eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Sa, 17:54 Uhr
18.12.2004

Kurz & knapp am Wochenende (1)

Nordhausen (nnz). Die Redaktion der nnz hat die wichtigsten Meldungen dieses Samstags für Sie zusammengefasst. Mit einem Klick auf MEHR haben Sie den (fast) vollen Überblick.


Zufrieden (1)
Das vierte Adventswochenende hat bei Thüringens Einzelhändlern noch einmal die Kassen klingeln lassen. Vor allem die Läden in den größeren Städten seien gut besucht, sagte Arnold Senft, Präsident des Einzelhandelsverbandes, am Samstag in Leinefelde im Landkreis Eichsfeld. Senft meinte, wer jetzt komme, der kaufe auch. Allerdings könne das gute Geschäft nicht ganz die Verluste aus den ersten zehn Monaten ausgleichen.


Ermittlungen
Gegen den Geraer Unternehmer und stellvertretenden FDP-Landeschef Percy Wesselly wird wegen des Verdachts der Bestechung ermittelt. FDP-Generalsekretär Patrick Kurth bestätigte einen Bericht der OTZ. Danach soll der 46-Jährige einen leitenden Angestellten des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS bestochen haben, der für die Vergabe von Wartungsverträgen an Militärflugzeugen verantwortlich ist.


Enttäuschte Lieberknecht
Für die CDU-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag, Christine Lieberknecht, steht das Scheitern der Föderalismusreform symptomatisch für alle nicht gelösten großen Probleme in Deutschland. „Dass die Politik keine Entschlussfreudigkeit zeigte, halte ich für verheerend“, sagte Lieberknecht, die zuvor als Landtagspräsidentin großen Anteil an der Formulierung einer Position der Länderparlamente hatte. Sie hält eine Einigung bis zur Bundestagswahl 2006 für wenig realistisch.


Nachspiel angekündigt
Die Sperrung des vom irischen Billigflieger Ryan-Air genutzten Flugplatzes Altenburg-Nobitz wird nach Angaben des PDS-Fraktionsvorsitzenden Bodo Ramelow ein Nachspiel im Erfurter Landtag haben. „Die vom Verkehrsministerium genannten Argumente für die Sicherheit der Passagiere sind fadenscheinig und nicht zu akzeptieren“, sagte Ramelow am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Die Probleme seien bereits bei der Genehmigung des Flugplatzes bekannt gewesen. Die Entscheidung benachteilige Ostthüringen.


Wieder geläutet
Die Stadtkirche in Waltershausen bei Gotha hat heute nach 40 Jahren wieder ein volles Glockengeläut erhalten. Mit einem festlichen Umzug feierte die Stadt die neue, etwa eine Tonne schwere Glocke. Eine 1954 gegossene Eisenglocke durfte wegen eines Gussfehlers seit 1964 nicht mehr geläutet werden. Die neue Glocke soll am Zweiten Weihnachtsfeiertag geweiht werden. Sie kostet 17 000 Euro. Mehr als 15 000 Euro spendeten Einwohner von Waltershausen.


Palitzsch tot
Der Theaterregisseur und Intendant Peter Palitzsch ist tot. Er starb heute im Alter von 86 Jahren an Lungenversagen. Das teilte das Berliner Ensemble mit, dem er längere Zeit angehört hatte. Später arbeitete Palitzsch an allen großen Häusern des deutschsprachigen Theaters.


Winter mit Folgen
Schwere Stürme, starke Schneefälle, spiegelglatte Straßen: Wenige Tage vor dem offiziellen Winterbeginn hat die kalte Jahreszeit weite Teile Deutschlands bereits fest im Griff. Orkanböen fegten in der Nacht über den Südwesten Deutschlands und die Schweiz hinweg. Mindestens zwei Menschen starben bei wetterbedingten Unfällen auf den Straßen. In Rheinland-Pfalz entgleiste ein Regionalzug, als ein entwurzelter Baum die Strecke blockierte. Schon in Frankreich waren durch das Sturmtief mindestens sieben Menschen gestorben.

Mehr Geld erhalten
CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach Angaben des „Spiegel” soll er zur politischen Tätigkeit 2000 und 2001 noch mehr Geld von seinem Arbeitgeber RWE erhalten haben als bekannt. RWE zahlte Meyer demnach außer dem vollen Gehalt zusätzlich 66 500 Euro. Brandenburgs CDU-Chef Jörg Schönbohm verlangte von Meyer weitere Erläuterungen. Im „Berliner Kurier” forderte er den Energiekonzern RWE zugleich auf, alle Politiker zu nennen, die ohne Arbeitsleistung Vorteile gewährt bekommen.


Zurfrieden (2)
Heute ist der letzte Samstag vor Weihnachten. Das beschert dem Einzelhandel noch einmal einen großen Kundenansturm. Für das gesamte Weihnachtsgeschäft rechnen die Geschäfte mit einem Plus beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Bereits an den ersten drei Adventswochenenden waren die Händler zufrieden. Gefragt sind vor allem die klassischen Weihnachtsgeschenke wie Spielwaren, Parfüm und Schmuck. Gut gehen aber auch Elektronikartikel wie Digitalkameras, MP3-Player und Flachbildschirme.


Rühe kritisiert Merkel
CDU-Außenexperte Volker Rühe hat im Konflikt um das Modell einer „privilegierten Partnerschaft” der Türkei nachgelegt. Er griff im „Spiegel” Parteichefin Angela Merkel an. Sie sei mit ihrer Position isoliert. Rühes Ansicht nach lehnen CDU und CSU den Beitritt Ankaras aus innenpolitischem Kalkül ab. Laut CSU-Chef Stoiber ist der Gipfelbeschluss anders ausgefallen, als von Rot-Grün anvisiert. Nun sei die Integrationsfähigkeit Europas ein entscheidendes Kriterium - ein Kriterium, das nicht die Türkei zu erfüllen habe, sondern die EU.


Panne auf neuer Strecke
Neue Panne bei der Bahn: Wieder ist auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Hamburg/Berlin ein ICE liegen geblieben. Die rund 600 Fahrgäste kamen dadurch erst mit zweieinhalb Stunden Verspätung im Bahnhof Zoologischer Garten an. Bei dem Zug war der Triebkopf ausgefallen. Die Panne ereignete sich etwa 20 Minuten nach der Abfahrt. Im Bahnhof Schwanheide in Mecklenburg-Vorpommern wurde der Zug getrennt: Der eine Teil fuhr mit sämtlichen Fahrgästen weiter nach Berlin, der andere Teil wurde nach Hamburg zurück geschleppt.


Grausiges Verbrechen
Grausiges Verbrechen in den USA: Eine 36-jährige Frau hat im Bundesstaat Missouri eine hochschwangere Frau erwürgt und ihr dann das Baby aus dem Bauch geschnitten. Das Kind überlebte. Die Polizei fand es wohlbehalten im Haus der mutmaßlichen Täterin im Nachbarstaat Kansas. Die 36-Jährige soll ein Geständnis abgelegt haben. Sie wollte ihrem Mann offenbar vormachen, das Kind selbst zur Welt gebracht zu haben. Sie hat bereits zwei Kinder. Ein drittes Kind verlor sie jedoch bei einer Fehlgeburt.


Weiter verhandeln
Die Reform des Föderalismus soll weiter auf der politischen Tagesordnung bleiben. Das erklärten Franz Müntefering und Edmund Stoiber nach dem Scheitern ihrer Kommission zur Neuordnung der Bund-Länder-Beziehungen in Berlin. Der SPD-Chef und sein CSU-Kollege betonten, es handele sich um eine staatspolitische, nicht um eine parteipolitische Aufgabe. Knackpunkt ist weiter der Bereich Bildung. Bundespräsident Horst Köhler regte eine rasche Wiederaufnahme der Gespräche an. Die FDP möchte einen Verfassungskonvent einsetzen.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)