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Di, 13:16 Uhr
11.01.2005

„Ehe“ hat sich bewährt

Nordhausen (nnz). Seit rund 15 Jahren arbeiten die Nordbrand Nordhausen GmbH und die Spedition Blanke zusammen. Jetzt wurde ein neues Kapitel dieser Wirtschafts-Ehe aufgeschlagen. Die nnz hat sich in den riesigen Hallen an Nordhäuser Südstraße umgesehen...

„Ehe“ hat sich bewährt (Foto: nnz) „Ehe“ hat sich bewährt (Foto: nnz)

Manfred Blanke ist nicht nur der Chef über 155 Mitarbeiter und 60 Brummis, er kann auch noch selbst einen Gabelstapler fahren. Das bewies der Firmengründer heute der nnz. In der neuesten Halle der Blanke-Spedition rangierte er eine Pallette mit Echtem Nordhäuser kurz hin und her. Mehr ging nicht, denn dann hätte Manfred Blanke das neue PC-gesteuerte Logistiksystem völlig durcheinandergebracht. Doch mal ehrlich – Gabelstaplerfahren ist nicht unbedingt der Job des Manfred Blanke. Der Seniorchef kümmert sich zusammen mit seinen beiden Söhnen um den reibungslosen Umschlag der hochprozentigen Produkte aus dem Hauses Eckes.

Was mit Nordbrand in Nordhausen im Jahr 1990 begann, konnte mittlerweile auf die gesamte Alkoholsparte des Eckes-Konzerns ausgedehnt werden. Alles, was an Spitiuosen, Sekt oder Weinen in Nordhausen in die Flaschen kommt, das wird in der Südstraße „logistisch“ betreut. Es wird kommissioniert – auf gut deutsch – es wird für die Abnehmer versandfertig gemacht.

Seit kurzem mittels PC. Das alles nennt sich Chargen-Rückverfolgungsystem. Da stehen die Paletten mit Mariacron, Sekt oder dem Echtem Nordhäuser ordentlich ausgerichtet in Reih` und Glied. Oben drüber hängt ein Strichcode, der mittels Laser abgelesen wird. Vom Eingang der Ware bis zum Verlassen der 15.000 Quadratmeter Hallenfläche wird nichts dem Zufall, sondern einem schlauen Rechner und erfahrenen Leuten überlassen. Das Lagersystem ist das „Feinste“, was derzeit auf dem Markt zu haben ist, mit ihm können die einzelnen Chargen rückverfolgt werden. Eine Forderung die sowohl der Handel als auch die EU aufgemacht haben und der sich Nordbrand und Blanke gemeinsam gestellt haben. 500.000 Euro haben sich die beiden Unternehmen die neue Technik kosten lassen, seit 1990 hat Manfred Blanke allein in die baulichen Hüllen in der Südstraße runde 11 Millionen Euro investiert. Er hat damit nicht nur seinen Mitarbeitern und Azubis Arbeitsplätze geschaffen, er hat auch Aufträge für die hiesige Bauwirtschaft ausgelöst.

800 bis 1.000 Palletten verlassen täglich die Blanke-Hallen und werden in alle Richtungen transportiert. Ein gesicherter Vertrag mit Nordbrand schafft dem einstigen Spediteur und jetzigem Logistiker nicht nur Planungssicherheit, sondern macht Investitionen zu einem kalkulierbarem Risiko. Hat Manfred Blanke dennoch Probleme? Da ist zum Beispiel die Maut. Alle Fahrzeuge sind mit den On-Bord-Systemen ausgerüstet, einige registrierten auch schon mal falsche Entfernungen. Statt gefahrenen 100 Kilometer Autobahn, seien 300 abgerechnet worden, so Blanke. Die Maut lasse zwar die Kassen von Hans Eichel klingeln, doch vielen Kollegen seiner Branche wird die Autobahngebühr das wirtschaftliche Genick brechen, prophezeit der Spediteur. Vor allem jenen, die ihre gestiegenen Kosten nicht weitergeben können.

Diese Sorgen hat Manfred Blanke derzeit nicht, Mit Eckes hat er einen stabilen und verläßlichen Partner an seiner Seite, immerhin wickelt er 100 Prozent der „alkoholischen“ Logistik für den Konzern ab. Im Bereich des Tansports sind es immerhin auch schon mehr als 50 Prozent.
Autor: nnz

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