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Di, 11:51 Uhr
28.11.2017
Thüringer Tourismus im September 2017

Erneutes Desaster für den Südharz

Die katastrophalen Meldung für den Tourismus im Südharz setzen sich fort. Der Abschwung konnte auch im September nicht verhindert werden. Die Region bleibt die einzige in Thüringen, die sich im Minus befindet...

Das ist der touristische Südharz (Foto: TLS) Das ist der touristische Südharz (Foto: TLS)

In den Thüringer Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Gästebetten (einschließlich der Campingplätze) stieg die Zahl der Gästeankünfte im September 2017 um 3,8 Prozent auf 397.000. Auch die Anzahl der Übernachtungen lag nach vorläufigen Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

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Mit rund 955.000 Übernachtungen stiegen diese gegenüber September 2016 um 3,0 Prozent an. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro Gast blieb im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 2,4 Tagen konstant. Besonders positiv entwickelte sich das Gäste- und Übernachtungsaufkommen bei den ausländischen Besuchern. Hier wurden im September dieses Jahres 19,1 Prozent mehr Gäste und 15,5 Prozent mehr Übernachtungen gemeldet als vor einem Jahr.

In Deutschland stieg die Anzahl der Ankünfte nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im September 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 3,2 Prozent auf 18,1 Millionen und die Zahl der Übernachtungen um 2,2 Prozent auf 45,8 Millionen. Hier lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer mit 2,5 Tagen pro Gast leicht über dem Thüringenwert.

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS) Veränderung der Anzahl von Gästeankünften und Übernachtungen Januar-September 2017 gegenüber Januar-September 2016 nach Reisegebieten (einschl. Camping)

Von Januar bis September 2017 empfingen die Thüringer Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Gästebetten (einschließlich der Campingplätze) fast 3,0 Millionen Gäste (+4,1 Prozent), die 7,7 Millionen Übernachtungen (+2,2 Prozent) buchten. Dabei kamen fast 230.000 Gäste (+12,9 Prozent) aus dem Ausland, die 504.000 Übernachtungen (+10,2 Prozent) buchten. Acht der zehn Tourismusregionen verbuchten bis Ende September 2017 ein höheres Gäste- und Übernachtungsaufkommen.

Im Städtetourismus (Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar) konnte ein deut-licher Anstieg der Gästezahlen (+56 223) und der Übernachtungszahlen (+101 512) errechnet werden. Auch das größte Reisegebiet, der Thüringer Wald, konnte mit einem Gästeplus von 34 395 Besuchern und 22 998 Übernachtungen mehr ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Bei den kleineren Reisegebieten konnten besonders die Regionen Kyffhäuser, Hainich und Thüringer Rhön punkten.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum kamen von Januar bis September 2017 wurden rund 3.400 Gäste weniger registriert. Diese hinterließen in der Statistik 15.500 Übernachtungen weniger als im Vorjahr. Damit hat sich die Zahl der Übernachtungen gegenüber den ersten acht Monaten dieses Jahres, also allein um September, noch einmal um 3.300 reduziert. Ähnlich der Trend auch bei den Gästeankünften.
Autor: red

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Kommentare
alexa
28.11.2017, 20:31 Uhr
Lösungsansatz: Biosphärenreservat
An die Angsmacher und Angsthasen vor dem Biosphärenreservat Südharz Kyffhäuser. Denkt mal bitte darüber nach, ob das Biosphärenreservat nicht ein Lösungsansatz ist, den Tourismus hier maßgeblich nach vorne zu bringen.

Die Rhön und das Vessertal haben es vorgemacht. DIE sind nicht Schlusslicht, sondern UNSERE Region.

Ein "Weiter So!" beim Tourismus und bei der Regionalentwicklung jedenfalls ist für den Südharz der Todesstoß.
Herzlichen Dank an die konservativen Bewahrer des Stillstandes .... ich spare mir jetzt die Namen der gemeinten Angsmacher-Bürgermeister und Kreistagsmitglieder aufzuzählen ;-)
Andreas Dittmar
29.11.2017, 09:34 Uhr
@alexa, was konkret ändert sich durch das Reservat ?
Hier unter diesem Beitrag sind ein paar Kommentare, unter anderem ein Paar Fragen, die genau das Thema Tourismus ansprechen : http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=224208
Man läd zur Disskusion ein, macht sich aber keine so große Mühe die Fragen mal konkret zu beantworten.
aikido
29.11.2017, 17:08 Uhr
Biosphärenreservat bei Glyphosatzulassung nicht nötig!
Ich finde, wenn die EU so lange braucht um zu entscheiden, ob das höchst giftige Glyphosat verboten wird, brauchen wir nicht über Biophärenreservate sprechen. Man kann nicht die Natur, den Menschen und die Tiere auf der einen Seite ohne schlechtes Gewissen vergiften und auf der anderen Seite so tun, als wolle man die Natur schützen.
Ist es wirklich wichtiger einen mächtigen Konzern Namens Monsanto der Pflanzengift herstellt zu unterstützen als zu verhindern das Mensch und Tier an Krebs stirbt???
Vermutlich ja, weil die Pharmaindustrie sehr sehr gut an Chemotherapien und anderen Mitteln zur Krebsbehandlung verdient.

Die Städte im Südharz/ Kyffhäuser bekommen dann vielleicht finanzielle Zuschüsse, wenn es ein Reservat gibt, aber das Biosphärenreservat kommt nicht in die Stadt, sondern dahin wo Dörfer sind, weil da Freiflächen mit Wald und Natur sind.
Die Leute die auf diesen Dörfern wohnen/ arbeiten müssen dann mit massiven Einschränkungen rechnen, weil Sie dann z.b. nicht mehr ihr Holz selber aus dem Wald holen können oder weil Sie keine Landwirtschaft mehr auf Ihren Feldern betreiben können.

Es gibt doch schon mehr als genug Schutzbezeichnungen für Naturgebiete, die auch keinen Tourismus anlocken.
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