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Mi, 18:24 Uhr
22.11.2017
Bildungsfahrt ins Europarlament Straßburg

Einmal(ig)Nordhausen - Frankreich - Nordhausen!

Nach einem Jahr Voranfrage erhielt die Klasse 9a des Staatlichen Förderzentrums Pestalozzi Nordhausen eine Einladung von der Europaabgeordneten Gabi Zimmer (Die Linke). Im Unterricht haben wir uns darauf vorbereitet. Wir waren erstaunt, wieviel EU allein in unserer Schule steckt. Unsere Berufsvorbereitung ab Kl.7, das Schulobst und die Computer werden mit viel Geld gefördert, berichtet Elke Falley...


Drei Novembertage waren wir Schüler und viele ältere ehrenamtliche Bürger dann ihre Gäste. Eine ungewöhnliche Mischung, die aber gut funktionierte. Auf der langen Busfahrt zu unserem 3-Sterne Hotel in Kehl-Kork sahen wir den ersten Schnee im Thüringer Wald und später Weinberge. Das riesige Steinkohlekraftwerk am Main und die Überschallflugzeuge im Museum Sinsheim an der Autobahn beeindruckten uns auch.

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Der Tag in Straßburg war mit Ereignissen vollgepackt. Nach der Fahrt über den Rhein erkannten wir nur an den Schildern, dass wir schon in Frankreich waren. Die Anmeldung im Europaparlament war aufregend. Alle Besucher wurden wie am Flughafen kontrolliert. Zwei mussten nochmal zurück, denn sie hatten nicht alles ausgepackt. Das runde Gebäude ist riesig und ganz aus Glas.

In der Gesprächsstunde mit Gabi Zimmer haben wir auch Fragen gestellt bzw. ihr schriftlich mitgegeben. Als Vorsitzende der Linksfraktion GUE/NGL hatte sie leider wenig Zeit. Danach sahen wir sie im riesigen Sitzungssaal wieder. Die elektronische Abstimmung von vorbesprochenen Anträgen verlief so schnell, dass wir kaum folgen konnten. Fast alle 751 Abgeordneten waren anwesend. Vorher wurde noch der EU-Filmpreis LUX übergeben.

Der schwedische Film „Sami-blood“ (2016) hat gewonnen und wird nun in alle 24 Europasprachen übersetzt. Er handelt vom Rassismus 1930 gegen eine Minderheit. Wir konnten uns außerdem noch ein 360Grad Video und interaktive Infos zur EU ansehen.
Bei der folgenden Straßburg Rundfahrt erstaunte uns der häufige Staatenwechsel. Mal gehörte es zu Deutschland, dann wieder zu Frankreich. Die ruhige Panoramabootsfahrt auf der Ill und der sportliche Aufstieg auf den Turm des Münsters (142m, 330 Treppen) beschlossen den Bildungstag. Leider blieb nur kurz Zeit zum Shoppen in der liebevoll, weihnachtlich geschmückten Altstadt, die uns sehr an das unzerstörte Nordhausen erinnerte.

Wir möchten uns bei allen nochmals bedanken. Beim Hotel „Ochsen“, das uns mit Essen und Service verwöhnte und bei Gabi Zimmer und ihrem Team, die uns dieses einmalige Erlebnis ermöglichten. Danke auch an die anderen Gäste, die uns zum Schluss sogar für unser Verhalten und Interesse lobten. In einer Wandzeitung haben wir nochmal zusammengefasst, was uns zum Thema Europa bewegt. Eine Auswahl – „Es ist unser zu Hause!“, „Wir müssen den Frieden bewahren!“ und sehr aktuell „Reißt euch zusammen, für eure Kinder!“.
Schüler der Klasse 9a, Falley Klassenlehrerin
Bildungsfahrt ins Europarlament Straßburg (Foto: privat)
Bildungsfahrt ins Europarlament Straßburg (Foto: privat)
Bildungsfahrt ins Europarlament Straßburg (Foto: privat)
Bildungsfahrt ins Europarlament Straßburg (Foto: privat)
Autor: red

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Kommentare
Andreas Dittmar
23.11.2017, 09:34 Uhr
Nichts gesehen ?
Zitat :"Nach der Fahrt über den Rhein erkannten wir nur an den Schildern, dass wir schon in Frankreich waren"
https://www.bo.de/lokales/kehl/grenzkontrollen-zwischen-kehl-und-strassburg-bis-november
Auch meine eigenen Wahrnehmungen an der Grenze Deutschland/Österreich bestätigt eher der Link zur badischen Regionalpresse. Pfingsten 2017 dauerte die Einreise von Österreich nach Deutschland am Grenzübergang Walserberg 50 min, in Kiefersfelden 15 min. Dort stand nur eine Fahrspur von 3 zur Verfügung. Bei der Ausreise nach Österreich wurde natürlich nicht kontrolliert. An jeder Grenzübergangsstelle stand mindestens ein Bus der Bundespolizei. Ich kann mir nicht vorstellen, das es Richtung Frankreich anders war. Es sollte selbstverständlich sein, dass man für Schulobst und Computer nicht den eigenen Geldbeutel belasten muß. Trotzdem finde ich es gut, das man mit den Schülern solche Unternehmungen startet. Sowas sollte selbstverständlich sein.
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