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Sa, 14:24 Uhr
01.01.2005

Die Entscheidung

Die Entscheidung (Foto: nnz) Die Entscheidung (Foto: nnz) Nordhausen/Braunlage (nnz). Es war ein spannendes Finale, das da bei den Eishockeyfans in Braunlage abging. Vor einer Rekordkulisse durften die Braunlager Wölfe gegen Wilhelmshafen nicht verlieren. Wie das Finale ausging, das erfahren Sie mit einem sportlichen Klick.


Schade, es hat nicht ganz gereicht für den BSC. Vor neuer Vereinsrekordkulisse mussten sich die Wölfe im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft der Regionalliga Nord nach einem harten Kampf dem EC Wilhelmshaven mit 2:5 (1:1, 0:1, 1:3) geschlagen geben. Damit sicherten sich die Jadehaie den Titel mit einem Punkt Vorsprung auf den BSC, doch auch der Titel des Vize Meisters ist ein Erfolg, den viele dem Braunlager Team vor der Saison wohl kaum zugetraut hätten.

Ausschlaggebend für den ECW war am Ende die größere Kaltschnäuzigkeit und das Quäntchen mehr Glück bei der Torausbeute. So sprach auch der Trainer der Jadehaie, Sergej Jaschin, von einem eher glücklichen Sieg. BSC-Coach Jan Furo sah es ähnlich: „Das war heute ein Spiel zweier starker Mannschaften, am Ende hat sich der etwas glücklichere durchgesetzt.“ Stolz war Furo trotzdem auf seine Mannschaft und das von ihr Geleistete, blickte aber auch schon in die Zukunft: „In der Meisterrunde wird es nur noch schwere Spiele auf solch einem hohen Niveau geben.“

In der Tat hatte die Partie durchaus Oberligaformat, auch wenn bei beiden Teams die Anspannung und Nervosität spürbar war. Die erste große Chance für die Harzer hatte der starke Andrew Haussler, er scheiterte aber an Nicolas Waldner, dem überragenden Torwart der Gäste. So fiel kurze Zeit später das 1:0 für die Jadehaie, als Karol Bartanus aus spitzem Winkel erfolgreich war (6.). In der Folge schenkten sich beide Mannschaften wenig, der Ausgleich ließ aber bis zur letzten Sekunde des ersten Drittels auf sich warten. Haussler war alleine durchgestartet und wurde kurz vor dem Tor von hinten gefoult. Es gab Penalty, und den versenkte der Kanadier zum 1:1.

Zu Beginn des zweiten Drittels drückte der BSC auf die Führung, scheiterte aber immer wieder an Waldner. Selbst aus kürzester Distanz, etwa durch Sebastian Hofmann beim Powerplay, war der ECW-Goalie nicht zu bezwingen. Stattdessen gab es den neuerlichen Rückstand für die Wölfe. Ronny Schneider tanzte durch die gesamte BSC-Abwehr und überwand schließlich auch noch Cagas (33.).

Die Entscheidung zu Gunsten der Jadehaie fiel schließlich zu Beginn des Schlussabschnitts. Die Wölfe entwickelten mächtig Druck, doch erneut war Waldner nicht zu bezwingen. Und als schließlich doch ein Puck an ihm vorbeikam, stand bei Hausslers Chance der Pfosten im Weg. Die Jadehaie glänzten dagegen mit Effektivität: Zunächst Bartanus (45.), dann Zybnek Marak (46.) sorgten für die Vorentscheidung. Zwar gelang Maximilian Müller nach einer tollen Kombination noch der Anschluss (50.) und Riccardo Siegert traf noch den Pfosten, mehr war aber nicht mehr drin. Den Schlusspunkt in das verwaiste Tor des BSC setzte schließlich erneut Bartanus, als Furo schon früh den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers herausgenommen hatte (59.).

Auch wenn es letztlich nicht ganz für den Titel gereicht hat, die Fans der Wölfe ließen sich davon nicht stören und feierten ihre Mannschaft. Allein vom sportlichen wäre diese nämlich Meister geworden, bedenkt man die zwei abgezogenen Punkte vom Saisonauftakt gegen Adendorf.

Und genau auf diese Adendorfer treffen die Harzer auch beim ersten Heimspiel in der Meisterrunde am Sonntag, dem 10. Januar. Den Auftakt in der Aufstiegsrunde zur Oberliga müssen die Wölfe allerdings auswärts bestreiten. Am Freitag, dem 7. Januar, tritt der BSC tief im Westen der Republik beim Neusser EV an. Für die Meisterrunde qualifiziert haben sich weiterhin die Ratinger Ice Aliens, die überlegen den Titel im Westen gewonnen haben. Ebenfalls aus der Weststaffel sind noch der EHC Solingen und die Herner EG dabei. In der Regionalliga Ost holte sich der ESC Halle 04 den Staffelsieg, außerdem zogen noch der EHV Schönheide, der Rostocker EC und der ESC Erfurt in die Endrunde ein. Die wird komplettiert durch die vier Nord-Teams aus Wilhelmshaven, Adendorf, Timmendorf und durch den BSC.

Verstärken wird die Harzer in der Meisterrunde Stefan Bilstein, der von den Young Grizzlys Wolfsburg nach Braunlage wechselt. Der Stürmer wurde am 7. März 1985 geboren und stammt aus der Nachwuchsschule der Berliner Eisbären. Im bisherigen Saisonverlauf konnte Bilstein schon 26 Scorerpunkte sammeln, davon neun per Tor und 17 durch Vorlagen.

Tore: 0:1 Bartanus (Marak, Breneizeris) 5:48, 1:1 Haussler PEN 19:59, 1:2 Schneider 32:38, 1:3 Bartanus (Marak) 44:28, 1:4 Marak (Noob) 45:21, 2:4 Müller (Salzmann, Siegert) 49:55, 2:5 Bartanus ENG 58:31
Strafen: Braunlage 4 – Wilhelmshaven 12
Zuschauer: 1.942
Autor: nnz

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