Mo, 07:22 Uhr
17.01.2005
Einst galten sie als Drückeberger
Nordhausen (nnz). In der Versorgung von Pflegebedürftigen und Kranken droht in diesem Sommer ein empfindlicher Personalengpass. Über den Grund informiert Ihre nnz.
Es ist längst Geschichte, dass mit der Einführung der Wehrpflicht in den fünfziger Jahren in der BR Deutschland das Problem der Wehrdienstverweigerer erstand, in denen man vielfach Drückeberger zu sehen glaubte. Es dauerte Jahre, bis man die jungen Verweigerer schließlich 1961 als Ersatzdienstleistende einzusetzen begann. Mit der Zeit wurden sie gefragte und schließlich geradezu unersetzliche Arbeitskräfte in der Sozialfürsorge.
Wie sehr sie fester Bestandteil im sozialen Bereich wurden, droht sich gerade in diesem Jahr sehr empfindlich bemerkbar zu machen: Nach Angaben des Bundesamtes für Zivildienst nämlich werden in den Monaten Juni, Juli und August nur 50.000 der 150.000 Stellen besetzt sein. Derzeit leisteten noch 81.500 Zivis ihren Ersatzdienst ab.
Ursachen des Rückgangs seien die auf neun Monate verkürzte Dienstzeit, die geburtenschwachen Jahrgänge, die vereinfachten Kriterien für die Rückstellung vom Dienst sowie die Tatsache, dass Männer der (drittbesten) Tauglichkeitsstufe T 3 nicht mehr eingezogen würden.
Autor: nnzEs ist längst Geschichte, dass mit der Einführung der Wehrpflicht in den fünfziger Jahren in der BR Deutschland das Problem der Wehrdienstverweigerer erstand, in denen man vielfach Drückeberger zu sehen glaubte. Es dauerte Jahre, bis man die jungen Verweigerer schließlich 1961 als Ersatzdienstleistende einzusetzen begann. Mit der Zeit wurden sie gefragte und schließlich geradezu unersetzliche Arbeitskräfte in der Sozialfürsorge.
Wie sehr sie fester Bestandteil im sozialen Bereich wurden, droht sich gerade in diesem Jahr sehr empfindlich bemerkbar zu machen: Nach Angaben des Bundesamtes für Zivildienst nämlich werden in den Monaten Juni, Juli und August nur 50.000 der 150.000 Stellen besetzt sein. Derzeit leisteten noch 81.500 Zivis ihren Ersatzdienst ab.
Ursachen des Rückgangs seien die auf neun Monate verkürzte Dienstzeit, die geburtenschwachen Jahrgänge, die vereinfachten Kriterien für die Rückstellung vom Dienst sowie die Tatsache, dass Männer der (drittbesten) Tauglichkeitsstufe T 3 nicht mehr eingezogen würden.


