Mo, 09:42 Uhr
17.01.2005
Nur noch eine Hülle?
Nordhausen (nnz). Das EC-BIC bei Nordhausen hat Probleme. Zwar gilt die Gesellschaft BIC Nordthüringen GmbH noch nicht als überschuldet, doch ihre Existenz ist so sicher auch nicht mehr.
Alle Beteiligungen des Landkreises Nordhausen sollen auf den Tisch, sagte Landrat Joachim Claus (CDU) heute in einem nnz-Interview. Mit anderen Worten, sie sollen überprüft werden, auch die des BIC. Hier hält der Landkreis Nordhausen 15 Prozent, doch viel Freude kommt mittlerweile mit dieser Beteiligung nicht auf. Auch nicht bei der Stadt Nordhausen, die ebenso viele Anteile hält.
Als das BIC bei Nordhausen als die Innovationsschmiede im Jahr 1994 an den Start ging, gab es Visionen über Visionen. Bereits damals gab es auch Überlegungen, in Nordhausen eine Fachhochschule zu etablieren. Mittlerweile gibt es beide Einrichtungen und sie scheinen in einigen Feldern zu konkurrieren. Zur Zeit sind rund 30 Firmen mit etwa 60 beschäftigten im BIC eingemietet, heißt es im Beteiligungsbericht der Stadt Nordhausen für das Jahr 2003. Doch dort ist auch zu lesen, daß zum 31. 12. 2003 ein Bilanzverlust von rund 2,1 Millionen Euro ausgewiesen wurde. Eine stolze Summe, die eine geradlinige Entwicklung in den Jahren davor genommen hatte – nach oben.
Die Umsatzerlöse sind ebenso rückläufig wie alle anderen Erlöse, erkennt die Stadtverwaltung und gibt auch die Antwort, was auf die geringe Auslastung der zu vermietenden Räumlichkeiten an den Standorten Nordhausen und Sondershausen zurückzuführen ist. Im Jahr 2003 betrug die Auslastung 43 Prozent, vier Prozent weniger als noch im Jahr davor. Auch der Jahresfehlbetrag 2003 war um mehr als 13.000 Euro gestiegen, er lag im Jahr 2003 bei 153.605 Euro.
Überschuldet ist die GmbH allerdings noch nicht. Doch das ist lediglich einem einzigen Umstand geschuldet. Bei einer Überprüfung war festgestellt worden, daß die GmbH noch über angemessenes Vermögen verfüge: Die Immobilien und Grundstücke. Doch ohne Inhalt, ohne Leben ist dieses einstige Instrument der Wirtschaftsförderung nicht mehr viel wert.
Autor: nnzAlle Beteiligungen des Landkreises Nordhausen sollen auf den Tisch, sagte Landrat Joachim Claus (CDU) heute in einem nnz-Interview. Mit anderen Worten, sie sollen überprüft werden, auch die des BIC. Hier hält der Landkreis Nordhausen 15 Prozent, doch viel Freude kommt mittlerweile mit dieser Beteiligung nicht auf. Auch nicht bei der Stadt Nordhausen, die ebenso viele Anteile hält.
Als das BIC bei Nordhausen als die Innovationsschmiede im Jahr 1994 an den Start ging, gab es Visionen über Visionen. Bereits damals gab es auch Überlegungen, in Nordhausen eine Fachhochschule zu etablieren. Mittlerweile gibt es beide Einrichtungen und sie scheinen in einigen Feldern zu konkurrieren. Zur Zeit sind rund 30 Firmen mit etwa 60 beschäftigten im BIC eingemietet, heißt es im Beteiligungsbericht der Stadt Nordhausen für das Jahr 2003. Doch dort ist auch zu lesen, daß zum 31. 12. 2003 ein Bilanzverlust von rund 2,1 Millionen Euro ausgewiesen wurde. Eine stolze Summe, die eine geradlinige Entwicklung in den Jahren davor genommen hatte – nach oben.
Die Umsatzerlöse sind ebenso rückläufig wie alle anderen Erlöse, erkennt die Stadtverwaltung und gibt auch die Antwort, was auf die geringe Auslastung der zu vermietenden Räumlichkeiten an den Standorten Nordhausen und Sondershausen zurückzuführen ist. Im Jahr 2003 betrug die Auslastung 43 Prozent, vier Prozent weniger als noch im Jahr davor. Auch der Jahresfehlbetrag 2003 war um mehr als 13.000 Euro gestiegen, er lag im Jahr 2003 bei 153.605 Euro.
Überschuldet ist die GmbH allerdings noch nicht. Doch das ist lediglich einem einzigen Umstand geschuldet. Bei einer Überprüfung war festgestellt worden, daß die GmbH noch über angemessenes Vermögen verfüge: Die Immobilien und Grundstücke. Doch ohne Inhalt, ohne Leben ist dieses einstige Instrument der Wirtschaftsförderung nicht mehr viel wert.

