So, 16:07 Uhr
19.12.2004
Kurz & knapp am Wochenende (2)
Nordhausen (nnz). Die Redaktion der nnz hat die wichtigsten Meldungen dieses Samstags für Sie zusammengefasst. Mit einem Klick auf MEHR haben Sie den (fast) vollen Überblick.
Geburtstag gefeiert
Der Einzelhandelsverband Thüringen hat heute in Erfurt sein 15-jähriges Bestehen gefeiert. Am 15. Dezember 1989 hatten zwölf engagierte Kaufleute den Verband Thüringer Kaufleute gegründet. Er war nach Angaben des Thüringer Agrarministeriums die erste Händlervereinigung in den neuen Ländern. Der Umsatz im Thüringer Einzelhandel geht seit 2000 zurück. Bis Ende September lag er laut Statistischem Landesamt erneut 0,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Abgeordnete frustriert
Die Thüringer Landtagsabgeordneten haben ihrer Meinung nach zu wenig Zeit für ihr Privatleben. In einer Befragung Jenaer Wissenschaftler sagten 68 Prozent, der Mangel an privater Zeit sei das größte Problem in ihrem Job. An zweiter Stelle folgte die Aussage Ich habe zu wenig Zeit, um über Probleme vertiefend nachzudenken. Fast jeder zweite Parlamentarier meinte, er sei frustriert, dass Probleme nur unzureichend gelöst werden können.
Tote bei Unfällen
Bei Verkehrsunfällen sind am Wochenende auf Thüringens Straßen drei Menschen getötet worden, 45 wurden verletzt. Auf der Autobahn 9 zwischen Schleiz und Lobenstein kamen am Samstag zwei Menschen aus Weißrussland ums Leben. Ihre 13 Jahre alte Tochter blieb unverletzt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Im Landkreis Sömmerda zwischen Sachsenburg und Kannawurf wurde eine 19-jährige Fahrerin bei einem Unfall tödlich verletzt.
Neuer Vorschlag
Nach dem Scheitern der Föderalismus-Reform gibt es einen neuen Vorschlag zur Neuordnung der Bund-/Länderkompetenzen. Er kommt aus Baden-Württemberg und Bayern. Dabei geht es um den Aufbau von Spitzenforschung und Elitehochschulen: Der Plan sieht vor, die vorgesehenen 1,9 Milliarden Euro der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Sie könnte einen Bonus an die Hochschulen verteilen, die selbst Drittmittel für die Forschung einwerben. Am Streit um die Bildung war die Kommission vorgestern gescheitert.
Zoff in der CDU
Es rumort in der CDU: Parteichefin Angela Merkel hat Berichte zurückgewiesen, Generalsekretär Laurenz Meyer sei wegen der umstrittenen Zahlungen von RWE praktisch entmachtet worden. Meyer sei im Amt, andere Darstellungen seien Unsinn, sagte eine Sprecherin der CDU-Chefin in Berlin. Die Bild am Sonntag” hatte gemeldet, Merkel sei von Meyer abgerückt und habe ihn unter Aufsicht von Fraktionsvize Roland Pofalla gestellt. Meyer soll neben seinem vollen RWE-Gehalt zusätzlich mindestens 66 500 Euro erhalten haben.
Hartz IV wird teuerer
Die Bundesregierung hält es für möglich, dass die Hartz-IV-Reform mehr Geld als geplant kostet. Niemand kann ausschließen, dass wir kurzfristig höhere Kosten haben werden als eingeplant”, sagte Bundesfinanzminister Hans Eichel der Bild am Sonntag”. Aber auch das sei zu stemmen. Nach bisherigen Informationen sind bislang nur rund zehn Prozent aller Hartz-IV-Anträge abgelehnt worden. Bei den Planungen war die Bundesregierung von einer deutlich höheren Quote ausgegangen.
Spenden-Marathon
Mehr als acht Millionen Euro sind bei der ZDF- Spendengala Ein Herz für Kinder” am Abend zusammen gekommen. Damit hat die gemeinsam mit der Bild”-Zeitung initiierte Aktion mehr Geld gebracht als in den drei Ausgaben zuvor. Knapp 6 Millionen Menschen haben die von Thomas Gottschalk moderierte Sendung nach Angaben des ZDF gesehen. Die Einnahmen sollen in verschiedene Hilfsprojekte für Not leidende Kinder fließen.
Gegen Mehrarbeit
Ver.di-Chef Frank Bsirske hat sich gegen längere Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst ausgesprochen. Er halte die Einführung der 42-Stunden-Woche für blanken Unsinn, sagte Bsirske im Deutschlandfunk. Hessens Ministerpräsident Roland Koch habe die Einführung der 42-Stunden-Woche für die Beamten seines Landes mit dem Hinweis versehen, dass damit 7500 Stellen eingespart werden könnten. Rechne man das auf den gesamten öffentlichen Dienst um, dann würde eine Arbeitszeitverlängerung bis zu 500 000 Arbeitsplätze kosten.
Autor: nnzGeburtstag gefeiert
Der Einzelhandelsverband Thüringen hat heute in Erfurt sein 15-jähriges Bestehen gefeiert. Am 15. Dezember 1989 hatten zwölf engagierte Kaufleute den Verband Thüringer Kaufleute gegründet. Er war nach Angaben des Thüringer Agrarministeriums die erste Händlervereinigung in den neuen Ländern. Der Umsatz im Thüringer Einzelhandel geht seit 2000 zurück. Bis Ende September lag er laut Statistischem Landesamt erneut 0,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Abgeordnete frustriert
Die Thüringer Landtagsabgeordneten haben ihrer Meinung nach zu wenig Zeit für ihr Privatleben. In einer Befragung Jenaer Wissenschaftler sagten 68 Prozent, der Mangel an privater Zeit sei das größte Problem in ihrem Job. An zweiter Stelle folgte die Aussage Ich habe zu wenig Zeit, um über Probleme vertiefend nachzudenken. Fast jeder zweite Parlamentarier meinte, er sei frustriert, dass Probleme nur unzureichend gelöst werden können.
Tote bei Unfällen
Bei Verkehrsunfällen sind am Wochenende auf Thüringens Straßen drei Menschen getötet worden, 45 wurden verletzt. Auf der Autobahn 9 zwischen Schleiz und Lobenstein kamen am Samstag zwei Menschen aus Weißrussland ums Leben. Ihre 13 Jahre alte Tochter blieb unverletzt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Im Landkreis Sömmerda zwischen Sachsenburg und Kannawurf wurde eine 19-jährige Fahrerin bei einem Unfall tödlich verletzt.
Neuer Vorschlag
Nach dem Scheitern der Föderalismus-Reform gibt es einen neuen Vorschlag zur Neuordnung der Bund-/Länderkompetenzen. Er kommt aus Baden-Württemberg und Bayern. Dabei geht es um den Aufbau von Spitzenforschung und Elitehochschulen: Der Plan sieht vor, die vorgesehenen 1,9 Milliarden Euro der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Sie könnte einen Bonus an die Hochschulen verteilen, die selbst Drittmittel für die Forschung einwerben. Am Streit um die Bildung war die Kommission vorgestern gescheitert.
Zoff in der CDU
Es rumort in der CDU: Parteichefin Angela Merkel hat Berichte zurückgewiesen, Generalsekretär Laurenz Meyer sei wegen der umstrittenen Zahlungen von RWE praktisch entmachtet worden. Meyer sei im Amt, andere Darstellungen seien Unsinn, sagte eine Sprecherin der CDU-Chefin in Berlin. Die Bild am Sonntag” hatte gemeldet, Merkel sei von Meyer abgerückt und habe ihn unter Aufsicht von Fraktionsvize Roland Pofalla gestellt. Meyer soll neben seinem vollen RWE-Gehalt zusätzlich mindestens 66 500 Euro erhalten haben.
Hartz IV wird teuerer
Die Bundesregierung hält es für möglich, dass die Hartz-IV-Reform mehr Geld als geplant kostet. Niemand kann ausschließen, dass wir kurzfristig höhere Kosten haben werden als eingeplant”, sagte Bundesfinanzminister Hans Eichel der Bild am Sonntag”. Aber auch das sei zu stemmen. Nach bisherigen Informationen sind bislang nur rund zehn Prozent aller Hartz-IV-Anträge abgelehnt worden. Bei den Planungen war die Bundesregierung von einer deutlich höheren Quote ausgegangen.
Spenden-Marathon
Mehr als acht Millionen Euro sind bei der ZDF- Spendengala Ein Herz für Kinder” am Abend zusammen gekommen. Damit hat die gemeinsam mit der Bild”-Zeitung initiierte Aktion mehr Geld gebracht als in den drei Ausgaben zuvor. Knapp 6 Millionen Menschen haben die von Thomas Gottschalk moderierte Sendung nach Angaben des ZDF gesehen. Die Einnahmen sollen in verschiedene Hilfsprojekte für Not leidende Kinder fließen.
Gegen Mehrarbeit
Ver.di-Chef Frank Bsirske hat sich gegen längere Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst ausgesprochen. Er halte die Einführung der 42-Stunden-Woche für blanken Unsinn, sagte Bsirske im Deutschlandfunk. Hessens Ministerpräsident Roland Koch habe die Einführung der 42-Stunden-Woche für die Beamten seines Landes mit dem Hinweis versehen, dass damit 7500 Stellen eingespart werden könnten. Rechne man das auf den gesamten öffentlichen Dienst um, dann würde eine Arbeitszeitverlängerung bis zu 500 000 Arbeitsplätze kosten.


