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So, 10:10 Uhr
18.03.2018
Bundesweite Analyse:

Gefährliche Pflaster für Wohnmobile

Neben herkömmlichen PKW geraten auch immer wieder Wohnmobile und -wagen in den Fokus von Dieben, Brandstiftern und Vandalen. Die Kriminalstatistik gibt allerdings keine Auskunft darüber, in welchen Regionen es für Besitzer mobiler Eigenheime besonders gefährlich ist. Eine Analyse von Campanda, der weltweit größten Plattform zum Mieten und Vermieten von Wohnmobilen und Campern, kommt zu einem Ergebnis...

Auswertung nach Bundesländern (Foto: Campanda)
Wohnmobile und Wohnwagen werden in der Regel nur saisonweise genutzt und stehen für den Rest des Jahres mehr oder weniger unbeobachtet herum. Für Diebe ist dies oftmals eine günstige Gelegenheit. Um auf diese Gefahr aufmerksam zu machen, hat Campanda über 1220 veröffentlichte Pressemitteilungen der Polizei aus dem vergangenen Jahr ausgewertet und analysiert. In welchen Regionen sich Wohnwagen- und Wohnmobil-Besitzer besonders gegen Sachbeschädigung, Brandstiftung und Diebstahl schützen müssen, hat Campanda ermittelt.

Bei einem Drittel der untersuchten Fälle wurden die Fahrzeuge beschädigt, entweder aus Zerstörungswut oder als Mittel zum Zweck. Denn, um etwas aus dem Camper zu entwenden, was in 18 Prozent der Fälle geschah, muss dieser zunächst gewaltsam geöffnet werden. Etwas aufwendiger ist es da, das gesamte Gefährt zu stehlen.

Doch bei jedem fünften Fall ließen sich die Diebe nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Obwohl Wohnmobile oft einen höheren Wert haben, die höchste ausgewiesene Schadenssumme lag bei 100.000 Euro (Diebstahl eines Fiat Ducato in Hannover), scheinen Wohnwagen im Vergleich das beliebtere Diebesgut zu sein: Bei 76 Prozent der gestohlenen Fahrzeuge handelte es sich um einen Caravan.

Eigenes Grundstück ist unsicherer Stellplatz

Rund 40 Prozent der Pressemitteilungen konnte zusätzlich entnommen werden, wo der Camper zu Schaden gekommen ist. Häufigster Tatort ist das Grundstück: 56 Prozent der Delikte sind auf einem Grundstück verübt worden, darunter fallen Privatgrundstücke und auch Firmengelände wie beispielsweise die von Autohändlern. Etwas sicherer scheint es da auf Campingplätzen und Stellplätzen zu sein: Hier ist es jeweils in 16 Prozent der Fälle zu Straftaten gekommen.

Aufpassen in Nordrhein-Westfalen

Einen weniger erfreulichen Platz eins belegt Nordrhein-Westfalen: Ein Drittel der analysierten Delikte entfallen auf das bevölkerungsreichste Bundesland. Ein Viertel der verzeichneten Straftaten fanden in Baden-Württemberg statt, während Platz drei Niedersachsen mit 19 Prozent belegt.

Allerdings obliegt es den Polizeidirektionen der Bundesländer, ob und welche Pressemitteilungen veröffentlicht werden. Die Polizei Berlin gab auf Nachfrage an, dass bei der Vielzahl an täglichen Straftaten schwerwiegende Delikte einen höheren Stellenwert haben und daher keine Meldungen zu Campern zu finden sind. Die Bundesländer Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt nutzen den Presseservice OTS nicht.
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