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Mi, 17:46 Uhr
29.11.2017
Eindeutiger Bescheid aus Weimar

Theater ist eine freiwillige Ausgabe

Eigentlich hatten Insider heute einige Personalien während der Sitzung des Nordhäuser Hauptausschusses erwartet. Doch es sollte anders kommen…

Wie soll das bezahlt werden? (Foto: nnz) Wie soll das bezahlt werden? (Foto: nnz)
Die Informationen des Oberbürgermeister wurden wie immer mit Spannung erwartet. Doch zuvor wurde die eh schon kurze Tagesordnung des öffentlichen Teils um die Vergabe von Bauleistungen: Neugestaltung Freianlagen Grund- und Regelschule "Käthe Kollwitz" Wegebauarbeiten/Sportflächen gekürzt. Hier soll der Stadtrat entscheiden, so Oberbürgermeister Kai Buchmann.

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Der OB sagte, das Themen Theatersanierung und Sanierung AKS sollen in der kommenden Woche in Erfurt beraten werden. Zum Theater wurde über die notwendige Generalsanierung berichtet. Kosten rund 22 Millionen Euro und deshalb muss ein europaweiter Architektenwettbewerb durchgeführt werden, der 256.000 Euro nur an Fördermitteln vorsieht. Nun aber hat das Land Thüringen das vorzuschaltende Raumprogramm, das vom Theater erarbeitet und vorgelegt wurde, als zu groß befunden und abgelehnt. Hinzukommt, dass 40.000 Euro noch in diesem Jahr ausgegeben werden müssen.

Weiterhin teilte Kai Buchmann mit, dass das Land Thüringen die beantragten 2,6 Millionen Euro an Bedarfszuweisungen nicht gewährt. Ein entsprechender Bescheid ist kostenlos für die Stadt. Das hat Auswirkungen, die durch Haushaltssperren abgefangen werden. Bürgermeisterin Jutta Krauth sieht darin ein Ungleichbehandlung von doppisch buchenden Gemeinden. Außerdem sieht das Landesverwaltungsamt den Theaterzuschuss als freiwillige Ausgabe an und will die rund drei Millionen Euro voll anrechnen. Damit bleiben künftig 380.000 Euro für alle weiteren freiwilligen Ausgaben.

Noch einmal Theater: Unabhängig von einer Generalsanierung und Erweiterung des Theaters gewährte die Thüringer Staatskanzlei im September 2017 Fördermittel in Höhe von 970.000 Euro (Förderquote 100 %), wovon 250.000 Euro noch bis zum 31.12.2017 auszugeben sind. Ein wesentlicher Anteil dieser Mittel wird für die Anschaffung eines Bühnenwagensystems für 185.000 Euro eingesetzt. Diese Leistung wurde öffentlich ausgeschrieben. Von drei Bewerbern wurden Ausschreibungsunterlagen abgefordert. Zum Eröffnungstermin lag der Vergabestelle ein Angebot vor. Die Firma Ventum-S aus Dresden ist ein Fachunternehmen für Bühnentechnik und Bühnenausstattung. Vergleichbare Referenzen liegen vor. Die Kosten entsprechen der Kostenberechnung des Fachplaners.

Ach ja, der OB hatte auch noch Strukturänderungen im Rathaus angekündigt. Das allerdings bleibt dem nichtöffentlichen Teil vorbehalten.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
murmeltier
29.11.2017, 18:28 Uhr
Also
Also, wenn Geld für eine Theater Sanierung von 22 Millionen Euro da sind, und Straßen und Brücken in einem desolaten Zustand sind, die der Allgemeinheit dienen, ist das doch eine verkehrte Welt. Nordhausen scheint aber weiter im Größenwahn zu leben, erst eine Bibliothek für 13 Millionen Euro, eine Feuerwache für 20 Millionen Euro und eine Theater Sanierung für 22 Millionen Euro. Hier werden doch falsche Prioritäten gesetzt.

Über Geld braucht hier doch nicht gejammert werden , geht doch nur um Luxus Projekte.
Liane Enzinger
29.11.2017, 20:36 Uhr
Kultur und Theater nur freiwillig?
Das ist eine gefährliche Einstufung, das Theater als ''freiwillige Leistung'' zu deklassieren! Ich denke, das kann für das Theater Existenzbedrohend sein, da so nie mehr eine verlässliche Finanzierung sicher gestellt werden kann. Traurig.

Liane Enzinger, M.A.
Herr Schröder
29.11.2017, 22:33 Uhr
Das ist Rot Rot Grüne Politik!
Und mit unserem halbgrünen OB war es das für's Theater und / oder den AKS! Die Feuerwache steht ja auch noch zur Debatte.
Treuhänder
30.11.2017, 08:19 Uhr
Richtig
Es ist richtig, dass alles zur Debatte steht. Endlich findet darüber eine Diskussion statt. Wenn Steuern für diese Luxus Projekte erhöht werden würden, würde der Bürger auch "aufschreien".

Also kann nur das Geld ausgegeben werden, was da ist. Eine Kommune mit 43000 Einwohnern will sich unentwegt Dinge leisten, die weit über der Einnahme kraft stehen. Ein normales Maß ist seit 18 Jahren SPD -Macht im Rathaus verloren gegangen.
Herr Schröder
30.11.2017, 08:28 Uhr
Richtig @Gretchen80
Mit tatkräftiger Unterstützung der CDU in Personen Zeh, Klaan, Beyse usw.
Bitte nicht vergessen!
Rainer H.
30.11.2017, 22:49 Uhr
Neuer OB wird auch nur zum Spielball
Im September waren die Wahlen zum Oberbürgermeister der Stadt. Hoffnung und Euphorie kamen auf, ein parteiloser Oberbürgermeister wird alles richten.

Doch seine Besuche in Erfurt fanden nur den selben Klang wie die von Zeh zuvor. Und es kommt noch schlimmer. Mit Ihm scheinen gar der Neubau der Feuerwache, Sanierung Theater, AKS und Neubau von Brücken ja sogar andere Investitionen zu scheitern, weil er nicht kämpft sondern die Antworten als gegeben hinnimmt.

Ich bin gespannt. Hören tut man sein 2 Monaten nicht ais dem Rathaus außer die allgemeinen kulturellen Nachrichten.

Naja, es sind ja noch keine 100 Tage rum! Dann werden die Medien die ersten Fragen stellen. Auf die Strukturveränderungen darf man gespannt sein.
murmeltier
01.12.2017, 08:13 Uhr
Keine Entscheidungen
Zeh hat doch alles hinaus gezögert und keine Entscheidungen getroffen. Er hat sich doch nicht getraut, zu sagen, dass können wir uns nicht leisten. Das die Sanierung des Theaters 22 Millionen Euro Kosten soll, ist doch aberwitzig. Bei diesen Kosten bleibt es doch nicht, da können gut und gerne noch ein paar Millionen drauf geschlagen werden. Das kann eine Stadt doch in den Ruin führen. Das ist ja nicht alles, die Stadt gibt ja außerdem noch 3 Millionen Euro für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes jährlich. Das steht doch alles in keinem Verhältnis.

Wenn es hier keine weiteren Ansiedlungen von Unternehmen gibt, vielleicht noch Unternehmen schließen, können hier die Lichter ausgeschaltet werden. Heute gibt es keine verlässliche Politik mehr, Energiewende von heute auf morgen, Kohleausstieg am besten sofort, Dieselverbannung auch am besten gleich. Welche Unternehmen sollen da planen können? Diesen Irrsinn gibt es nur in Deutschland.
Herr Schröder
01.12.2017, 11:45 Uhr
Wie sagte doch unser neuer OB so schön:
Wir sollten uns künftig auch mal fragen, brauchen wir das wirklich?! Brauchen wir eine Theater Sanierung für 22 Millionen Euro?! Ich bin ein Fan unseres Theaters und gehe da auch gern hin, aber 22 Millionen, ...???? Und das, wo wir uns künftig fragen müssen, können wir uns den Betrieb des Hauses überhaupt noch leisten?
Auf die Entscheidungen im Stadtrat bin ich mal gespannt!
ScampiTom
01.12.2017, 13:14 Uhr
was soll das Theater
wein eine Firma nicht von ihren Produkten nicht mehr leben kann geht sie in die Insolvenz. Kann sie ihre Produktionshallen nicht mehr auf dem neusten Stand halten wird sie irgendwann dicht gemacht. Nur bei Kulturbetrieben soll es stets anders laufen. Da muss doch die Allgemeinheit einspringen, ob sie will oder nicht. Endlich hinterfragt mal jemand, ob das not tut? Wer Theater will soll auch den angemessenen Ticketpreis dafür zahlen und wenn das Programm dem Publikum nicht gefällt muss es eben anders werden. Unsereins muss für sein Rockkonzert etc auch tief in die Tasche greifen..
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