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Mo, 13:22 Uhr
04.12.2017
Tabakspeicher eröffnet neue Dauerausstellung

7200 Jahre Haus- und Handwerk im Südharz

Leben und Überleben: unter der Überschrift “Boden.Schätze - 7200 Jahre Haus- und Handwerk im Südharz“ öffnet am 17. Dezember im Museum „Tabakspeicher“ die neu konzipierte archäologische Sammlung. An der einen oder anderen alten Technik soll man sich als Besucher auch selber ausprobieren können...

Konzipiert und umgesetzt wurde die Ausstellung von Archäologin Nadine Holesch. Seit zwei Jahren erarbeitete Frau Holesch die archäologische Ausstellung auf zwei Etagen mit Fundstücken aus der Stadt und dem Landkreis Nordhausen neu.

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„Sehr anschaulich und bildhaft sind das Leben und die Überlebensstrategien unserer Vorfahren im Südharz dargestellt. Die Besucher tauchen in vergangene Zeiten ein. Und das Schöne dabei: an mehreren Ausstellungsstationen können sich die Gäste, egal ob 8 oder 80 Jahre alt, in historischen Handwerkstechniken selbst ausprobieren. Es ist eine Schau zum Anfassen“, so Frau Holesch.

Sprechende Scherben im Tabakspeicher - neue Dauerausstellung wird vorbereitet (Foto: Angelo Glashagel) Sprechende Scherben im Tabakspeicher - neue Dauerausstellung wird vorbereitet (Foto: Angelo Glashagel)

„Wir konzentrieren uns bei der neuen Ausstellung darauf, zu zeigen, wie die archäologischen Funde im realen Leben benutzt wurden als Alternative zum sterilen Präsentieren in Vitrinen hinter Glas. Dabei beziehen wir uns auf den Raum Mitteldeutschland. So verdeutlichen wir beispielsweise anhand des Nachbaus eines historischen Rennfeuerofens, wie bereits 750 Jahre v. Chr. Erz geschmolzen und schmiedbares Eisen gewonnen wurde. Wir zeigen, wie bereits die ersten Bauern und Viehzüchter Wolle zu Fäden gesponnen haben. Mit dem maßstäblichen Nachbau eines neolithischen Langhauses ist erlebbar, wie man früher gewohnt hat“, so Frau Holesch.

Archäologin Nadine Holesch hat die Ausstellung konzipiert und umgestzt (Foto: Angelo Glashagel) Archäologin Nadine Holesch hat die Ausstellung konzipiert und umgestzt (Foto: Angelo Glashagel)

Notwendig und spannend sei im Vorfeld das Sichten von über 700 Kartons mit Ausgrabungsobjekten gewesen. „Das älteste präsentierte Stück ist eine rund 6000 Jahre alte Feuersteinklinge aus dem Neolithikum, der Jungsteinzeit.“

„Die Arbeit der Archäologin Frau Holesch wurde im Rahmen eines Volontärprogramms der Thüringer Staatskanzlei durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und die Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung gefördert. Ohne diese Unterstützung wäre dieses wichtige Projekt nicht möglich geworden. Auch weiteren Sponsoren gilt unser Dank“, sagte der Leiter des Museums „Tabakspeicher“, Jürgen Rennebach.
Autor: red

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