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So, 17:36 Uhr
26.08.2001

2. Nordhäuser Grafikpreis vergeben

Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Meyenburg-Museum ist am Vormittag der zweite Ilsetraut-Glock-Grabe-Preis vergeben worden. Über den mit 3.000 Mark dotierten Grafikpreis konnte sich die Thüringer Künstlerin Uta Zaumseil freuen.


Unter neun verbliebenen Kandidaten, die im zweiten Durchgang in die engere Wahl kamen, hatten die sechs Juroren auch in diesem Jahr die Qual der Wahl.

Die Thüringer Künstlerin Uta Zaumseil erhalten lebt in Mehla und hat sich seit 1989dem Holzschnitt verschrieben, oft auch in Kombination mit dem Linolschnitt. Uta Zaumseil überzeugte durch ihren souveränen Umgang mit Architekturversatzstücken, die sie collageartig übereinander schiebt. Sie erzeugt dadurch eine starke suggestive räumliche Wirkung. In ihren Werken treffen sich Geschichte und Gegenwart. Die Künstlerin fühlt sich dem Bildgegenstand in der Kunst verpflichtet, verleiht ihm jedoch eine eigenständige bildnerische Realität, die gegenwärtig in Deutschland ihresgleichen sucht.

Zur Endauswahl kamen folgende Künstler: Hein Bohlen (Niedersachsen), Roger Bonnard (Thüringen), Fritz Dommel (Niedersachsen), Gabriele Just (Thüringen), Kristin Grothe (Niedersachsen), Edgar Knobloch (Thüringen), Bernhard Lehmann (Niedersachsen), Thomasz Paczewski (Niedersachsen) und letztlich die Preisträgerin selbst. Die neun Künstler reichten jeweils fünf Arbeiten ein. Die Blätter zeigen, dass diese Künstler eine ganz eigene Handschrift entwickelt haben, so dass die Ausstellungsbesucher einen abwechslungsreichen Blick auf die grafische Kunst unserer Zeit haben werden.

Doch in diesem Jahr gab es zur Preisverleihung auch noch eine Novität. Nach Absprache mit der Stifterin Ilsetraut Glock, der Kreissparkasse und dem Stiftungsrat wird in diesem Jahr noch ein Förderpreis von 1.000 Mark an einen jüngeren Künstler vergeben. Ihn erhielt Edgar Knobloch aus Bad Frankenhausen, der fünf Kohle- und Kreidezeichnungen im Format 73cm x 51cm einreichte. Obwohl der Ilsetraut-Glock-Grabe-Preis erst zum zweiten Mal vergeben wird, zeigt die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten, dass er bereits einen guten Ruf besitzt.
Autor: nnz

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