgsspur zurückfinden.

