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Di, 07:30 Uhr
13.02.2018
zwei Jubiläen für Nordhäuser Jazzer

Jazztastischer Jahresstart

Jazz, Blues und Rock, klassische oder modern, entspannt, verrückt oder ganz anders: wer musikalische Bandbreite sucht kommt im Thüringer Norden um den Nordhäuser Jazzclub kaum herum. Im März wollen die Jazzer in die neue Saison starten, der "Jazzfrühling" steht vor der Tür. Was im Herbst auf dem Programm stehen könnte weiß man indes noch nicht, den auch für den Vorzeigeverein haben sich die Zeiten geändert...

Jazzclub startet in das Jazzjahr 2018 (Foto: Archiv)
Mit dem Jahresauftakt im Wasserwerk kann der Nordhäuser Jazzclub mehr als zufrieden sein, volles Haus, begeistertes Publikum, selbst Musiker Wolfram Huschke hätte sich ob des regen Zuspruchs äußerst erfreut gezeigt, sagt der Jazzclubvorsitzende, Holger Gonska.

Das man vor ausverkauftem Haus spielt, dass ist für den Jazzclub keine Selbstverständlichkeit. Die Jazzer haben sich nicht dem Profit verschrieben, sondern der Musik in ihren verschiedensten Spielrichtungen. Bezahlt werden hier nur die Musiker, nicht der Veranstalter. Statt reines Populärprogramm zu machen bringt der Verein immer auch wieder unbekannte Künstler aus den obskuren Ecken moderner Musikalität nach Nordhausen. In der Thüringer Jazzszene sei man nur in Jena aktiver, sagt Jazzclub-Chef Gonska, das Publikum komme längst nicht mehr nur aus der Region sondern dem ganzen Bundesgebiet, gerade dann wenn mal wieder ein etwas ausgefalleneres Highlight auf Nordhausens Bühnen zu Gast ist, wie etwa der Ausnahme-Schlagzeuger Terry Bozzio im vergangenen Herbst.

Die "Großen" holen um die "Kleinen" bringen zu können, das sei früher leichter gewesen als heute, meint Gonska, die Unterstützung für den zweitgrößten Konzertveranstalter der Region von Seiten der Stadt habe in den besten Zeiten zwischen 5.000 und 8.000 Euro im Jahr gelegen. Die finanzielle Hilfe für den inzwischen 58 Mitglieder starken Club gibt es schon länger nicht mehr, die eine oder andere gut dotierte Auszeichnung habe in der Vergangenheit geholfen, inzwischen sei man aber an einem Punkt angekommen an dem man sehen müsse was das Frühjahr bringe bevor man konkret für den Herbst planen könne, meint Gonska, es sei gut wenn man feste Kalkulationsgrößen habe.

Holger Gonska: Jazz hat's auch 2018 (Foto: Angelo Glashagel)

Jazz hat's

Von den Schwierigkeiten wollen sich die Jazzer indes nicht aufhalten lassen, für 2018 stehen zwei große Jubiläen im Kalender: dem 20. Jazzfrühling und dem 35. Jazzfest das zugleich Vereinsgeburtstag ist. Der musikalische Frühjahrsreigen beginnt am 10. März in der Cyriacikapelle mit Other Animal. Die Combo verbindet nicht nur Jazz-Improvisation, Alternative Rock, Neue Musik und Ambient sondern geht noch einen Schritt über die bekannten Pfade hinaus. Es folgt das Pulsar Trio am 24. März. Die Truppe bringt Instrumente zusammen die eigentlich nicht zueinander gehören und dürften mit ihren Auftritten in der Kurzen Meile schon den einen oder anderen Nordhäuser Fan gewonnen haben. Apropos Kurze Meile: anders als im vergangenen Jahr soll es in 2018 wieder mehr Konzerte in der Barfüßer Straße geben, kündigte Gonska an. Das "Wann" und "Wer" steht allerdings noch nicht fest.

Im April geht es ausgefallen weiter, Lammel, Lauer, Bornstein sind nach einem furiosen Auftritt zum JazzRabazz vor zwei Jahren wieder in der Rolandsstadt. Am 4. April sind die drei Jungs mit ihren virtuosen Klangreisen in der Cyricai-Kapelle zu sehen. Angekündigt hat sich auch wieder das Wombo Orchestra am 14. April, SHOB spielen am 20. April ProgRock/Funk der Extraklasse und die Grandmothers of Invention besuchen Nordhausen auf ihrer Farewell-Tour durch Europa am 28. April und spielen dann in der Altendorfer Kirche. Den Abschluss des 20. Jazzfrühlings wird man am 26. Mai mit "Jazz im Zelt" feiern.

Das 35. Jazzfest wird am 28. September mit Friend & Fellow/Bormann in der Kreissparkasse eröffnet. Auch der Termin für den Rabazz hat man schon fest gemacht: die große Endjahressause findet am 17. November statt. Programm: vorerst unbekannt.
Angelo Glashagel
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