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Fr, 15:32 Uhr
17.08.2001

Neue Partnerstadt Antwerpen?

Nordhausen (nnz). Im vergangenen Jahr reisten Mitglieder des Vereins „Jugend für Dora e.V.“ nach Belgien. Nun besuchte im Gegenzug dazu eine Delegation aus der Stadt Antwerpen den Verein in Nordhausen. Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) begrüßte die belgischen Gäste heute Vormittag.


Die enge historische Beziehung zwischen der Stadt Antwerpen und dem ehemalige KZ Mittelbau-Dora brachte das Treffen ins Rollen. Belgische Überlebende des KZ Mittelbau-Dora, so zum Beispiel Herr Van der Griendt, tätig als Strafrichter am Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen in Den Haag, und Philip Heylen als Vertreter der Stadt Antwerpen sind dabei nur einige, die aus Belgien angereist waren und über deren Besuch man sich freute.

Bei der heutigen Begegnung im Nordhäuser Rathaus wurde von belgischer Seite der Wunsch geäußert, künftig noch engere Beziehungen zwischen Antwerpen und der Rolandstadt wachsen zu lassen. Dazu Philip Heylen: „Antwerpen pflegt gegenwärtig Beziehungen zu 45 Städten in der Welt. Eine Partnerschaft zu Nordhausen könnte nach meinen Vorstellungen eine Beziehung der Herzen werden. Sie könnte sogar symbolisch für ganz Europa wirken.“ Wahlbuhl sagte zu, den Wunsch der belgischen Gäste innerhalb der Stadtverwaltung zu diskutieren und war sich sicher, dass diese Beratung und Diskussion die entsprechenden Früchte tragen werde.

Am Nachmittag besichtigte die Delegation die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und legte einen Kranz nieder und wurden hierbei mit der Zukunft der Gedenkstätte vertraut gemacht. Anschließend trafen sich die belgischen Besucher mit Jugendlichen des Internationalen Workcamps. Diese arbeiten zur Zeit in der Gedenkstätte und erwarteten schon lange die interessante Gesprächsrunde.

Zwischen 1943 und Frühjahr 1945 wurden etwa 150 Jugendliche und Männer als Häftlinge von Antwerpen in das KZ nach Nordhausen verschleppt. Dort mussten die meisten an der Montage der V2-Raketen arbeiten, die im Winter 1944/45 auf die belgische Metropole abgeschossen wurden und über 3.500 Todesopfer forderten.
Ines Arnold
Autor: nnz

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