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Mi, 08:34 Uhr
20.12.2017
MÄNNERGESANGSVEREIN „GERMANIA“ VOR DEM AUS?

Der Schwanengesang ist schon zu hören

„Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“ – eine altbekannte Weisheit liege in diesem Satz. Erwiesen wäre, dass Menschen, die gern singen, ausgeglichener, lebensfreudiger und umgänglicher als andere seien...

Schmucke, tadellos sitzende Anzüge. Die Sangesbrüder vom Männergesangsverein 1889 Germania Hainrode, auf dem Bild mit Vereinsfahne, machen was her. Rechts: Karl Hofhans, 2. von links: Otfried Pabst. (Foto: privat) Schmucke, tadellos sitzende Anzüge. Die Sangesbrüder vom Männergesangsverein 1889 Germania Hainrode, auf dem Bild mit Vereinsfahne, machen was her. Rechts: Karl Hofhans, 2. von links: Otfried Pabst. (Foto: privat) Schmucke, tadellos sitzende Anzüge. Die Sangesbrüder vom Männergesangsverein 1889 Germania Hainrode, auf dem Bild mit Vereinsfahne, machen was her. Rechts: Karl Hofhans, 2. von links: Otfried Pabst.

Hainrode. Otfried Pabst und Karl Hofhans sind dieser Meinung. Sie singen gern. Beide gehören dem Männergesangsverein Germania 1889 Hainrode an. Und schwören: Gesang erfreut das Herz, Geist und Seele, bereichert das Leben. Auch an Tagen, wo man nicht so gut drauf sei und seine Probleme habe, erhelle Gesang die Stimmung.

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Als Hofhans nach Nordhausen zog, blieb er dem Chor treu. Gern fährt der Rentner in den Ort der Hainleite zur Gesangsstunde. Bei Wind und Wetter. Jetzt aber sind Otfried und Karl traurig. Nicht, dass sie um Geschenke zum Fest besorgt seien, es ist die Sorge um den Fortbestand des Chors. Sie befürchten seine Auflösung.

Frage an Chorleiter und Bürgermeister Joachim Wenkel: Ist der Schwanengesang schon zu hören? Vernehmbar sei er schon. Das bedeute aber noch nicht sein endgültiges Aus. Erst 1995 erfolgte die Neugründung als Männerchor. Zahlreiche Auftritte, sagt Wenkel, absolvierte er im Jahr - bis in Orte der Goldenen Aue wurde er bekannt. Weihnachtskonzerte gab er, umrahmte festliche Ereignisse kulturell und war bei Sängertreffen zugange.

Der Männergesangsverein 1889 Germania zählte einst 26 Mitglieder. Mit der Zeit schrumpfte er. Der Kern umfasse heute 15 Leute. Sechs bis zwölf treffen sich regelmäßig zur Probe, sagt der Leiter. Einige seien noch beruflich tätig, was sie oft an der Teilnahme hindere. So auch Steffen und Jochen Keitel vom gleichnamigen Busunternehmen. Nachwuchs fehle.

Das war einmal: Auftritt vor 21 Jahren (Foto: privat) Das war einmal: Auftritt vor 21 Jahren (Foto: privat)
Sollte es den Gesangsverein, der nun fast 130 Jahre - wenn auch nicht ganz lückenlos – Bestand hatte, bald nicht mehr geben? Wenkel weiß, dass seiner Gemeinde ein Glanzpunkt verloren ginge. Gesang belebe das kulturelle Leben. Man habe sich viel Mühe gegeben. Einheitlich gekleidet, machten auch die Männer was her: Tadellos sitzender Anzug, Weste, weißes Hemd, Krawatte. Die Gemeinde habe bei der Ausstattung zugesteuert.

Ständchen im Teichtal 2016 (Foto: privat) Ständchen im Teichtal 2016 (Foto: privat)
Etwa Mitte Januar des kommenden Jahres falle eine Entscheidung, versichert Joachim Wenkel schweren Herzens. Nach eingehenden Beratungen und Absprachen: Über das Ob, Weiter und Wie. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Kurt Frank
Schön schön hört sich Vereinsleben an (Foto: privat)
Schön schön hört sich Vereinsleben an (Foto: privat)
Schön schön hört sich Vereinsleben an (Foto: privat)
Schön schön hört sich Vereinsleben an (Foto: privat)
Autor: red

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