Sa, 16:18 Uhr
24.03.2018
Hier muss die kommunale Politik unbedingt handeln
Der Tierschutzgedanke hat Risse bekommen
Im Tierheim an der Alten Schäferei ist heute nach möglichst vielen Ostereiern gesucht worden. Dazu hatte das Team um Jennifer Schenk alle Tierfreunde der Region eingeladen. Eigentlich Grund zur Freude. Aber nur eigentlich...
Ostereiersuche im Nordhäuser Tierheim (Foto: privat)
Vor Kurzem wurde das Katzenhaus des städtischen Tierheimes aufgrund vorhandener Baumängel kurzfristig geschlossen. An der Fassade des Altbaus zeichnet sich eine starke Rissbildung ab; eine Unterbringung von Fund- und Abgabetieren ist derzeit nicht möglich.
Das Dach ist im Giebelbereich durch mehrere Drehstützen verstärkt -optisch leicht erkennbar für jeden Besucher. Damit ist der Gefahr im Verzug zumindest bautechnisch erst einmal Einhalt geboten. Aber: Die Stadtordnung ist damit aber noch nicht erfüllt. Diese besagt nämlich, dass Tiere nur so gehalten werden dürfen, dass die Allgemeinheit nicht gefährdet oder belästigt wird (§25 Abs.1). Zudem ist das Füttern verwilderter Haustiere -unter diese Kategorie zählen auch unzählige wilde, herrenlose und streunende Katzen- nicht gestattet (§25 Abs.2).
Erfahrungsgemäß kommen auch in diesem Jahr wieder mehrere hundert Katzenbabys zur Welt, die im Anschluss zum Zweck einer tierschutzgerechten Unterbringung in die Obhut des Heimes gegeben werden sollen.
Was passiert nun mit den vielen Tieren? Dem Tierheim, zu dessen Aufgaben neben der Gefahrenabwehr im Rahmen des Ordnungs- und Fundrechtes sowie des Tierschutzes im Rahmen der Öffentlichkeit auch die Betreuung und Pflege von Fundtieren und behördlich sichergestellten Tieren gehört, sind die Hände gebunden. Es ist aufgrund der derzeitigen baulichen Lage in der Ausübung seiner Tätigkeit massiv gehindert und allein aus Eigenmitteln kann das Geld nicht aufgebracht werden. Die Kosten für den Neubau eines Katzenhauses übersteigen die finanziellen Kapazitäten des gemeinnützigen Vereines.
Das dürfte auch der Stadt bekannt sein, die zwischenzeitlich zumindest über eine Containerlösung zur Unterbringung der Tiere nachdenke. Näheres solle Ende April im Austausch mit der Stadtführung besprochen werden.
Cornelia Wilhelm
Autor: red
Ostereiersuche im Nordhäuser Tierheim (Foto: privat)
Vor Kurzem wurde das Katzenhaus des städtischen Tierheimes aufgrund vorhandener Baumängel kurzfristig geschlossen. An der Fassade des Altbaus zeichnet sich eine starke Rissbildung ab; eine Unterbringung von Fund- und Abgabetieren ist derzeit nicht möglich.
Das Dach ist im Giebelbereich durch mehrere Drehstützen verstärkt -optisch leicht erkennbar für jeden Besucher. Damit ist der Gefahr im Verzug zumindest bautechnisch erst einmal Einhalt geboten. Aber: Die Stadtordnung ist damit aber noch nicht erfüllt. Diese besagt nämlich, dass Tiere nur so gehalten werden dürfen, dass die Allgemeinheit nicht gefährdet oder belästigt wird (§25 Abs.1). Zudem ist das Füttern verwilderter Haustiere -unter diese Kategorie zählen auch unzählige wilde, herrenlose und streunende Katzen- nicht gestattet (§25 Abs.2).
Erfahrungsgemäß kommen auch in diesem Jahr wieder mehrere hundert Katzenbabys zur Welt, die im Anschluss zum Zweck einer tierschutzgerechten Unterbringung in die Obhut des Heimes gegeben werden sollen.
Was passiert nun mit den vielen Tieren? Dem Tierheim, zu dessen Aufgaben neben der Gefahrenabwehr im Rahmen des Ordnungs- und Fundrechtes sowie des Tierschutzes im Rahmen der Öffentlichkeit auch die Betreuung und Pflege von Fundtieren und behördlich sichergestellten Tieren gehört, sind die Hände gebunden. Es ist aufgrund der derzeitigen baulichen Lage in der Ausübung seiner Tätigkeit massiv gehindert und allein aus Eigenmitteln kann das Geld nicht aufgebracht werden. Die Kosten für den Neubau eines Katzenhauses übersteigen die finanziellen Kapazitäten des gemeinnützigen Vereines.
Das dürfte auch der Stadt bekannt sein, die zwischenzeitlich zumindest über eine Containerlösung zur Unterbringung der Tiere nachdenke. Näheres solle Ende April im Austausch mit der Stadtführung besprochen werden.
Cornelia Wilhelm

