Do, 10:22 Uhr
06.01.2005
Saufen bis zum Umfallen
Nordhausen (nnz). Sie sind süß, bunt und heftig umstritten: Alkoholische Fertig-Mixgetränke, auch Alkopops genannt. Vor allem Kinder und Jugendliche trinken diese Limonaden mit Zusatz von Rum, Wodka oder Whiskey häufig auch bis zur Bewusstlosigkeit, auch im Landkreis Nordhausen. Dann ist die Zeit der Kampftrinker gekommen, warnt das Nordhäuser Jugendamt …
Süße alkoholische Mixgetränke kommen bei den Jugendlichen immer mehr in Mode, doch sie sind gefährlich! Deshalb wird der zunehmende Konsum von Alkopops mit großer Sorge betrachtet. Besonders gefährlich ist, dass der Alkoholgehalt nicht am Geschmack zu erkennen ist. Die süßen Zusatzstoffe überdecken den harten Alkohol. Damit sind diese Getränke auch schon bei Kindern beliebt, die sonst nicht auf die Idee kommen würden, Bier oder Wein zu trinken. Eine Flasche dieser harmlos erscheinenden Getränke enthält immerhin den Alkoholgehalt zweier Schnäpse. Niemand merkt also, dass er in Wirklichkeit harten Branntwein trinkt. Alkopops gelten als die Einstiegsdroge zur Abhängigkeit.
Im Jahr 2004 hat der Bundestag beschlossen, die Preise für 0,275 Liter-Flaschen um 84 Cent zu erhöhen. Nunmehr ist es auch amtlich, dass alkoholhaltige Süßgetränke gewerbsmäßig nur mit dem Hinweis Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten, § 9 Jugendschutzgesetz in den Verkehr gebracht werden dürfen. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden, dass es sich bei Alkopops nicht um Limonade handelt, sondern um harten branntweinhaltigen Stoff.
Viele Jugendliche, Eltern und Händler äußern, sie wüssten nicht, dass Alkopops wegen ihrer großen Suchtgefahr erst ab 18 Jahren ver- und gekauft werden dürften. Darum müssen Gaststättenbesitzer, Verkäufer in Supermärkten, Tankstellen und Kiosken beim Verkauf darauf achten, dass Alkohol nicht in die Hände Minderjähriger gerät, sondern dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.
Besonders Eltern sind aufgefordert, mit ihren Kindern über die Gefahren dieser alkoholischen Süßgetränke zu sprechen. Gerade der Karneval verleitet dazu, zum Alkohol zu greifen, um in eine ausgelassene Stimmung zu kommen. Daher sollten sich Erwachsene ihrer Rolle als Vorbild für Kinder und Jugendliche bewusst werden, die sie im Umgang mit Alkohol geben. Nähere Informationen kann man auch im Jugendamt des Landratsamtes Nordhausen bei Sylke Menzel, Tel.: 0 36 31 / 91 15 37, einholen.
Autor: nnzSüße alkoholische Mixgetränke kommen bei den Jugendlichen immer mehr in Mode, doch sie sind gefährlich! Deshalb wird der zunehmende Konsum von Alkopops mit großer Sorge betrachtet. Besonders gefährlich ist, dass der Alkoholgehalt nicht am Geschmack zu erkennen ist. Die süßen Zusatzstoffe überdecken den harten Alkohol. Damit sind diese Getränke auch schon bei Kindern beliebt, die sonst nicht auf die Idee kommen würden, Bier oder Wein zu trinken. Eine Flasche dieser harmlos erscheinenden Getränke enthält immerhin den Alkoholgehalt zweier Schnäpse. Niemand merkt also, dass er in Wirklichkeit harten Branntwein trinkt. Alkopops gelten als die Einstiegsdroge zur Abhängigkeit.
Im Jahr 2004 hat der Bundestag beschlossen, die Preise für 0,275 Liter-Flaschen um 84 Cent zu erhöhen. Nunmehr ist es auch amtlich, dass alkoholhaltige Süßgetränke gewerbsmäßig nur mit dem Hinweis Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten, § 9 Jugendschutzgesetz in den Verkehr gebracht werden dürfen. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden, dass es sich bei Alkopops nicht um Limonade handelt, sondern um harten branntweinhaltigen Stoff.
Viele Jugendliche, Eltern und Händler äußern, sie wüssten nicht, dass Alkopops wegen ihrer großen Suchtgefahr erst ab 18 Jahren ver- und gekauft werden dürften. Darum müssen Gaststättenbesitzer, Verkäufer in Supermärkten, Tankstellen und Kiosken beim Verkauf darauf achten, dass Alkohol nicht in die Hände Minderjähriger gerät, sondern dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.
Besonders Eltern sind aufgefordert, mit ihren Kindern über die Gefahren dieser alkoholischen Süßgetränke zu sprechen. Gerade der Karneval verleitet dazu, zum Alkohol zu greifen, um in eine ausgelassene Stimmung zu kommen. Daher sollten sich Erwachsene ihrer Rolle als Vorbild für Kinder und Jugendliche bewusst werden, die sie im Umgang mit Alkohol geben. Nähere Informationen kann man auch im Jugendamt des Landratsamtes Nordhausen bei Sylke Menzel, Tel.: 0 36 31 / 91 15 37, einholen.

