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Do, 15:29 Uhr
30.08.2001

LGS: Bauarbeiten und Unterschriften

Nordhausen (nnz). Die Vorbereitungen auf den Landesgartenschau in Nordhausen gehen weiter. Heute wurde in der Rautenstraße mit den Straßenarbeiten begonnen. Auch Unterschriften wurden gesammelt.


Rautenstraße Auf der bergab führenden Fahrbahnseite ist seit den Morgenstunden schweres Gerät angerückt. Hier wird das Pflaster herausgenommen und eine Schwarzdecke aufgezogen. Damit werden dann auch die Bodenwellen der Vergangenheit angehören, die den tiefergelegten Golffahrern „das Leben“ schwer machten. In der kommenden Woche geht auch der erste Bauabschnitt am Petersberg zu Ende. Ab Montag kann der rückwärtige Abschnitt der Rautenstraße wieder zum Parken genutzt werden. Hier wird seitens der LGS GmbH darauf hingewiesen, dass die neue Beschilderung zu beachten sei. Die im Bereich Neustadtstraße angebotene Ersatzparkfläche wird damit aufgehoben. Der Platz wird zukünftig im Rahmen der weiteren Arbeiten als Baustelleneinrichtung genutzt.

Aufgetaucht sind inzwischen auch die Unterschriftenlisten, die seit einiger Zeit im Stadtgebiet auslagen (nnz berichtete). Sie wurden von Ulrike Taeger-Schmidt der Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) übergeben. Rund 300 Unterschriften sind auf 13 Blättern aufgezeichnet. Die Listen tragen folgenden Aufruf: „Wir sind Bürger Nordhausens, und wohnen nicht am Mittelmeer! Wenn wir mediterranes Flair genießen wollen, fahren wir hin. Wir verstehen nicht, warum alte und wertvolle Bäume auf dem Petersberg nicht in die Planung der Landesgartenschau integriert wurden und einer Mauer geopfert werden sollen. Wir fordern eine Planungsänderung zugunsten unsere heimischen Gehölze!“

Rund 50 Prozent der Unterschriften stammen nach nnz-Informationen von Nordhäuser Bürgern, dies wurde auf den Listen belegt. Eine Reihe von Unterschriften trägt keine Adresse. Etwas erstaunlich ist jedoch die Tatsache, dass viele „Nicht-Nordhäuser“ unterschrieben haben. Sie finden sich auf einer Liste 21 Namen und Adressen aus Südthüringen. Da bemerkt der aufmerksame Leser Ortsnamen wie Hildburghausen, Römhild oder Veilsdorf. Vermutlich könnte es sich um eine Reisegruppe oder eine Südthüringer Delegation handeln. Ob die „Unterschreiber“ sich aber auch bewusst waren, wofür bzw. wogegen sie ihre Unterschrift leisteten, kann sich nicht erschließen - schade!
Autor: nnz

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