Fr, 09:08 Uhr
31.08.2001
Pro Nordhausen - contra LGS?
Nordhausen (nnz). Am gestrigen Abend ist in Nordhausen eine neue Bürgerinitiative ins Leben gerufen worden. Sie nennt sich Pro Nordhausen und will sich - wie viele andere BI - einmischen.
Es war ein fast historischer Moment für die Rolandstadt. Nach einer Fraktion Für Nordhausen gibt es nun eine Bürgerinitiative (BI) Pro Nordhausen. Rund 20 Nordhäuser waren gestern in den Stepel gekommen, um über Sinn, Zweck, Ziele und eine Präambel zu diskutieren. Die Medien waren übrigens für 19.30 Uhr zu einer Pressekonferenz eingeladen. Ob da nun eine abgehalten wurde, konnten selbst nach 90 Minuten nicht eingeschätzt werden. nnz geht einfach mal davon aus.
Geistige Vordenker sind mit Steffen Brüning und Markus Veit zwei Nordhäuser. Sie machten in diversen Publikationen über die Hüterstraße in der nnz auf sich aufmerksam. Aufmerksame Leser konnten sofort Sachkenntnis feststellen. Gestern im Stepel, da saßen die beiden jungen Herren auf einem Sofa, vor ihnen ein Laptop. Steffen Brüning machte denn auch sofort klar, worum es in der neuen Bürgerinitiative gehen soll. Für eine Landesgartenschau, gegen die Planungen und ihre Umsetzung. Diese seien nicht nur grundhaft falsch, sondern würden die Stadt auch noch verschandeln. Und außerdem hätten die Nordhäuser Bürger überhaupt kein Mitspracherecht. In Nordhausen herrscht keine Demokratie!, rief Brüning aus.
In Nordhausen sollten überhaupt keine fremden Architekten mit den Planungen beauftragt werden, vor allem keine Leute, die von Tuten und Blasen nicht die geringste Ahnung haben. Man sollte sich an solchen Städten ein Beispiel nehmen, die es verbieten würden, Koniferen zu pflanzen, rief eine Frau aus. Schließlich seien Koniferen Überträger von gefährlichen Pilzen. Einmütig wurde festgestellt, dass jene Leute, die sich positiv zu den bisherigen Arbeiten der Landesgartenschau äußern, dies unter Zwang getan hätten, auch werden ja schließlich die Stadträte von der Stadt bezahlt. Steffen Brüning erläuterte am Abend den Gründungsmitgliedern der BI auch, dass er eine Einladung zur Mitarbeit in dem LGS-Beirat erhalten haben. Doch habe er von Stadtrat Dr. Klaus Zeh (CDU) gehört, dass diese Mitarbeit keinen Sinn mache, der Beirat hätte sowieso keinen Einfluß auf Entscheidungen oder Planungen.
Langsam aber sicher schossen sich die Gründungsmitglieder auf eine bestimmte Person ein: Inge Klaan, die Leiterin des Stadtplanungsamtes und Geschäftsführerin der LGS GmbH. Sie sei die Wurzel allen Übels, sie ist das Problem, schloß sich Günther Goutier an. Und dann stellte Steffen Brüning überraschende Rechercheergebnisse der BI vor. Der Umstand, dass immer mehr Menschen aus Nordhausen wegziehen, hängt seit Jahren mit den Planungen der Stadtentwicklung und der Landesgartenschau zusammen, die Wirtschaft wird nicht gefördert, deshalb treibt es die Menschen fort aus dieser Stadt. Weiterhin hätte Inge Klaan schon immer für einen riesigen Supermarkt geworben. 40.000 Quadratmeter Einkaufsfläche vor den Toren der Stadt hätte sie favorisiert...
Hier soll die Berichterstattung über den gestrigen Abend beendet werden. Nur soviel an die Herren Brüning und Veit, die übrigens Teilen der Medien keine objektive Berichterstattung vorwarfen: Der Massa-Markt wurde auf Betreiben der Stadt Nordhausen, vor allem deren Planer von den Menschen ferngehalten. Es war die Stadt Nordhausen, die dagegen mit großem Aufwand geklagt hatte. Schließlich musste das auch Günther Goutier klarstellen, denn er war als ehemaliger Dezernent der Kreisverwaltung in Verantwortung in jener Zeit, in der Massa in Bielen bauen wollte. Und zu dieser Zeit gehörte Bielen noch nicht zu Nordhausen.
Autor: nnzEs war ein fast historischer Moment für die Rolandstadt. Nach einer Fraktion Für Nordhausen gibt es nun eine Bürgerinitiative (BI) Pro Nordhausen. Rund 20 Nordhäuser waren gestern in den Stepel gekommen, um über Sinn, Zweck, Ziele und eine Präambel zu diskutieren. Die Medien waren übrigens für 19.30 Uhr zu einer Pressekonferenz eingeladen. Ob da nun eine abgehalten wurde, konnten selbst nach 90 Minuten nicht eingeschätzt werden. nnz geht einfach mal davon aus.
Geistige Vordenker sind mit Steffen Brüning und Markus Veit zwei Nordhäuser. Sie machten in diversen Publikationen über die Hüterstraße in der nnz auf sich aufmerksam. Aufmerksame Leser konnten sofort Sachkenntnis feststellen. Gestern im Stepel, da saßen die beiden jungen Herren auf einem Sofa, vor ihnen ein Laptop. Steffen Brüning machte denn auch sofort klar, worum es in der neuen Bürgerinitiative gehen soll. Für eine Landesgartenschau, gegen die Planungen und ihre Umsetzung. Diese seien nicht nur grundhaft falsch, sondern würden die Stadt auch noch verschandeln. Und außerdem hätten die Nordhäuser Bürger überhaupt kein Mitspracherecht. In Nordhausen herrscht keine Demokratie!, rief Brüning aus.
In Nordhausen sollten überhaupt keine fremden Architekten mit den Planungen beauftragt werden, vor allem keine Leute, die von Tuten und Blasen nicht die geringste Ahnung haben. Man sollte sich an solchen Städten ein Beispiel nehmen, die es verbieten würden, Koniferen zu pflanzen, rief eine Frau aus. Schließlich seien Koniferen Überträger von gefährlichen Pilzen. Einmütig wurde festgestellt, dass jene Leute, die sich positiv zu den bisherigen Arbeiten der Landesgartenschau äußern, dies unter Zwang getan hätten, auch werden ja schließlich die Stadträte von der Stadt bezahlt. Steffen Brüning erläuterte am Abend den Gründungsmitgliedern der BI auch, dass er eine Einladung zur Mitarbeit in dem LGS-Beirat erhalten haben. Doch habe er von Stadtrat Dr. Klaus Zeh (CDU) gehört, dass diese Mitarbeit keinen Sinn mache, der Beirat hätte sowieso keinen Einfluß auf Entscheidungen oder Planungen.
Langsam aber sicher schossen sich die Gründungsmitglieder auf eine bestimmte Person ein: Inge Klaan, die Leiterin des Stadtplanungsamtes und Geschäftsführerin der LGS GmbH. Sie sei die Wurzel allen Übels, sie ist das Problem, schloß sich Günther Goutier an. Und dann stellte Steffen Brüning überraschende Rechercheergebnisse der BI vor. Der Umstand, dass immer mehr Menschen aus Nordhausen wegziehen, hängt seit Jahren mit den Planungen der Stadtentwicklung und der Landesgartenschau zusammen, die Wirtschaft wird nicht gefördert, deshalb treibt es die Menschen fort aus dieser Stadt. Weiterhin hätte Inge Klaan schon immer für einen riesigen Supermarkt geworben. 40.000 Quadratmeter Einkaufsfläche vor den Toren der Stadt hätte sie favorisiert...
Hier soll die Berichterstattung über den gestrigen Abend beendet werden. Nur soviel an die Herren Brüning und Veit, die übrigens Teilen der Medien keine objektive Berichterstattung vorwarfen: Der Massa-Markt wurde auf Betreiben der Stadt Nordhausen, vor allem deren Planer von den Menschen ferngehalten. Es war die Stadt Nordhausen, die dagegen mit großem Aufwand geklagt hatte. Schließlich musste das auch Günther Goutier klarstellen, denn er war als ehemaliger Dezernent der Kreisverwaltung in Verantwortung in jener Zeit, in der Massa in Bielen bauen wollte. Und zu dieser Zeit gehörte Bielen noch nicht zu Nordhausen.

