Fr, 15:00 Uhr
11.05.2018
SPD startet Bürger-Befragung
Was bewegt Nordhausen?
Eine spektakulär gescheiterte Bundestagswahl, schwindender Einfluss in einstigen Hochburgen, unbeliebte Minister, ein historisches Tief nach dem anderen - die SPD hat in den letzten Jahren kein leichtes Los gehabt, der Wähler hat den Genossen das Vertrauen entzogen. Was im Bund nicht zu klappen scheint, will man vor Ort wieder richten. Die Nordhäuser SPD hat sich vorgenommen, wieder mehr auf die Probleme und Sorgen ihrer Mitbürger zu hören...
Den Ausschlag gab eine Gesprächsrunde des neuen Oberbürgermeisters mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, erzählt Hans-Georg Müller, Stellvertretender Vorsitzender der Nordhäuser SPD. "Da ging es lange Zeit um ganz einfache Dinge wie Sauberkeit, Blumenbeete, Spielplätze, kaputte Laternen und Gehwege oder Löcher in den Straßen. Alltagsprobleme, die zu oft untergehen. Wenn man sich im Stadtrat in einem fort mit Großthemen wie der Feuerwehr, dem Theater und dem AKS rumschlägt, kann man das vergessen."
Das zu ändern will Müller zusammen mit SPD Genossin Nancy Kämmerer jetzt die Aktion "Was bewegt Nordhausen" starten, und die Sozialdemokraten im Stadtrat wieder näher an die Probleme des Alltags heranbringen. Man habe nach einer Form gesucht, die es den Genossen erlaube, auch abseits der Stadtratsarbeit aktiv zu werden und die Möglichkeiten der eigenen Vernetzung im Sinne des Bürgers zu nutzen.
Das Motto der Aktion lautet "Sie fragen - Wir helfen". Ab dem morgigen Samstag will man in der Stadt entsprechende Flyer verteilen, auf denen Bürgerinnen und Bürger Fragen und Kritik anbringen können, gerne auch anonym. Die ausgefüllten Zettel können am SPD Büro gegenüber der Bibliothek eingeworfen werden. Alternativ können Fragen auch elektronisch an spd.briefkasten@gmail.com übermittelt werden.
Ein paar ausgefüllte Zettel haben die Genossen bereits erreicht, berichtet Nancy Kämmerer, es geht um Lärm auf dem Petersberg, die Sorgen einer alleinerziehenden Mutter, die ihren Beruf nicht mit den Öffnungszeiten der Kindergärten vereinbaren kann und praktischen Fragen zur Wohnsituation in Nordhausen.
Dem Ortsverband gehe es aber nicht allein darum, "Stimmungsbilder" und Einzelprobleme zu sammeln, wo es möglich sei, wolle man auch helfen. "Wir können sicher nicht alle Probleme lösen", sagt Müller, "aber wir haben eine Bürgermeisterin im Rathaus, wir sind in den Strukturen der Stadt gut vernetzt und können die Leute in die Verantwortung nehmen, die konkret etwas tun können. Ob das bei der SWG, den Stadtwerken und Verkehrsbetrieben, in der Verwaltung oder an anderer Stelle ist".
Die Antworten sollen im Parteibüro ausliegen, auf der Website des Ortsverbandes und der Facebookpräsenz der Nordhäuser SPD veröffentlicht werden. Der Anspruch sei nicht allein zu reden, sondern auch an den Problemen dran zu bleiben, nachzuhaken und zu sehen ob etwas passiert ist, erklärte Kämmerer.
Start der Aktion ist morgen, ab 8:30 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus.
Angelo Glashagel
Autor: redDen Ausschlag gab eine Gesprächsrunde des neuen Oberbürgermeisters mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, erzählt Hans-Georg Müller, Stellvertretender Vorsitzender der Nordhäuser SPD. "Da ging es lange Zeit um ganz einfache Dinge wie Sauberkeit, Blumenbeete, Spielplätze, kaputte Laternen und Gehwege oder Löcher in den Straßen. Alltagsprobleme, die zu oft untergehen. Wenn man sich im Stadtrat in einem fort mit Großthemen wie der Feuerwehr, dem Theater und dem AKS rumschlägt, kann man das vergessen."
Das zu ändern will Müller zusammen mit SPD Genossin Nancy Kämmerer jetzt die Aktion "Was bewegt Nordhausen" starten, und die Sozialdemokraten im Stadtrat wieder näher an die Probleme des Alltags heranbringen. Man habe nach einer Form gesucht, die es den Genossen erlaube, auch abseits der Stadtratsarbeit aktiv zu werden und die Möglichkeiten der eigenen Vernetzung im Sinne des Bürgers zu nutzen.
Das Motto der Aktion lautet "Sie fragen - Wir helfen". Ab dem morgigen Samstag will man in der Stadt entsprechende Flyer verteilen, auf denen Bürgerinnen und Bürger Fragen und Kritik anbringen können, gerne auch anonym. Die ausgefüllten Zettel können am SPD Büro gegenüber der Bibliothek eingeworfen werden. Alternativ können Fragen auch elektronisch an spd.briefkasten@gmail.com übermittelt werden.
Ein paar ausgefüllte Zettel haben die Genossen bereits erreicht, berichtet Nancy Kämmerer, es geht um Lärm auf dem Petersberg, die Sorgen einer alleinerziehenden Mutter, die ihren Beruf nicht mit den Öffnungszeiten der Kindergärten vereinbaren kann und praktischen Fragen zur Wohnsituation in Nordhausen.
Dem Ortsverband gehe es aber nicht allein darum, "Stimmungsbilder" und Einzelprobleme zu sammeln, wo es möglich sei, wolle man auch helfen. "Wir können sicher nicht alle Probleme lösen", sagt Müller, "aber wir haben eine Bürgermeisterin im Rathaus, wir sind in den Strukturen der Stadt gut vernetzt und können die Leute in die Verantwortung nehmen, die konkret etwas tun können. Ob das bei der SWG, den Stadtwerken und Verkehrsbetrieben, in der Verwaltung oder an anderer Stelle ist".
Die Antworten sollen im Parteibüro ausliegen, auf der Website des Ortsverbandes und der Facebookpräsenz der Nordhäuser SPD veröffentlicht werden. Der Anspruch sei nicht allein zu reden, sondern auch an den Problemen dran zu bleiben, nachzuhaken und zu sehen ob etwas passiert ist, erklärte Kämmerer.
Start der Aktion ist morgen, ab 8:30 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus.
Angelo Glashagel



