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Mi, 12:02 Uhr
08.12.2004

Die Zeit ohne T. P.

Nordhausen (nnz). Charakteristisch selbst der Abgang: Im nichtöffentlichen Teil der letzten Stadtratssitzung dieses Jahres hatte sich Thomas Pape von den Stadträten verabschiedet. Wie wird die Zeit danach aussehen? Die nnz ging auf Recherche.


Da ist zunächst die kommunalpolitische Komponente des Thomas Pape. Er war über Jahre hinweg der „Dominator“ der CDU-Stadtratsfraktion. Seine Arbeit war geschätzt, auch vom politischen „Gegner“, seine Rededuelle mit Matthias Jendricke oder Detlef Kiel wurden nicht nur von lokalen Journalisten „geliebt“. Jetzt werden sich die Beobachter der Szenerie mit einem etwas anderen Stil im Stadtrat vertraut machen. Im Januar wird Pape seinen Fraktionsvorsitz abgeben, er wird einem Nachfolger Platz machen. Pape wird dann auch sein Mandat niederlegen. Damit rückt – sieht man sich die Nachrückerliste der CDU an – Sven Lutze in die Fraktion nach und trägt zur altersmäßigen Verschlankung bei. Vielleicht kann Lutze dann auch den Stadträten erklären, warum er – vermutlich – in der vergangenen Woche in Erfurt den Beschlüssen des Landesparteitages seiner Partei zugestimmt und damit quasi die Folgen für die Kommunen abgesegnet hat, mit denen sich der Stadtrat dann zu quälen hat.

Wie es im Kreistag mit Thomas Pape weitergeht, konnte in dieser Woche die CDU-Geschäftsstelle in Nordhausen nicht sagen. Im Kreistag sitzt Pape bislang nur im Sozialausschuß, doch seine Stimme wird fehlen, wenn es um Abstimmungen geht.

Was im Kreistag noch nicht geregelt ist, das funktioniert im Jugendsozialwerk. Hier ist alles geregelt. Der neue Mann an der Spitze der sozialen Einrichtung ist Dr. Wolfgang Jessen (siehe nnz-Archiv). Der 40-jährige wird am 1. März seinen Job als Geschäftsführender Direktor in Nordhausen antreten und steht einem „viereinhalbköpfigen“ Direktorium vor. Eine Woche lang hatte sich der Mann, der jetzt noch bei der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) arbeitet, mit Nordhausen vertraut gemacht, hatte in die Strukturen des Jugendsozialwerkes hineingeschnuppert. Für Jessen ist der neue Job durchaus eine Herausforderung, obwohl er in den zurückliegenden Jahren für die GTZ die „Welt bereiste“. Es werde wohl kaum großartige Veränderungen geben, das System solle eher konsolidiert werden, so Dr. Wolfgang Jessen gegenüber der nnz. Und genau diese Konsolidierung wird eine Herausforderung werden, der er sich mit der neuen Aufgabe vor dem Hintergrund heruntergefahrener Haushalte in den Kommunen und im Land stellen wird.

Es sind vielleicht neue Modelle, die dann diskutiert werden sollen, in erster Linie wird der Erhalt der Arbeitsplätze im Mittelpunkt stehen, parallel dazu kommt die Aufrechterhaltung des sozialen Angebotes des Jugendsozialwerks. Mitte Februar wird Wolfgang Jessen gemeinsam mit seiner Frau nach Nordhausen ziehen.
Autor: nnz

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