Mi, 07:29 Uhr
08.12.2004
Im Januar ins Theater
Nordhausen (nnz). Auch im kommenden Jahr wird sich ein Theaterbesuch in Nordhausen lohnen. Die nnz hat sich jetzt schon mal die Spielplan für den Januar 2005 angesehen.
Montags im Foyer
Die Veranstaltungsreihe des Fördervereins Theater Nordhausen e.V.: Puccinis Tosca ist ihre zweite Inszenierung am Theater Nordhausen. Die Premiere wird gerade drei Tage alt sein, wenn sie sich selbst dem Publikum stellt und sich vorstellen lässt: die Regisseurin Kerstin Weiß. Der Vorsitzende des Fördervereins des Theaters Nordhausen e.V., Dr. Götz Ehrhardt, wird gemeinsam mit der künstlerischen Betriebsdirektorin des Theaters, Angela Kalms, die Oberspielleiterin (und bekennenden Fußballfan!) Kerstin Weiß vorstellen.
24. Januar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen, Foyer
Weibertratsch
Es war vorherzusehen: Mit ein-, zweimal Tratschen geben sich Frauen nicht zufrieden. Selbst wenn sie als Oberspielleiterin, Ballettdirektorin und Chefdramaturgin auch sonst das Sagen haben! So werden Kerstin Weiß, Jutta Wörne und Anja Eisner auch im Januar einem Prominenten zum Titel Mann des Monats verhelfen. In einem Wortkampf nach Runden, der übrigens von einem Mann (!), von Andreas Nebelung, geleitet wird, führen die Weiber für ihren Kandidaten Argumente ins Feld, von denen sie hoffen, die anderen beiden Kandidaten würden an diese Qualitäten nicht heranreichen. Das letzte Wort hat erneut die bewährte international ausgewählte Zuschauerjury.
27. Januar, 20.00 Uhr, Theater Nordhausen, Damenloge
Tosca
Als Giacomo Puccini das Schauspiel Tosca von Sardou mit der großen Schauspielerin Sarah Bernhardt in der Titelrolle gesehen hatte, war er begeistert von dem starken Stoff, obwohl er – des Französischen nicht mächtig – kein Wort, aber dennoch das Stück zutiefst verstanden hatte. Vor dem Hintergrund des seit 1796 währenden Krieges mit Frankreich spielt das Stück 1800 in Rom. Am Tag eines vermeintlichen Sieges gegen Napoléon werden sowohl der Maler Cavaradossi als auch seine Geliebte, die Sängerin Floria Tosca, politisch und in ihren menschlichen Qualitäten existentiell geprüft. Tosca hofft, dass sie Cavaradossi vor dem Zugriff der gehassten Staatsmacht retten kann, indem sie sich dem Polizeichef, Baron Scarpia, hingibt. Doch ihr Plan endet tragisch.
Puccini schrieb an seinen Verleger Ricordi: In dieser Tosca sehe ich die Oper, die mir auf den Leib geschrieben ist, eine Oper ohne übermäßige Längen, die wirkungsvolles Theater ist und Gelegenheit für eine Fülle von Musik bietet. Ricordi besorgte ihm die Rechte am Sujet, und Puccini komponierte seine fünfte Oper, eine bestechende Mischung aus Sex, Sadismus, Religion und Kunst.
Vier Jahre dauerte die Arbeit, da Puccini pedantisch auf das Libretto achtete. Luigi Illica schrieb ihm farbenprächtige dramatische Höhepunkte, die die Dramaturgie für die Musik bestimmten. Giuseppe Giacosa erhielt dann konkrete Aufträge vom Komponisten, wie die Verse zu klingen hätten. Um diese wunderbare Einheit nicht zu zerstören, wird die Oper in Nordhausen in ihrer Originalsprache, in Italienisch, zur Aufführung kommen.
Musikalische Leitung: Hiroaki Masuda, Inszenierung: Kerstin Weiß, Bühne: Norbert Bellen, Kostüme: Katrin Kammann
Premiere: 21. Januar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
nächste Vorstellung: 23. Januar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Einführung: 9. Januar, 11.00 Uhr, Theater Nordhausen, Foyer
Gastspiele im Januar
Die CHarmonists", Solisten renommierter deutscher Opernhäuser, laden in die Zeit von Evergreens wie Veronika, der Lenz ist da und Mein kleiner grüner Kaktus ein. Im Dezember 1927 suchte der arbeitslose Schauspielstudent Harry Frommermann, inspiriert von der Musik der amerikanischen Revellers, Mitstreiter. So wurden die Comedian Harmonists geboren, deren Musik- und Gesangsstil Millionen Menschen berührt und fasziniert hat. Die Show der CHarmonists zeigt die Geschichte des deutschen Welterfolgs, eine Hommage an das einzigartig dastehende Ensemble.
COMEDIAN HARMONISTS: 22. Januar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Die Große MUSICAL NIGHT ist eine Parade der beliebtesten Musical-Hits, dargeboten von einem Ensemble mit Stars der Produktionen in Hamburg, Bochum, London und New York. Die rasante Musical Show, die in den letzten Jahren bereits triumphale Erfolge feiern konnte, entstand unter der Regie der Hauptdarstellerin aus der Hamburger Erfolgsproduktion Das Phantom der Oper. Wer möchte nicht einmal den Musical-Star Colby Thomas aus New York, die Hauptdarsteller aus dem Phantom der Oper, Starlight Express, Les Miserables, Cats, Die Schöne und das Biest oder Miss Saigon aus nächster Nähe erleben? Die Musical Night macht es möglich.
MUSICAL NIGHT: 29. Januar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Die Reise geht nach Norden. In der Reisediashow Schweden wird ein Land vorgestellt, das über solche Dimensionen verfügt, dass es sich über verschiedene Vegetationszonen erstreckt. In der Show werden die Menschen, die Stille und die Natur des Landes gezeigt.
Reisediashow: 31. Januar, 20.00 Uhr, Theater Nordhausen
5. SINFONIEKONZERT
Bedřich Smetana, Ouvertüre zur Oper Die verkaufte Braut
Johannes Brahms, Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op. 77
Franz Schubert, Sinfonie Nr. 4 c-Moll D 417 Tragische Sinfonie
Marek Adam Smentek, Violine
Musikalische Leitung: GMD Hiroaki Masuda
In manchen Solokonzerten bringt die furchteinflößende Allmacht des Virtuosen das Orchester fast zum Verstummen. Ganz anders ist das beim Violinkonzert von Brahms: Mit aller sinfonischen Kraft bietet das Orchester dem Solisten Paroli. Spannung ist darum garantiert, wenn Marek Adam Smentek, der Konzertmeister der Loh-Orchesters, seine Kollegen in diesem Konzert als Solist herausfordert. Dass Smentek diese Herausforderung zu meistern imstande ist, hat er dem Publikum in Nordhausen und Sondershausen bereits mehrfach bewiesen. Übrigens hat gerade die sinfonische Kraft dieses Konzerts die größten Geiger angeregt, in ihren Solokadenzen Brahms’ musikalische Gedanken weiterzudenken. Smentek wird neben einer Kadenz des Brahms-Freundes Joseph Joachim eine von Fritz Kreisler spielen.
Konzerte:
29. Januar 2005, 19.30 Uhr, Haus der Kunst Sondershausen;
30. Januar 2005, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Einführung mit dem Konzertdramaturgen Steffen Seiferling jeweils 19.00 Uhr im Foyer
NEUJAHRSKONZERT
Werke von Beethoven, Borodin, Dvořák, Gerster, Gounod, Grieg, Herrmann, Piazzolla, Smetana und Joseph Strauß - Musikalische Leitung: GMD Hiroaki Masuda
Nachdem GMD Hiroaki Masuda das noch laufende Jahr mit Klängen aus dem fernen Osten eingeleitet hat, wendet er sich diesmal einer weiteren aufstrebenden Weltgegend zu: Südamerika kommt mit echt argentinischen Klängen von Astor Piazzolla zu Wort. Jedoch gerät auch das gute alte Europa nicht aus dem Blickfeld: Musik aus der Strauß-Dynastie bleibt eine feste Größe der Feierkultur, und ein alter Bekannter kommt wieder zu Ehren: Ottmar Gerster mit seinen Oberhessischen Bauerntänzen. Ein Programm voll Weltläufigkeit, das zugleich lokale Traditionen nicht vernachlässigt. Der Abend wird von Intendant Lars Tietje gemeinsam mit der Chefdramaturgin Anja Eisner bzw. der Oberspielleiterin Kerstin Weiß moderiert.
Konzerte:
1. Januar 2005, 18.00 Uhr, Achteckhaus Sondershausen
2. Januar 2005, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
8. Januar 2005, 19.30 Uhr, Bad Langensalza
Autor: nnzMontags im Foyer
Die Veranstaltungsreihe des Fördervereins Theater Nordhausen e.V.: Puccinis Tosca ist ihre zweite Inszenierung am Theater Nordhausen. Die Premiere wird gerade drei Tage alt sein, wenn sie sich selbst dem Publikum stellt und sich vorstellen lässt: die Regisseurin Kerstin Weiß. Der Vorsitzende des Fördervereins des Theaters Nordhausen e.V., Dr. Götz Ehrhardt, wird gemeinsam mit der künstlerischen Betriebsdirektorin des Theaters, Angela Kalms, die Oberspielleiterin (und bekennenden Fußballfan!) Kerstin Weiß vorstellen.
24. Januar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen, Foyer
Weibertratsch
Es war vorherzusehen: Mit ein-, zweimal Tratschen geben sich Frauen nicht zufrieden. Selbst wenn sie als Oberspielleiterin, Ballettdirektorin und Chefdramaturgin auch sonst das Sagen haben! So werden Kerstin Weiß, Jutta Wörne und Anja Eisner auch im Januar einem Prominenten zum Titel Mann des Monats verhelfen. In einem Wortkampf nach Runden, der übrigens von einem Mann (!), von Andreas Nebelung, geleitet wird, führen die Weiber für ihren Kandidaten Argumente ins Feld, von denen sie hoffen, die anderen beiden Kandidaten würden an diese Qualitäten nicht heranreichen. Das letzte Wort hat erneut die bewährte international ausgewählte Zuschauerjury.
27. Januar, 20.00 Uhr, Theater Nordhausen, Damenloge
Tosca
Als Giacomo Puccini das Schauspiel Tosca von Sardou mit der großen Schauspielerin Sarah Bernhardt in der Titelrolle gesehen hatte, war er begeistert von dem starken Stoff, obwohl er – des Französischen nicht mächtig – kein Wort, aber dennoch das Stück zutiefst verstanden hatte. Vor dem Hintergrund des seit 1796 währenden Krieges mit Frankreich spielt das Stück 1800 in Rom. Am Tag eines vermeintlichen Sieges gegen Napoléon werden sowohl der Maler Cavaradossi als auch seine Geliebte, die Sängerin Floria Tosca, politisch und in ihren menschlichen Qualitäten existentiell geprüft. Tosca hofft, dass sie Cavaradossi vor dem Zugriff der gehassten Staatsmacht retten kann, indem sie sich dem Polizeichef, Baron Scarpia, hingibt. Doch ihr Plan endet tragisch.
Puccini schrieb an seinen Verleger Ricordi: In dieser Tosca sehe ich die Oper, die mir auf den Leib geschrieben ist, eine Oper ohne übermäßige Längen, die wirkungsvolles Theater ist und Gelegenheit für eine Fülle von Musik bietet. Ricordi besorgte ihm die Rechte am Sujet, und Puccini komponierte seine fünfte Oper, eine bestechende Mischung aus Sex, Sadismus, Religion und Kunst.
Vier Jahre dauerte die Arbeit, da Puccini pedantisch auf das Libretto achtete. Luigi Illica schrieb ihm farbenprächtige dramatische Höhepunkte, die die Dramaturgie für die Musik bestimmten. Giuseppe Giacosa erhielt dann konkrete Aufträge vom Komponisten, wie die Verse zu klingen hätten. Um diese wunderbare Einheit nicht zu zerstören, wird die Oper in Nordhausen in ihrer Originalsprache, in Italienisch, zur Aufführung kommen.
Musikalische Leitung: Hiroaki Masuda, Inszenierung: Kerstin Weiß, Bühne: Norbert Bellen, Kostüme: Katrin Kammann
Premiere: 21. Januar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
nächste Vorstellung: 23. Januar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Einführung: 9. Januar, 11.00 Uhr, Theater Nordhausen, Foyer
Gastspiele im Januar
Die CHarmonists", Solisten renommierter deutscher Opernhäuser, laden in die Zeit von Evergreens wie Veronika, der Lenz ist da und Mein kleiner grüner Kaktus ein. Im Dezember 1927 suchte der arbeitslose Schauspielstudent Harry Frommermann, inspiriert von der Musik der amerikanischen Revellers, Mitstreiter. So wurden die Comedian Harmonists geboren, deren Musik- und Gesangsstil Millionen Menschen berührt und fasziniert hat. Die Show der CHarmonists zeigt die Geschichte des deutschen Welterfolgs, eine Hommage an das einzigartig dastehende Ensemble.
COMEDIAN HARMONISTS: 22. Januar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Die Große MUSICAL NIGHT ist eine Parade der beliebtesten Musical-Hits, dargeboten von einem Ensemble mit Stars der Produktionen in Hamburg, Bochum, London und New York. Die rasante Musical Show, die in den letzten Jahren bereits triumphale Erfolge feiern konnte, entstand unter der Regie der Hauptdarstellerin aus der Hamburger Erfolgsproduktion Das Phantom der Oper. Wer möchte nicht einmal den Musical-Star Colby Thomas aus New York, die Hauptdarsteller aus dem Phantom der Oper, Starlight Express, Les Miserables, Cats, Die Schöne und das Biest oder Miss Saigon aus nächster Nähe erleben? Die Musical Night macht es möglich.
MUSICAL NIGHT: 29. Januar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Die Reise geht nach Norden. In der Reisediashow Schweden wird ein Land vorgestellt, das über solche Dimensionen verfügt, dass es sich über verschiedene Vegetationszonen erstreckt. In der Show werden die Menschen, die Stille und die Natur des Landes gezeigt.
Reisediashow: 31. Januar, 20.00 Uhr, Theater Nordhausen
5. SINFONIEKONZERT
Bedřich Smetana, Ouvertüre zur Oper Die verkaufte Braut
Johannes Brahms, Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op. 77
Franz Schubert, Sinfonie Nr. 4 c-Moll D 417 Tragische Sinfonie
Marek Adam Smentek, Violine
Musikalische Leitung: GMD Hiroaki Masuda
In manchen Solokonzerten bringt die furchteinflößende Allmacht des Virtuosen das Orchester fast zum Verstummen. Ganz anders ist das beim Violinkonzert von Brahms: Mit aller sinfonischen Kraft bietet das Orchester dem Solisten Paroli. Spannung ist darum garantiert, wenn Marek Adam Smentek, der Konzertmeister der Loh-Orchesters, seine Kollegen in diesem Konzert als Solist herausfordert. Dass Smentek diese Herausforderung zu meistern imstande ist, hat er dem Publikum in Nordhausen und Sondershausen bereits mehrfach bewiesen. Übrigens hat gerade die sinfonische Kraft dieses Konzerts die größten Geiger angeregt, in ihren Solokadenzen Brahms’ musikalische Gedanken weiterzudenken. Smentek wird neben einer Kadenz des Brahms-Freundes Joseph Joachim eine von Fritz Kreisler spielen.
Konzerte:
29. Januar 2005, 19.30 Uhr, Haus der Kunst Sondershausen;
30. Januar 2005, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Einführung mit dem Konzertdramaturgen Steffen Seiferling jeweils 19.00 Uhr im Foyer
NEUJAHRSKONZERT
Werke von Beethoven, Borodin, Dvořák, Gerster, Gounod, Grieg, Herrmann, Piazzolla, Smetana und Joseph Strauß - Musikalische Leitung: GMD Hiroaki Masuda
Nachdem GMD Hiroaki Masuda das noch laufende Jahr mit Klängen aus dem fernen Osten eingeleitet hat, wendet er sich diesmal einer weiteren aufstrebenden Weltgegend zu: Südamerika kommt mit echt argentinischen Klängen von Astor Piazzolla zu Wort. Jedoch gerät auch das gute alte Europa nicht aus dem Blickfeld: Musik aus der Strauß-Dynastie bleibt eine feste Größe der Feierkultur, und ein alter Bekannter kommt wieder zu Ehren: Ottmar Gerster mit seinen Oberhessischen Bauerntänzen. Ein Programm voll Weltläufigkeit, das zugleich lokale Traditionen nicht vernachlässigt. Der Abend wird von Intendant Lars Tietje gemeinsam mit der Chefdramaturgin Anja Eisner bzw. der Oberspielleiterin Kerstin Weiß moderiert.
Konzerte:
1. Januar 2005, 18.00 Uhr, Achteckhaus Sondershausen
2. Januar 2005, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
8. Januar 2005, 19.30 Uhr, Bad Langensalza


