So, 15:18 Uhr
07.01.2018
Bann gebrochen:
SVC bejubelt ersten "Heim-Dreier"
Harter Kampf um wichtige Punkte: Nach 115 Minuten war das "Kellerduell" in der Volleyball-Regionalliga zwischen dem SVC Nordhausen und dem SV Reudnitz entschieden. Das Team von Trainer Alexander Metelski durfte über den ersten "Heim-Dreier" jubeln. Es setzte sich vor 200 Zuschauern mit 3:1 (26:24, 22:25, 25:23, 26:24) durch...
Sich in den Armen liegende SVC-Spieler, die vor Freude auf und ab hüpften, hat es in dieser Saison vor heimischer Kulisse noch nicht gegeben. Umso glücklicher und befreiender der Moment, als am Samstag, um 21.34 Uhr, der Bann gebrochen war. Der Weg dorthin, kein einfacher. Der SV Reudnitz hielt stark dagegen.
Es waren nervenaufreibende 115 Minuten, die die SVC-Fans durchleben mussten, bevor sie ihre Jungs bejubeln durften. "Das war ein Tanz auf der Rasierklinge", sagte Routinier Dominik Rieger und atmete einmal kräftig durch. Das vorher selbst deklarierte "wichtigste Spiel des Jahres" wurde kein Selbstläufer. Beide Teams standen aufgrund ihrer Tabellensituation gehörig unter Druck.
Der Gastgeber startete verheißungsvoll in die Partie, er setzte sich schnell zum 10:3 ab In dieser Phase sorgten Matthias Gäpler und Andreas Otten mit ihren Aufschlagserien für eine gewisse Sicherheit. Der Gäste-Trainer unterbrach den Lauf, er nahm eine Auszeit. Die gute Ausgangsposition büßte der SVC schnell ein. Die Gäste kämpften sich zum 14:14-Ausgleich heran und übernahmen zwischenzeitlich die Führung. Bis zum Ende des ersten Durchgangs entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die der SVC zu seinen Gunsten entschied.
Im zweiten Durchgang legte der SVC abermals vor, führte mit 7:4. Erneut verspielte er seine gute Ausgangsposition und ließ die Reudnitzer herankommen. Selbst als der SVC mit 17:12 in Führung lag, gab diese keine Sicherheit. "Im Volleyball spielt der Kopf eine große Rolle", sagte Rieger. So sehr, dass sie Reudnitz immer wieder die Chance zum Anschluss gaben - und zum Satzgewinn. Beide Teams boten den Zuschauern einen packenden Kampf, es wurde um jeden Ball gekämpft. Selbst schon verloren geglaubte Bälle wurden mit spektakulären Aktionen ins Spiel zurückgeholt.
Der Vorteil im dritten Satz lag zunächst bei den Gästen, die mit 11:6 führten. Die Nordhäuser setzten ihren unbändigen Kampfgeist dagegen. Und ihren Kapitän Sebastian Buntfuß. "Sebastian ist vorangegangen, er hat uns angetrieben und aufgebaut", lobte Rieger den Einsatz. Zudem erwiesen sich die Aufschläge insbesondere von Gäpler und Otten als sichere Bank. Was beim 19:15 fast schon wie ein sicherer Satzgewinn für den SVC aussah, entpuppte sich im weiteren Verlauf als Zitterpartie. Bis zum 23:22 ließen die Metelski-Schützlinge die Gäste aufschließen. Mehr ließen sie nicht zu und entschieden den Satz zu ihren Gunsten.
Und auch der vierte Durchgang war keiner für schwache Nerven. Zu viele Fehler, ob unplatzierte Aufschläge oder Anfriffe ins Netz, hielten die Spannung unnötig hoch. "Wir haben uns das Glück hart erarbeitet", sagte SVC-Mittelblocker Patrick Ohm. In den vergangenen Partien war es ihnen weniger hold. Nun wurde es erzwungen. "Der Sieg war sehr wichtig. Auch für die Köpfe", sagte Rieger mit Blick auf die kommenden Aufgaben.
Mit dem zweiten Saisonerfolg hat der SVC nun sechs Zähler auf der Habenseite. Er liegt zwar weiterhin auf dem neunten Tabellenplatz, der Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz (VC Dresden II) wurde auf zwei Punkte verkürzt.
Sandra Arm
Autor: redSich in den Armen liegende SVC-Spieler, die vor Freude auf und ab hüpften, hat es in dieser Saison vor heimischer Kulisse noch nicht gegeben. Umso glücklicher und befreiender der Moment, als am Samstag, um 21.34 Uhr, der Bann gebrochen war. Der Weg dorthin, kein einfacher. Der SV Reudnitz hielt stark dagegen.
Es waren nervenaufreibende 115 Minuten, die die SVC-Fans durchleben mussten, bevor sie ihre Jungs bejubeln durften. "Das war ein Tanz auf der Rasierklinge", sagte Routinier Dominik Rieger und atmete einmal kräftig durch. Das vorher selbst deklarierte "wichtigste Spiel des Jahres" wurde kein Selbstläufer. Beide Teams standen aufgrund ihrer Tabellensituation gehörig unter Druck.
Der Gastgeber startete verheißungsvoll in die Partie, er setzte sich schnell zum 10:3 ab In dieser Phase sorgten Matthias Gäpler und Andreas Otten mit ihren Aufschlagserien für eine gewisse Sicherheit. Der Gäste-Trainer unterbrach den Lauf, er nahm eine Auszeit. Die gute Ausgangsposition büßte der SVC schnell ein. Die Gäste kämpften sich zum 14:14-Ausgleich heran und übernahmen zwischenzeitlich die Führung. Bis zum Ende des ersten Durchgangs entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die der SVC zu seinen Gunsten entschied.
Im zweiten Durchgang legte der SVC abermals vor, führte mit 7:4. Erneut verspielte er seine gute Ausgangsposition und ließ die Reudnitzer herankommen. Selbst als der SVC mit 17:12 in Führung lag, gab diese keine Sicherheit. "Im Volleyball spielt der Kopf eine große Rolle", sagte Rieger. So sehr, dass sie Reudnitz immer wieder die Chance zum Anschluss gaben - und zum Satzgewinn. Beide Teams boten den Zuschauern einen packenden Kampf, es wurde um jeden Ball gekämpft. Selbst schon verloren geglaubte Bälle wurden mit spektakulären Aktionen ins Spiel zurückgeholt.
Der Vorteil im dritten Satz lag zunächst bei den Gästen, die mit 11:6 führten. Die Nordhäuser setzten ihren unbändigen Kampfgeist dagegen. Und ihren Kapitän Sebastian Buntfuß. "Sebastian ist vorangegangen, er hat uns angetrieben und aufgebaut", lobte Rieger den Einsatz. Zudem erwiesen sich die Aufschläge insbesondere von Gäpler und Otten als sichere Bank. Was beim 19:15 fast schon wie ein sicherer Satzgewinn für den SVC aussah, entpuppte sich im weiteren Verlauf als Zitterpartie. Bis zum 23:22 ließen die Metelski-Schützlinge die Gäste aufschließen. Mehr ließen sie nicht zu und entschieden den Satz zu ihren Gunsten.
Und auch der vierte Durchgang war keiner für schwache Nerven. Zu viele Fehler, ob unplatzierte Aufschläge oder Anfriffe ins Netz, hielten die Spannung unnötig hoch. "Wir haben uns das Glück hart erarbeitet", sagte SVC-Mittelblocker Patrick Ohm. In den vergangenen Partien war es ihnen weniger hold. Nun wurde es erzwungen. "Der Sieg war sehr wichtig. Auch für die Köpfe", sagte Rieger mit Blick auf die kommenden Aufgaben.
Mit dem zweiten Saisonerfolg hat der SVC nun sechs Zähler auf der Habenseite. Er liegt zwar weiterhin auf dem neunten Tabellenplatz, der Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz (VC Dresden II) wurde auf zwei Punkte verkürzt.
Sandra Arm












