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Mo, 14:20 Uhr
18.12.2017
Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln

Gesundheit verschenken?

Gesundheit ist das höchste Gut – kein Wunder, wenn viele darüber nachdenken, zu Weihnachten gerade an Eltern und Großeltern etwas Gesundheitsförderliches zu verschenken. Und das Angebot ist groß...


Nahrungsergänzungsmittel mit Obst- und Gemüseextrakten, Ginkgo, Ginseng, Glucosamin, Kurkuma, Lecithin oder Lavendel. So mancher Anbieter dieser Produkte verspricht nicht nur Wohlbefinden und Vitalität, sondern suggeriert darüber hinaus echte Hilfe bei vielen Alterszipperlein, von Knieproblemen über Haarausfall bis Vergesslichkeit.

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Bisher sind nur bestimmte gesundheitsbezogene Aussagen zu Vitaminen und Mineralstoffen sowie zu wenigen anderen Stoffen geprüft und zugelassen. Die Vielzahl der Werbeversprechen, die sich auf pflanzliche Stoffe bezieht, blieb bislang unbewertet und darf derzeit noch verwendet werden.

„Gerade im Hinblick auf die Gesundheit wird oft zu viel versprochen. Das haben die verschiedenen Marktchecks im Rahmen des Internetauftritts der Verbraucherzentralen www.klartext-nahrungsergaenzung.de gezeigt“, so Petra Müller, Verbraucherzentrale Thüringen.

Dabei gilt es zu beachten, dass Nahrungsergänzungsmittel anders als Arzneimittel nicht zur Heilung und Linderung von Krankheiten bestimmt sind. Es handelt sich um Lebensmittel, die isolierte Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe oder Pflanzenstoffe in konzentrierter Form liefern. Wer hoch dosierte Produkte einnimmt, hat - auch wenn er die vom Hersteller empfohlene tägliche Verzehrmenge einhält - das Risiko von Überdosierungen.

Darüber hinaus sind Wechselwirkungen mit Arzneimitteln nicht auszuschließen. „Wer chronisch krank ist oder regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte Nahrungsergänzungsmittel nicht ohne vorherigen ärztlichen Rat verwenden“, betont Petra Müller. Sonst wird ein gut gemeintes Geschenk gerade für ältere Menschen schnell zum unerfreulichen Bumerang.

Vor dem Einkauf bzw. Verschenken von Nahrungsergänzungsmitteln sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher daher gut informieren, zum Beispiel auf www.klartext-nahrungsergaenzung.de. Hier haben sie auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder sich über unseriöse Anbieter, Produkte oder Verkaufsmethoden zu beschweren.
Autor: red

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