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So, 16:32 Uhr
24.06.2018
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom

Ein besonderer Tag auch für Richard Hentrich

Dieser Sonntag ist nicht nur ein Festtag für die Katholiken im Landkreis Nordhausen. Es dürfte auch ein freudiger Tag für die Einwohner der Rolandstadt und darüber hinaus sein. Schon seit Palmsonntag erstrahlt nach fast einjähriger Bauzeit der Dom im neuen Glanz (nnz berichtete). Und seit Freitag erklingt nun auch die Klais-Orgel nach Abschluss der Generalreinigung wieder. nnz war beim Festgottesdienst mit dabei…

Pfarrer Hentrich und Bischof Neymeyr (Bildmitte) (Foto: Hans-Georg Backhaus) Pfarrer Hentrich und Bischof Neymeyr (Bildmitte) (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Das feierliche Hochamt stand ganz im Zeichen des Mathildenjubiläums. Am 14. März 2018 hatte sich der 1050. Todestag von Königin Mathilde gejährt. Daran erinnerte auch der Erfurter Diözesanbischof Dr. Ulrich Neymeyr in seiner Begrüßung zu Beginn des Gottesdienstes und in seiner Predigt. Der Geistliche brachte seine Freude über das umfangreich sanierte Nordhäuser Gotteshaus zum Ausdruck und dass nun auch die Orgel wieder erklingen kann.

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Er würdigte das Wirken der Heiligen Mathilde, die nach dem Tod ihres Gemahls König Heinrich I. die Burganlage als Witwensitz erhalten und 961 darauf ein Frauenstift errichtete. Neymeyr bezeichnete Mathilde als „Wohltäterin der Armen und Kranken“.

Der Bischof aus Erfurt hatte während des Gottesdienstes ein weiteres freudiges Ereignis zu verkünden. An diesem Tag vor genau 40 Jahren wurde Pfarrer Richard Hentrich durch den damaligen Bischof Hugo Aufterbeck im Erfurter Dom zum Priester geweiht. Dompfarrer Hentrich wurde aus diesem Grunde vom Bischof sowie weiteren Vertretern der Domgemeinde für sein segensreiches Wirken herzlich gedankt.

Der Geistliche steht seit September 2004 der Domgemeinde vor und ist für seine lebhaften und mit dem täglichen Leben verbundenen Predigten und seine Teilnahme an ungezählten gesellschaftlichen Ereignissen in Stadt und Landkreis Nordhausen bekannt und wird auch von Nichtchristen hoch geschätzt. Immer wieder setzte und setzt er Zeichen der Verbundenheit mit den evangelischen Christen. Deshalb galt sein Dank und der von mehreren Gemeindevertretern auch der Blasii-Gemeinde und der Christus-Gemeinde (Baptisten), bei denen die Nordhäuser Katholiken nahezu ein Jahr zu Gast sein durften.

Nach dem Hochamt fand sich die Gemeinde, evangelische Glaubensbrüder und zahlreiche Gäste auf dem Domhof zum Gemeindefest ein. Ein Imbiss war vorbereitet, und die Haileite - Musikanten sorgten für gute Stimmung. Um 14 Uhr begann im Dom das Kindermusical „Das goldenen Kalb“, dargeboten von der Kinder- und Jugendschola der Domgemeinde. Und schließlich steht für 17 Uhr ein Benefizkonzert mit Kirchenmusikdirektor Prof. Silvius von Kessel aus Erfurt noch auf dem Programm. Der Eintritt ist frei. Die Kollekte am Ausgang ist für die Restfinanzierung der Orgelreinigung gedacht.
Hans-Georg Backhaus
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Festliches Hochamt mit Bischof Neymeyr im Nordhäuser Dom (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Autor: red

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Kommentare
Real Human
25.06.2018, 16:16 Uhr
Personenkult in Reinkultur?
Zu Zeiten von Stalin, Ulbricht, Honecker usw. gab es auch einen besonderen Heiligenkult – z.B. um Ernst Thälmann, Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Klara Zetkin usw.. Alle diese Säulenheiligen hatten auch ihre Verdienste. Von ihren Inhalten – geschweige von ihren Widersprüchen – ist kaum etwas hängengeblieben. Vielleicht hätte die SED die Kirchen enteignen und dort jeden Sonntag mantrahafte Predigten zu ihren neuen Heiligen halten sollen? Wobei immer Teilnehmerlisten hätten geführt werden müssen.

„China hat begonnen, ein Sozialpunktesystem einzuführen: 1000 Punkte hat jeder auf seinem Konto. Wer eine rote Ampel missachtet, bekommt Abzüge. Wer eifrig andere bewertet, erhält Pluspunkte. Der Kontostand entscheidet über Wohnung, Arbeit, Bildungschancen.“ (http://www.deutschlandfunk.de/china-guter-buerger-schlechter-buerger.886.de.html?dram:article_id=415783)

Nein, die heutigen deutschen „Amtskirchen“ (Googeln!) sind weitestgehend ihrer mittelalterlichen inquisitorischen Macht enthoben aber wenn ich ins allerchristlichste Bayern hineinhöre, vernehme ich Markus Söders Kreuz-Pflicht-Erlass für bayerische Landesbehörden. Bei jedem Demokraten sollten „eigentlich“ die Alarmglocken schrillen. Aber wo leben wir denn „eigentlich“?

In einer …

• Demokratie?
• Theokratie?

oder in einer

• Lobbykratie?

Die christliche Dreifaltigkeitslehre (Trinität) könnte als eine schöne Analogie herhalten:

Ganz oben stehen die Interessen der Lobby, der jeweiligen oder ewigen Eliten. Sie sind quasi der Heilige Geist des Systems. „Götter“ und „Gott“ wurden von ihr erfunden und ihren jeweiligen Bedürfnissen angepasst. Z.B. die Protestantische Ethik den Tugenden des Kapitalismus. „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!“ Die Lobby agiert aus dem Verborgenen. „Think tanks“, „Positives Denken“, „Neuro-Linguistisches Programmieren“ (NLP) sind einige wenige Stichpunkte.

Diesem untergeordnet verrichten die jeweiligen mehr oder weniger demokratisch legitimierten Halbgötter (Minister, Parlamentarier, Kleriker, Beamte, Leitmedien) ihren Dienst. Kennzeichen der „Leitmedien“ ist u.a., dass sie vermeintlich oder tatsächlich systemschädliche Nachrichten unterdrücken oder erst spät senden bzw. gewünschte Inhalte zur besten Sendezeit ausstrahlen. Hier aber – an der Grenzschicht zur Basis – entstehen schon die heftigsten Turbulenzen. Durch das Internet sind, wie niemals zuvor, sehr stabile (sekundäre) Wirbel entstanden, in denen sich falsche aber auch richtige Verschwörungstheorien lange halten können.

Ziemlich weit unten beginnt die Welt des Demos (des Volkes) und auch die des Zimmermannssohnes (Jesus). Hier fragt man – wenn das anstrengende Alltagsleben überhaupt dazu Zeit lässt! – „Wem nützt es? (Cui bono?)“ Wem nützt eigentlich der Rückblick auf „das Wirken der Heiligen Mathilde“, einer längst verblichenen Adligen aus einer Zeit vor über tausend Jahren? Wer an die Auferstehung der Toten wirklich glaubt, sollte sich darauf freuen, sich bald mit ihr persönlich unterhalten zu können. Oder ist der zum Bekenntnis gehörende Glaube an die Auferstehung des Fleisches nichts weiter als frommer Mummenschanz – Opium (zur Schmerzlinderung), Kokain (zur Leistungssteigerung), LSD (bunte Bilder) fürs Volk?

Was würde wohl der wirkliche – nicht der legendäre – Jesus dazu sagen? Ich habe eine schöne Webseite dazu entdeckt. Sie nennt sich DER THEOLOGE und sollte ruhig mal angeklickt werden.

„Die Botschaft des Jesus von Nazareth war schlicht und kraftvoll, und Er sprach Herz und Verstand an. Zeremonien, Rituale und ein religiöses Gehabe gab es bei Ihm nicht. Anders bei den damaligen "Schriftgelehrten", Theologen und Intellektuellen, die mit ihrem Wissen, ihrer Redekunst und ihrem Einfluss ihr Ego in den Vordergrund stellten. Sie waren die Gegner von Jesus. Un[d] wer sind heute diese "Gelehrten"? Wie ist unter ihrer Führung die Kirche entstanden? Und wie hat sie sich bis heute entwickelt?“, so steht es dort passend zu dieser Selbstbeweihräucherung.

Jörg Birkefeld
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