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Di, 17:58 Uhr
05.06.2018
EINKAUFSSTÄTTE AUF DEM LAND

Was wurde aus dem Konsum?

Es war einmal leichter, die tägliche Verpflegung zu sichern. Insbesondere in den ländlichen Gegenden wurden die Einkaufsmöglichkeiten in den letzten Jahren immer knapper. Den alten "Konsum" gibt es nicht mehr, Cornelia Wilhem hat dem Schicksal der Dorfläden am Südharzrand nachgespürt...

Was wurde aus dem "Konsum"? (Foto: Cornelia Wilhelm) Was wurde aus dem "Konsum"? (Foto: Cornelia Wilhelm)

In der Zeit vor der friedlichen Revolution im Jahr 1989 bestand dieses Problem nicht. Eine Versorgung wurde durch den sogenannten „Dorf-Konsum“ sichergestellt, den es in jedem Dorf gab. Auch in unserer Region gab es bis zur Nachwendezeit allerorts Konsum-Geschäfte. Von ihnen wurden die meisten durch den Wettbewerb
verdrängt.

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Einige der ehemaligen Einkaufsstätten haben zwischenzeitlich eine Umnutzung erfahren -ihr Name besteht aber traditionell fort. Genannt sei hier zum Beispiel der „Alte Konsum“ in Leimbach.

Er wird derzeit als Gaststätte genutzt. Die Menschen, die auf dem Land wohnen, haben sich auf die neue Zeit eingestellt. Berufstätige bringen ihre Einkäufe von der Arbeit aus der Stadt mit. Ältere Menschen hingegen sind mit nachlassender Mobilität mehr auf die fahrenden Handelsgeschäfte angewiesen. Diese können aber nur einen Teil der vorhandenen Nachfrage befrieden.

Auch der Konsum in Steigerthal hat seit einigen Jahren geschlossen. Ein Versuch nach längerer Ruhezeit, den Konsum wieder zu beleben, misslang. Die Anwohner hatten sich bereits auf die Organisation der Lebensmittel aus der Stadt umgestellt. Nach kurzer Zeit gab die neue Betreiberin auf, da die Unterhaltungskosten zu hoch waren.

In Urbach hingegen freuen sich die Menschen über den noch bestehenden „Konsum“, den die EDEKA-Kette übernommen hat.

Insbesondere für die älteren Menschen gibt es hier eine Möglichkeit der schnellen Nahversorgung mit Lebensmitteln. Aber auch Pflanzen und sogar Spielsachen, Zeitschriften und viele andere Waren des täglichen Bedarfs können erworben werden. Sogar eine kleine Poststelle mit Lotto-Annahmestelle gibt es.

Ist ein benötigtes Gut einmal nicht vorrätig, wird es durch die Besitzer Jörg und Sarina Kupke umgehend organisiert. Wünsche werden erfüllt und auch eine persönliche Lieferung erfolgt auf Wunsch durch die Geschäftsleute. Kundenfreundlichkeit steht an oberer Stelle und Zeit für ein kleines Gespräch nehmen sich die Mitarbeiter auch immer.

Die Kundschaft gratuliert herzlich zum 25. Jahrestag, den der Konsum am 1. Juni feierte und hofft auf ein weiteres Fortbestehen der ortsansässigen Einkaufsstelle.
Cornelia Wilhelm
Autor: red

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Kommentare
Leser X
05.06.2018, 20:02 Uhr
In diesem Land...
... in dem wir gut und gerne leben, brauchen wir keine Nahversorgung mehr. Wer alt und allein auf dem Land wohnt, kann ja den Märkten nachziehen und seinen Wohnort in die Stadt verlagern.
gukono1450
05.06.2018, 22:19 Uhr
Schlauermitbürger
Ich hoffe nur für sie das sie nicht in diese von ihnen beschriebene Situation kommen werden!
So einfach umziehen ist nicht!
GüKoNo
Baba
06.06.2018, 07:21 Uhr
@GüKoNo
schon schlimm wenn man keinen Sarkasmus versteht.
Boris Weißtal
06.06.2018, 09:28 Uhr
Kompliment für das Foto
Besser hätte Frau Wilhelm den Zeitsprung bildlich nicht einfangen können. Der alte IFA-Bollerwagen (hab auch noch einen) neben dem Lottoschild mit dem utopischen/perversen hohen Gewinnversprechen von 90 Millionen € (kein Mensch braucht oder verdient so viel Geld). Wie gesagt: Kompliment!
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