Mi, 15:00 Uhr
28.03.2018
nnz-Interview
Das ist unser Harztor
Alles neu und doch soll alles irgendwie beim Alten bleiben: die Bürgermeisterwahlen in Harztor finden in diesem Jahr planmäßig statt. Die nnz hat mit Bürgermeister Stephan Klante über die anstehenden Veränderungen, seine bisherige Amtszeit und die Herausforderungen der nächsten Jahre gesprochen...
nnz: Herr Klante, was haben Sie aus Ihren ersten sechs Jahren als Bürgermeister gelernt?
Stephan Klante: Das wichtigste Gut ist es, mit den Menschen zusammenzuarbeiten und dies nicht nur im Gemeinderat. Meine Tür ist immer offen und das wissen die Menschen auch.
nnz: Sowohl in Ilfeld als auch in Niedersachswerfen war man vor 2012 in der Haushaltssicherung, inzwischen steht man finanziell gut da, wie hat man das geschafft?
Klante: Der Zusammenschluss von Ilfeld und Niedersachswerfen war keine Liebeshochzeit, eher eine Zweckehe. Bei der Haushaltssicherung, den Kassenkrediten und Bedarfszuweisungen war man ähnlich aufgestellt. Um Projekte umzusetzen, musste man zusammengehen. Im ersten Jahr lief dann auch nicht wirklich viel. Wir mussten uns erst einmal finden. Es wurde systematisch geschaut, an welchen Stellen Geld ausgegeben wird und wo es nicht nötig ist. So zum Beispiel bei der Straßenbeleuchtung und so haben wir uns Stück für Stück gesundet. Außerdem haben wir Strukturen verschlankt. Der Gemeinderat hat freiwillig auf Sitzungsgelder verzichtet und die Leitung der Verwaltungsgemeinschaft Hohenstein/Südharz ist anders als zuvor nur noch ein Ehrenamt, das ich als Bürgermeister nebenher bekleide, sodass ein Gehalt eingespart werden konnte. Mit diesem Denken sind wir alle beieinander.
nnz: Sie haben bei der kommenden Wahl keinen Gegenkandidaten zu fürchten. Macht man da überhaupt Wahlkampf?
Klante: Ein wenig. Vor allem in der Form das ich mich bei allen Beteiligten für die vergangenen sechs Jahre bedanke und mit ihnen das Gespräch suche. Aber natürlich kann man die Sache so etwas entspannter angehen was auch gut ist, die tägliche Arbeit geht schließlich weiter. Wir haben einen vernünftigen Haushalt, das ist die Grundlage dessen was wir geschafft haben und was wir in Zukunft schaffen wollen.
nnz: Warum, glauben Sie, hat sich kein Gegenkandidat gefunden?
Klante: Das kann ich Ihnen nicht sagen, keine Ahnung. Vielleicht ist man zufrieden mit der Arbeit die wir geleistet haben.
nnz: Die Gemeinde Harztor wird mit Harzungen, Neustadt und Herrmannsacker demnächst Zuwachs erhalten, das dürfte auch für die Verwaltung neue Herausforderungen mit sich bringen. Wie wird man damit umgehen?
Klante: Wir haben über die Verwaltungsgemeinschaft Hohenstein schon lange zusammengearbeitet, wir bewegen uns da also nicht in Neuland. Das ist alles schaff- und leistbar. Die einzelnen Orte bleiben eigenständig im Sinne des Ortschaftsrecht´s, lediglich das Rechtskonstrukt drumherum ändert sich. Und wir haben dann nicht mehr fünf Haushalte, sondern nur noch einen einzigen, was vieles einfacher macht.
nnz: Sie haben einen solchen Prozess mit dem Zusammenschluss zur Gemeinde Harztor schon einmal begleitet. Ist inzwischen zusammengewachsen was zusammen gehört?
Klante: Ich denke schon. Der Weg dahin war nicht einfach aber man ist an einen Punkt gekommen wo man sagen kann Das ist unser Harztor. Wir haben das Ehrenamt unterstützt wo wir nur konnten und es sind Initiativen entstanden, die mehr sind als einfache Kaffeerunden. Unser Vereinsstammtisch ist sehr aktiv und spricht konkrete Themen an, die alle Vereine betreffen. Über diese Plattform haben wir auch schon jetzt die umliegenden Orte einbinden können. Ein anderes Beispiel ist der Harztorlauf, der demnächst sein 5. Jubiläum feiert. Das ist mehr als ein sportliches Event. Die Gemeinden sind durch das Engagement der Menschen näher zueinander gerückt und die Vereine unterstützen sich gegenseitig.
nnz: Ilfeld und Niedersachswerfen liegen nur den sprichwörtlichen Steinwurf voneinander entfernt; waren in etwa gleich groß und hatten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Die neu hinzukommenden Gemeinden sind kleiner, weiter weg und recht unterschiedlich. Besteht nicht die Gefahr, dass sich die Kleinen in der neuen Großgemeinde verlieren?
Klante: Die Orte sollen ihre eigene Identität beibehalten und ihr Zusammenleben gestalten können. Der Tourismus zum Beispiel war den Neustädtern sehr wichtig also werden sie diese Kompetenz auch behalten, das wurde vertraglich geregelt. Wir sind bestrebt, uns für alle Orte einzubringen und werden die Investitionen auch entsprechend aufteilen.
nnz: In der Freiwilligkeitsphase winkt Kommunen die gewillt sind sich zusammenzuschließen, Geld vom Freistaat. Was soll damit geschehen?
Klante: Wenn das Geld so kommt wie bisher angekündigt, dann werden wir das in jedem Falle nutzen, etwa um die Eigenanteile bei Fördermittelanträgen stemmen zu können. Wie oder wofür genau, das wird man im Gemeinderat besprechen müssen wenn es tatsächlich da ist. In die Sicherheitstechnik, also bei den Feuerwehren, könnte investiert werden und auch den Bauhof könnte man technisch voranbringen. Für die hinzukommenden Orte werden die Mittel Eins zu Eins wieder durchgereicht. Dies ist bereits schon damals Vertragsbestandteil gewesen.
nnz: Die Vergrößerung der Gemeinde würde auch neue Belastungen mit sich bringen. Mit Ilfeld, Niedersachswerfen und Neustadt hätte Harztor dann zum Beispiel drei Freibäder. Kann man sich das denn im Jahr 2018 noch leisten?
Klante: (lacht) Wir wären dann das Bäderdreieck des Südharzes. Ich sehe das so: wer eine solide Finanzwirtschaft hat, der kann sich auch etwas leisten. Beim Anteil freiwilliger Aufgaben stehen wir gut da, sind nahe der gesetzlich geforderten Grenze. Es gibt also keinen Grund, eines der Bäder zu schließen. Und dahinter steht auch jahrelanges ehrenamtliches Engagement. Solange es machbar ist, werden wir sie für alle offen halten.
nnz: Ist das ein Versprechen?
Klante: Ich verspreche nie etwas, das ist ein Grundsatz. Solange es geht, machen wir es, aber ich kann nicht in die Zukunft schauen.
nnz: Wie soll es mit den Schulen und Kindergärten in der Gemeinde weiter gehen?
Klante: Da gelangt man langsam an die Grenzen der Kapazitäten. Die Statistik unterstellt uns, dass wir schrumpfen und seit 2012 Einwohner verlieren müssten. Es ist an der Zeit, dass wir Kommunen den Beweis erbringen, dass dem nicht so ist. Laut Prognose von 2011 müsste Harztor aktuell um die 5.500 Einwohner haben, tatsächlich sind es 6.100, wie schon zur Erstellung der Weltuntergangsstatistik.
nnz: Heißt das, dass auch hier investiert werden soll?
Klante: Im Hinterkopf hat man diese Überlegungen immer. Man kann nicht unendlich An- und Ausbauen. Wenn sich der erfreuliche Trend fortsetzt, wird man darauf schauen müssen. Ein ernsthaftes Problem ist die Landespolitik und nicht erst die der jetzigen Regierung. Seit 2010 ist die Pauschale für Kindergärten gleichgeblieben, während sich die Kosten mehr als verdoppelt haben. Es werden neue Vorschriften etwa zum Betreuungsschlüssel oder beim Brandschutz gemacht aber es kommt keine Gegenleistung des Landes. Bei den Schulen ist es ähnlich, da wird ein Angriff auf den ländlichen Raum gefahren und das System blutet langsam aus. Was tut man? Man geht von der falschen Seite heran und entwirft Vorgaben die es leichter machen, Schulstandorte zu schließen. Aktuell sehe ich das zwar noch nicht als akut an aber da sind Zahlen im Umlauf die uns in den nächsten Jahren einige Schulen auf dem Land kosten könnten. Wenn man aber den Trend des Einwohnerverlustes auf dem Land stoppen will, muss der Freistaat sich endlich bekennen und in die Kinder und Bildung investieren.
nnz: Im kommenden Jahr wird auch der Thüringer Landtag neu gewählt. Überlegt man als erfolgreicher Bürgermeister nicht vielleicht auch sich neuen Herausforderungen in Erfurt zu stellen?
Klante: Über solche Dinge denke ich gar nicht nach. Ich bin froh, dass ich so viel erreichen konnte und ich bin gerne hier in meiner Heimat und gestalte sie mit. Insofern stellt sich die Frage gar nicht erst. Ich bin Bürgermeister. Wir verwalten sachlich das, was uns die Bürger übergeben haben und haben uns als Teil der Exekutive, wie auch Polizei und Ordnungsamt an die Gesetze zu halten, die andere machen.
nnz: Als CDU-Mitglied sind sie aber auch nicht wirklich politisch neutral.
Klante: Ich kann meine Partei nutzen, um wunde Stellen aufzuzeigen und über diesen Weg Dinge in Richtung Legislative zu schieben aber als Bürgermeister bin ich der parteipolitisch neutralen Amtsausübung verpflichtet und das nehme ich sehr ernst.
nnz: Herr Bürgermeister, wir bedanken uns für das Gespräch.
Das Interview führte Angelo Glashagel
Autor: rednnz: Herr Klante, was haben Sie aus Ihren ersten sechs Jahren als Bürgermeister gelernt?
Stephan Klante: Das wichtigste Gut ist es, mit den Menschen zusammenzuarbeiten und dies nicht nur im Gemeinderat. Meine Tür ist immer offen und das wissen die Menschen auch.
nnz: Sowohl in Ilfeld als auch in Niedersachswerfen war man vor 2012 in der Haushaltssicherung, inzwischen steht man finanziell gut da, wie hat man das geschafft?
Klante: Der Zusammenschluss von Ilfeld und Niedersachswerfen war keine Liebeshochzeit, eher eine Zweckehe. Bei der Haushaltssicherung, den Kassenkrediten und Bedarfszuweisungen war man ähnlich aufgestellt. Um Projekte umzusetzen, musste man zusammengehen. Im ersten Jahr lief dann auch nicht wirklich viel. Wir mussten uns erst einmal finden. Es wurde systematisch geschaut, an welchen Stellen Geld ausgegeben wird und wo es nicht nötig ist. So zum Beispiel bei der Straßenbeleuchtung und so haben wir uns Stück für Stück gesundet. Außerdem haben wir Strukturen verschlankt. Der Gemeinderat hat freiwillig auf Sitzungsgelder verzichtet und die Leitung der Verwaltungsgemeinschaft Hohenstein/Südharz ist anders als zuvor nur noch ein Ehrenamt, das ich als Bürgermeister nebenher bekleide, sodass ein Gehalt eingespart werden konnte. Mit diesem Denken sind wir alle beieinander.
nnz: Sie haben bei der kommenden Wahl keinen Gegenkandidaten zu fürchten. Macht man da überhaupt Wahlkampf?
Klante: Ein wenig. Vor allem in der Form das ich mich bei allen Beteiligten für die vergangenen sechs Jahre bedanke und mit ihnen das Gespräch suche. Aber natürlich kann man die Sache so etwas entspannter angehen was auch gut ist, die tägliche Arbeit geht schließlich weiter. Wir haben einen vernünftigen Haushalt, das ist die Grundlage dessen was wir geschafft haben und was wir in Zukunft schaffen wollen.
nnz: Warum, glauben Sie, hat sich kein Gegenkandidat gefunden?
Klante: Das kann ich Ihnen nicht sagen, keine Ahnung. Vielleicht ist man zufrieden mit der Arbeit die wir geleistet haben.
nnz: Die Gemeinde Harztor wird mit Harzungen, Neustadt und Herrmannsacker demnächst Zuwachs erhalten, das dürfte auch für die Verwaltung neue Herausforderungen mit sich bringen. Wie wird man damit umgehen?
Klante: Wir haben über die Verwaltungsgemeinschaft Hohenstein schon lange zusammengearbeitet, wir bewegen uns da also nicht in Neuland. Das ist alles schaff- und leistbar. Die einzelnen Orte bleiben eigenständig im Sinne des Ortschaftsrecht´s, lediglich das Rechtskonstrukt drumherum ändert sich. Und wir haben dann nicht mehr fünf Haushalte, sondern nur noch einen einzigen, was vieles einfacher macht.
nnz: Sie haben einen solchen Prozess mit dem Zusammenschluss zur Gemeinde Harztor schon einmal begleitet. Ist inzwischen zusammengewachsen was zusammen gehört?
Klante: Ich denke schon. Der Weg dahin war nicht einfach aber man ist an einen Punkt gekommen wo man sagen kann Das ist unser Harztor. Wir haben das Ehrenamt unterstützt wo wir nur konnten und es sind Initiativen entstanden, die mehr sind als einfache Kaffeerunden. Unser Vereinsstammtisch ist sehr aktiv und spricht konkrete Themen an, die alle Vereine betreffen. Über diese Plattform haben wir auch schon jetzt die umliegenden Orte einbinden können. Ein anderes Beispiel ist der Harztorlauf, der demnächst sein 5. Jubiläum feiert. Das ist mehr als ein sportliches Event. Die Gemeinden sind durch das Engagement der Menschen näher zueinander gerückt und die Vereine unterstützen sich gegenseitig.
nnz: Ilfeld und Niedersachswerfen liegen nur den sprichwörtlichen Steinwurf voneinander entfernt; waren in etwa gleich groß und hatten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Die neu hinzukommenden Gemeinden sind kleiner, weiter weg und recht unterschiedlich. Besteht nicht die Gefahr, dass sich die Kleinen in der neuen Großgemeinde verlieren?
Klante: Die Orte sollen ihre eigene Identität beibehalten und ihr Zusammenleben gestalten können. Der Tourismus zum Beispiel war den Neustädtern sehr wichtig also werden sie diese Kompetenz auch behalten, das wurde vertraglich geregelt. Wir sind bestrebt, uns für alle Orte einzubringen und werden die Investitionen auch entsprechend aufteilen.
nnz: In der Freiwilligkeitsphase winkt Kommunen die gewillt sind sich zusammenzuschließen, Geld vom Freistaat. Was soll damit geschehen?
Klante: Wenn das Geld so kommt wie bisher angekündigt, dann werden wir das in jedem Falle nutzen, etwa um die Eigenanteile bei Fördermittelanträgen stemmen zu können. Wie oder wofür genau, das wird man im Gemeinderat besprechen müssen wenn es tatsächlich da ist. In die Sicherheitstechnik, also bei den Feuerwehren, könnte investiert werden und auch den Bauhof könnte man technisch voranbringen. Für die hinzukommenden Orte werden die Mittel Eins zu Eins wieder durchgereicht. Dies ist bereits schon damals Vertragsbestandteil gewesen.
nnz: Die Vergrößerung der Gemeinde würde auch neue Belastungen mit sich bringen. Mit Ilfeld, Niedersachswerfen und Neustadt hätte Harztor dann zum Beispiel drei Freibäder. Kann man sich das denn im Jahr 2018 noch leisten?
Klante: (lacht) Wir wären dann das Bäderdreieck des Südharzes. Ich sehe das so: wer eine solide Finanzwirtschaft hat, der kann sich auch etwas leisten. Beim Anteil freiwilliger Aufgaben stehen wir gut da, sind nahe der gesetzlich geforderten Grenze. Es gibt also keinen Grund, eines der Bäder zu schließen. Und dahinter steht auch jahrelanges ehrenamtliches Engagement. Solange es machbar ist, werden wir sie für alle offen halten.
nnz: Ist das ein Versprechen?
Klante: Ich verspreche nie etwas, das ist ein Grundsatz. Solange es geht, machen wir es, aber ich kann nicht in die Zukunft schauen.
nnz: Wie soll es mit den Schulen und Kindergärten in der Gemeinde weiter gehen?
Klante: Da gelangt man langsam an die Grenzen der Kapazitäten. Die Statistik unterstellt uns, dass wir schrumpfen und seit 2012 Einwohner verlieren müssten. Es ist an der Zeit, dass wir Kommunen den Beweis erbringen, dass dem nicht so ist. Laut Prognose von 2011 müsste Harztor aktuell um die 5.500 Einwohner haben, tatsächlich sind es 6.100, wie schon zur Erstellung der Weltuntergangsstatistik.
nnz: Heißt das, dass auch hier investiert werden soll?
Klante: Im Hinterkopf hat man diese Überlegungen immer. Man kann nicht unendlich An- und Ausbauen. Wenn sich der erfreuliche Trend fortsetzt, wird man darauf schauen müssen. Ein ernsthaftes Problem ist die Landespolitik und nicht erst die der jetzigen Regierung. Seit 2010 ist die Pauschale für Kindergärten gleichgeblieben, während sich die Kosten mehr als verdoppelt haben. Es werden neue Vorschriften etwa zum Betreuungsschlüssel oder beim Brandschutz gemacht aber es kommt keine Gegenleistung des Landes. Bei den Schulen ist es ähnlich, da wird ein Angriff auf den ländlichen Raum gefahren und das System blutet langsam aus. Was tut man? Man geht von der falschen Seite heran und entwirft Vorgaben die es leichter machen, Schulstandorte zu schließen. Aktuell sehe ich das zwar noch nicht als akut an aber da sind Zahlen im Umlauf die uns in den nächsten Jahren einige Schulen auf dem Land kosten könnten. Wenn man aber den Trend des Einwohnerverlustes auf dem Land stoppen will, muss der Freistaat sich endlich bekennen und in die Kinder und Bildung investieren.
nnz: Im kommenden Jahr wird auch der Thüringer Landtag neu gewählt. Überlegt man als erfolgreicher Bürgermeister nicht vielleicht auch sich neuen Herausforderungen in Erfurt zu stellen?
Klante: Über solche Dinge denke ich gar nicht nach. Ich bin froh, dass ich so viel erreichen konnte und ich bin gerne hier in meiner Heimat und gestalte sie mit. Insofern stellt sich die Frage gar nicht erst. Ich bin Bürgermeister. Wir verwalten sachlich das, was uns die Bürger übergeben haben und haben uns als Teil der Exekutive, wie auch Polizei und Ordnungsamt an die Gesetze zu halten, die andere machen.
nnz: Als CDU-Mitglied sind sie aber auch nicht wirklich politisch neutral.
Klante: Ich kann meine Partei nutzen, um wunde Stellen aufzuzeigen und über diesen Weg Dinge in Richtung Legislative zu schieben aber als Bürgermeister bin ich der parteipolitisch neutralen Amtsausübung verpflichtet und das nehme ich sehr ernst.
nnz: Herr Bürgermeister, wir bedanken uns für das Gespräch.
Das Interview führte Angelo Glashagel


