Do, 10:17 Uhr
06.01.2005
Rechts – Links
Nordhausen (nnz). In diversen Newslettern der linken Szene in Thüringen herrscht derzeit rege Aufgeregtheit. Da wird von gewalttätigen Zusammenstößen von rechten und linken Jugendlichen in Nordhausen berichtet. Die nnz ist der Sache mal auf den Grund gegangen.
Nordhäuser Linke berichten unter einander, daß sie von Neonazis am letzten Tag des vergangenen Jahres angegriffen worden seien. All das soll sich in der Silversternacht auf dem Theaterplatz abgespielt haben. Der sah am Morgen danach wahrlich auch aus wie ein Schlachtfeld, doch statt verletzter Jugendlichen lagen dort die Überreste einer gewaltigen Böllerei herum. Geld, das von jungen Leuten ausgegeben wurde, statt es vielleicht für die Flutopfer zu spenden. Aber das zählt in diesem Moment nicht, schließlich kann man sich am Jahresende schon mal – gesetzlich legitimiert – mit Raketen oder Krachern aufrüsten.
Was also hatte sich abgespielt an diesem 31. 12. 2004? Die Polizei in Nordhausen bestätigte der nnz auf Nachfrage, daß es zu mehreren Prügeleien auf dem Theaterplatz gekommen sei. Dabei habe es bei Eintreffen der Beamten einen verletzten Jugendlichen gegeben, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits zur Versorgung in einem Rettungswagen befand. Als die Polizei anrückte, war er dann plötzlich verschwunden. Vermutlich wollte er nicht seine Personalien angeben. Kurze Zeit danach wieder ein Einsatz der Beamten, wieder zum Theaterplatz. Wieder ein Verletzter, diesmal war einem Jugendlichen Reizgas in die Augen gesprüht worden. Auch er wurde zwar von den Rettungssanitätern behandelt, doch eine Anzeige wollte auch er nicht aufgeben. Soweit die Darstellung der Polizei.
Die jeweiligen so genannten Szenen werden das in ihren Rundschreiben zwar anders darstellen, doch die sind wenig objektiv. Tatsache ist, daß bei Jugendlichen Feindbilder schnell entwickelt und ausgelebt werden. Oftmals reicht die Haarfarbe oder die Farbe eines Schnürsenkels, um den Betreffenden in eine linke oder rechte Ecke zu stellen.
Autor: nnzNordhäuser Linke berichten unter einander, daß sie von Neonazis am letzten Tag des vergangenen Jahres angegriffen worden seien. All das soll sich in der Silversternacht auf dem Theaterplatz abgespielt haben. Der sah am Morgen danach wahrlich auch aus wie ein Schlachtfeld, doch statt verletzter Jugendlichen lagen dort die Überreste einer gewaltigen Böllerei herum. Geld, das von jungen Leuten ausgegeben wurde, statt es vielleicht für die Flutopfer zu spenden. Aber das zählt in diesem Moment nicht, schließlich kann man sich am Jahresende schon mal – gesetzlich legitimiert – mit Raketen oder Krachern aufrüsten.
Was also hatte sich abgespielt an diesem 31. 12. 2004? Die Polizei in Nordhausen bestätigte der nnz auf Nachfrage, daß es zu mehreren Prügeleien auf dem Theaterplatz gekommen sei. Dabei habe es bei Eintreffen der Beamten einen verletzten Jugendlichen gegeben, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits zur Versorgung in einem Rettungswagen befand. Als die Polizei anrückte, war er dann plötzlich verschwunden. Vermutlich wollte er nicht seine Personalien angeben. Kurze Zeit danach wieder ein Einsatz der Beamten, wieder zum Theaterplatz. Wieder ein Verletzter, diesmal war einem Jugendlichen Reizgas in die Augen gesprüht worden. Auch er wurde zwar von den Rettungssanitätern behandelt, doch eine Anzeige wollte auch er nicht aufgeben. Soweit die Darstellung der Polizei.
Die jeweiligen so genannten Szenen werden das in ihren Rundschreiben zwar anders darstellen, doch die sind wenig objektiv. Tatsache ist, daß bei Jugendlichen Feindbilder schnell entwickelt und ausgelebt werden. Oftmals reicht die Haarfarbe oder die Farbe eines Schnürsenkels, um den Betreffenden in eine linke oder rechte Ecke zu stellen.

