Fr, 15:25 Uhr
12.11.2004
Warten bis der Arzt kommt
Nordhausen (nnz). Das kann lange dauern, mit dem Warten, denn mit der medizinischen Grundversorgung ist es im Landkreis Nordhausen schlecht bestellt. Zu dieser Auffassung kommt die Thüringer Landesregierung. Einzelheiten mit einem Klick auf MEHR.
In Thüringen stehen immer mehr Arztpraxen leer. Derzeit seien 101 Hausarzt- und 75 Facharztstellen im Freistaat neu zu vergeben, sagte Thüringens Gesundheitsminister Dr. Klaus Zeh (CDU) am Freitag im Landtag. Aus Altersgründen ausscheidende Mediziner würden immer öfter keinen Nachfolger mehr finden. Diese Zahl wird weiter und schneller wachsen, wenn in den nächsten Jahren die heute 60-jährigen Ärzte aufhören werden, führte Zeh weiter aus.
Laut Zeh fehlen die meisten Hausärzte im Landkreis Nordhausen, wo derzeit 14 Stellen unbesetzt seien. Es folgten das Eichsfeld mit 13 offenen Stellen, Erfurt mit 11 und der Unstrut-Hainich-Kreis mit 8 vakanten Zulassungen. Vor allem in ländlichen Regionen bestehe die Gefahr einer nicht mehr bedarfsgerechten Versorgung. Bis heute habe das Verhältnis von Einwohnerzahl und Ärzten nicht das Niveau Westdeutschlands erreicht.
Den Grund für die fehlenden Nachwuchskräfte sieht der Minister vor allem in der rund 20 Prozent unter West-Niveau liegenden Vergütung für ambulante ärztliche Leistungen. Die Neigung von jungen Ärzten, nach ihrem Studium eine berufliche Tätigkeit in den alten Ländern oder gar im Ausland aufzunehmen anstatt eine der freien Arztpraxen in Thüringen zu übernehmen, ist nicht zu übersehen, räumte Zeh ein.
Bis 2006 werde die Vergütung in den neuen Ländern schrittweise um 3,8 Prozent angehoben. Die Kassenärztliche Vereinigung könne zudem Zuschläge an niedergelassene Ärzte in Regionen mit einer drohenden Unterversorgung zahlen. Kommunen könnten junge Ärzte unterstützen und Praxisräume zu günstigen Konditionen bereitstellen.
P.S.: Die nnz hatten bereits im vergangenen Jahr über den Ärztenotstand im Landkreis Nordhausen berichtet.
Autor: nnzIn Thüringen stehen immer mehr Arztpraxen leer. Derzeit seien 101 Hausarzt- und 75 Facharztstellen im Freistaat neu zu vergeben, sagte Thüringens Gesundheitsminister Dr. Klaus Zeh (CDU) am Freitag im Landtag. Aus Altersgründen ausscheidende Mediziner würden immer öfter keinen Nachfolger mehr finden. Diese Zahl wird weiter und schneller wachsen, wenn in den nächsten Jahren die heute 60-jährigen Ärzte aufhören werden, führte Zeh weiter aus.
Laut Zeh fehlen die meisten Hausärzte im Landkreis Nordhausen, wo derzeit 14 Stellen unbesetzt seien. Es folgten das Eichsfeld mit 13 offenen Stellen, Erfurt mit 11 und der Unstrut-Hainich-Kreis mit 8 vakanten Zulassungen. Vor allem in ländlichen Regionen bestehe die Gefahr einer nicht mehr bedarfsgerechten Versorgung. Bis heute habe das Verhältnis von Einwohnerzahl und Ärzten nicht das Niveau Westdeutschlands erreicht.
Den Grund für die fehlenden Nachwuchskräfte sieht der Minister vor allem in der rund 20 Prozent unter West-Niveau liegenden Vergütung für ambulante ärztliche Leistungen. Die Neigung von jungen Ärzten, nach ihrem Studium eine berufliche Tätigkeit in den alten Ländern oder gar im Ausland aufzunehmen anstatt eine der freien Arztpraxen in Thüringen zu übernehmen, ist nicht zu übersehen, räumte Zeh ein.
Bis 2006 werde die Vergütung in den neuen Ländern schrittweise um 3,8 Prozent angehoben. Die Kassenärztliche Vereinigung könne zudem Zuschläge an niedergelassene Ärzte in Regionen mit einer drohenden Unterversorgung zahlen. Kommunen könnten junge Ärzte unterstützen und Praxisräume zu günstigen Konditionen bereitstellen.
P.S.: Die nnz hatten bereits im vergangenen Jahr über den Ärztenotstand im Landkreis Nordhausen berichtet.

