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Do, 22:59 Uhr
25.01.2018
Interview mit SVC-Kapitän Sebastian Buntfuß

"Das ist Volleyball zum Anfassen"

Zum zweiten Heimspiel des Jahres empfangen die Regionalliga-Volleyballer des SVC Nordhausen morgen die L.E. Volleys II in der Turnhalle der Käthe-Kollwitz-Schule. Sandra Arm sprach mit SVC-Kapitän Sebastian Buntfuß über seine mehrwöchige Trainingspause, das Auswärtsspiel in Erfurt, einem Trend aus der Hinrunde und die kommende Heimaufgabe...

SVC-Kapitän Sebastian Buntfuß rechts im Bild (Foto: Ch. Keil) SVC-Kapitän Sebastian Buntfuß rechts im Bild (Foto: Ch. Keil)
Herr Buntfuß, wie geht es Ihnen gesundheitlich?

Sebastian Buntfuß:
Ich habe meinen Virusinfekt auskuriert, bin nach fünf Wochen endlich wieder gesund und fühle mich fit.

Dann war die mehrwöchige Zwangspause eine Wohltat für Sie?

Sebastian Buntfuß: Die Pause war notwendig, weil sonst wäre ich den Infekt nicht losgeworden und würde mich weiter damit rumquälen. Trainiert habe ich seit dem Weihnachtsturnier (22. Dezember) nicht mehr. Die Teilnahme am Silvesterlauf (31. Dezember) und mein Einsatz im Kellerduell gegen den SV Reudnitz (6. Januar) haben mir den Rest gegeben. Danach lag ich zwei Wochen richtig flach, der Körper hat mir signalisiert, dass jetzt nichts mehr geht. Geplant war, dass ich mit zum Biathlon-Weltcup nach Oberhof fahre. Die Karten hatte ich von meinen Schwiegereltern bekommen, aber es ging gesundheitlich einfach nicht. Der Körper brauchte einfach Ruhe. Voll im Training stehe ich seit dem 17. Januar wieder.

Und Punktspiele?

Sebastian Buntfuß:
Beim Auswärtsspiel am vergangenen Samstag beim Erfurter VC stand ich auf dem Feld. Es war von der Leistung noch nicht das, was ich mir vorgestellt hatte, aber es war nach der mehrwöchigen Pause in Ordnung. Ich will mich langsam wieder rantasten.

Gegen die Erfurter war nicht mehr als ein Satzgewinn möglich?

Sebastian Buntfuß:
Wir haben es uns selbst schwer gemacht, indem die Annahme nicht da war. Wir hatten im zweiten Satz eine gute Annahme, konnten unser Spiel aufziehen und den Durchgang für uns entscheiden. Das wäre in den darauffolgenden Sätzen ebenso möglich gewesen, wenn wir es uns nicht mit der Annahme selbst schwer gemacht hätten. In den Situationen hat sich das fehlende Training von Matze (Matthias Gäpler), er ist gerade im Umzugsstress, und Dominik (Dominik Rieger) etwas bemerkbar gemacht.

Die Sätze drei (25:15) und vier (25:12) gewann Erfurt recht deutlich.

Sebastian Buntfuß:
In den Durchgängen haben wir uns fast selbst aufgegeben. Ärgerlich, weil Erfurt vom Vortag schon vier Sätze im Pokal gegen Jena in den Knochen hatte. Wir hatten die Möglichkeit, etwas Zählbares mitzunehmen.

Mit einem gewonnen Satz setzt sich ein gewisser Trend aus der Hinrunde weiter fort.

Sebastian Buntfuß:
Wir holen die komplette Hinrunde immer nur einen Satz und belohnen uns nicht mit einem Punkt. Wir schaffen es nicht, den Schwung aus dem gewonnenen Satz mitzunehmen und daraus positive Effekte zu ziehen. Das fehlt uns, das schaffen wir nicht. Uns fehlen dieses Quäntchen Glück und die letzte Entschlossenheit noch einen Satz draufzulegen.

Woran könnte das liegen?

Sebastian Buntfuß:
Das ist schwer zu sagen. Wir hoffen, dass wir es in der Rückrunde besser machen. Matze sagt immer, wir sind eine Rückrundenmannschaft. Ich hoffe, wir können es auch umsetzen.

Die nächste Gelegenheit bietet sich am Samstag im Heimspiel gegen die L.E. Volleys II. Erneut eine schwierige Aufgabe, oder?

Sebastian Buntfuß:
Die Leipziger haben in Markkleeberg glatt mit 3:0 gewonnen. Das ist eine Ansage. Mit solch einem Ergebnis hat sicherlich keine andere Mannschaft gerechnet. Wir mit eingeschlossen. Jetzt müssen wir einfach sehen, was uns am Samstag erwartet. Wir konnten die Leipziger im vergangenen Jahr schon einmal ärgern und einen Punkt holen. Vielleicht haben wir erneut eine Chance.

Wie würden Sie den Gegner charakterisieren?
Sebastian Buntfuß:


Er ist eine junge Mannschaft, der es so ein bisschen an Erfahrung fehlt. Vielleicht können wir mit unserer Routine endlich mal einen Punkt holen. Das wäre sehr wünschenswert.

Sind alle Spieler fit für das Heimspiel?
Sebastian Buntfuß:


Bisher weiß ich von niemanden, dass er fehlt. Fit sollten alle sein. Ich hoffe, dass alle Spieler da sind und wir uns auf alle verlassen können. Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, funktioniert es letzten Endes auch. Das hat man schön im Heimspiel gegen Reudnitz gesehen. Wenn einer gerade nicht den Lauf hatte, hatte ihn der andere. Dass ist das, was eine Mannschaft auszeichnet. Dass der eine für den anderen einsteht, bei dem es gerade nicht so läuft.

Auf Grund der Handball-Champions-League müssen Sie in eine andere Halle ausweichen?

Sebastian Buntfuß:
Wir spielen wieder in der Turnhalle der KKS. Gerade diese Turnhalle versprüht so eine Art Hexenkessel-Flair, weil die Zuschauer noch näher am Spielfeld sitzen. Noch näher kann man in der Regionalliga nicht am Feld sitzen. Das ist Volleyball zum Anfassen. Die Halle gibt es von seiner baulichen Gegebenheit einfach her.

Für uns ist es eine kleine Umstellung, aber prinzipiell ist es die Halle, in der ein Großteil von uns volleyballerisch groß geworden ist. Vielleicht können wir daraus unseren Vorteil ziehen. Ich halte eine Überraschung für möglich. Ich freue mich auf das Spiel, ich habe Lust zu spielen, weil ich froh bin, fit zu sein und angreifen kann.
Das Interview führte
Sandra Arm
Autor: red

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