Mo, 07:00 Uhr
09.10.2017
Anwohner sind empört und enttäuscht
Ein Schildbürgerstreich nach dem anderen
Schon mehrfach hatte die nnz über die Zu- und Umstände im Nordhäuser Gumpetal berichtet. Der Protest der Anlieger schien zu fruchten, es gab Beschlüsse im Stadtrat und nun soll erst einmal ein Fußweg gebaut werden. Doch die Anlieger schütteln nur mit dem Kopf. Einer von ihnen führt eine "Bautagebuch"...
Schildbürgerstreich im Gumpetal (Foto: privat)
Am 27. September begann eine Baufirma mit Vorbereitungsarbeiten zur Einrichtung einer Umleitungstrecke – Zum Gumpetal bis zur Schönen Aussicht. Auf einer festgefahrenen, Schlaglöcher übersäten Schotterpiste wurde streckenweise eine wenige Zentimeter starke Kiesschicht aufgebracht und diese mittels einer Rüttelplatte versucht zu verfestigen, zur Verdeutlichung ein Bild der Ausführung. Diese Maßnahme war die einzige zur Einrichtung einer Umleitungsstrecke. Inwieweit eine Abnahme durch die Stadt Nordhausen erfolgte entzieht sich meiner Kenntnis.
Lageplan (Foto: privat)
Durch den Eigentümer des Baugebiet, der SWG, wurde der bauausführenden Firma ein Lagerplatz in etwa 400 Meter Entfernung zugewiesen. Der zu errichtende Fußweg, in blauer Linie dargestellt, der Lagerplatz am Ende der gelben Linie, gleichzeitig Fahrstrecke der Baufahrzeuge. Eine für den Bauzeitraum eingerichtete Umleitungsstrecke ist anhand der grünen Linie ersichtlich und verläuft auf gleicher Strecke zum Lagerplatz der Baufirma, einspurig!
Folgende Arbeitsweise wird nun durch die Baufirma realisiert: Zur Verlegung von Leerrohren einer zukünftigen Kabelführung des neuen Baugebietes der SWG wird ein Graben unter dem künftigen Fußweg erstellt. Der für die Arbeiten verwendete Bagger lädt den Aushub in eine Schaufel eines Radladers, dieser fährt dann jede einzeln gefüllte Schaufel zum zugewiesenen Lagerplatz in 400 Meter Entfernung. Zuvor wurde am Lagerplatz Kies zum Einbau der Leerrohre angefahren, dieser dann auf der Rückfahrt vom Radlader geladen wird um die Leerrohre im ausgehobenen Graben einzubauen.
Dieser ganze Schildbürgerstreich dauert seit mehreren Tagen an, ohne mit dem Fußweg begonnen zu haben. Den Zustand der Umleitungsstrecke für die Anlieger des Wohngebietes Heidelbergblick sollten die Bilder vom Freitag verdeutlichen, Deck, Schlamm und Schlaglöcher, die allein durch die Nutzung der Baufahrzeuge verursacht sind.
Nach Fertigstellung des Fußweges wird es im kommenden Jahr einen Neubau der Straße Zum Gumpetal geben, eine Dauer der Gesamtmaßnahme ist nicht prognostizierbar. Direkt gegenüber der Baustelle des Fußweges befindet sich der alte Sportplatz und könnte ebenfalls als Lagerplatz dienen. Weshalb wird diese Variante durch SWG und Stadt nicht in Betracht gezogen? Bei Nutzung dieser Variante entfällt der lange Fahrweg von Baufahrzeuge auf einer einspurigen Umleitung.
Ein ähnliches Szenario ereignete sich im Oktober 2015 schon einmal, damals wurde besagter Lagerplatz durch die SWG als Zwischenlager für Bauschutt genutzt. Versprechungen und Zusagen der Instandsetzungen durch SWG und Stadt blieben ohne Ergebnis! Hieran sind unserer Meinung nach die Ignoranz und Arroganz der Zuständigen bei SWG und Stadt deutlich zu erkennen.
Als Anwohner ist immer mit Einschränkungen während einer Baumaßnahme zu rechnen, jedoch nicht mit Planungen fernab der Realität. Ein Dank deshalb an Stadtverwaltung und SWG.
Ein Anwohner, der Name des Verfassers ist der nnz bekannt
Autor: red
Schildbürgerstreich im Gumpetal (Foto: privat)
Am 27. September begann eine Baufirma mit Vorbereitungsarbeiten zur Einrichtung einer Umleitungstrecke – Zum Gumpetal bis zur Schönen Aussicht. Auf einer festgefahrenen, Schlaglöcher übersäten Schotterpiste wurde streckenweise eine wenige Zentimeter starke Kiesschicht aufgebracht und diese mittels einer Rüttelplatte versucht zu verfestigen, zur Verdeutlichung ein Bild der Ausführung. Diese Maßnahme war die einzige zur Einrichtung einer Umleitungsstrecke. Inwieweit eine Abnahme durch die Stadt Nordhausen erfolgte entzieht sich meiner Kenntnis.
Lageplan (Foto: privat)
Durch den Eigentümer des Baugebiet, der SWG, wurde der bauausführenden Firma ein Lagerplatz in etwa 400 Meter Entfernung zugewiesen. Der zu errichtende Fußweg, in blauer Linie dargestellt, der Lagerplatz am Ende der gelben Linie, gleichzeitig Fahrstrecke der Baufahrzeuge. Eine für den Bauzeitraum eingerichtete Umleitungsstrecke ist anhand der grünen Linie ersichtlich und verläuft auf gleicher Strecke zum Lagerplatz der Baufirma, einspurig!
Folgende Arbeitsweise wird nun durch die Baufirma realisiert: Zur Verlegung von Leerrohren einer zukünftigen Kabelführung des neuen Baugebietes der SWG wird ein Graben unter dem künftigen Fußweg erstellt. Der für die Arbeiten verwendete Bagger lädt den Aushub in eine Schaufel eines Radladers, dieser fährt dann jede einzeln gefüllte Schaufel zum zugewiesenen Lagerplatz in 400 Meter Entfernung. Zuvor wurde am Lagerplatz Kies zum Einbau der Leerrohre angefahren, dieser dann auf der Rückfahrt vom Radlader geladen wird um die Leerrohre im ausgehobenen Graben einzubauen.
Dieser ganze Schildbürgerstreich dauert seit mehreren Tagen an, ohne mit dem Fußweg begonnen zu haben. Den Zustand der Umleitungsstrecke für die Anlieger des Wohngebietes Heidelbergblick sollten die Bilder vom Freitag verdeutlichen, Deck, Schlamm und Schlaglöcher, die allein durch die Nutzung der Baufahrzeuge verursacht sind.
Nach Fertigstellung des Fußweges wird es im kommenden Jahr einen Neubau der Straße Zum Gumpetal geben, eine Dauer der Gesamtmaßnahme ist nicht prognostizierbar. Direkt gegenüber der Baustelle des Fußweges befindet sich der alte Sportplatz und könnte ebenfalls als Lagerplatz dienen. Weshalb wird diese Variante durch SWG und Stadt nicht in Betracht gezogen? Bei Nutzung dieser Variante entfällt der lange Fahrweg von Baufahrzeuge auf einer einspurigen Umleitung.
Ein ähnliches Szenario ereignete sich im Oktober 2015 schon einmal, damals wurde besagter Lagerplatz durch die SWG als Zwischenlager für Bauschutt genutzt. Versprechungen und Zusagen der Instandsetzungen durch SWG und Stadt blieben ohne Ergebnis! Hieran sind unserer Meinung nach die Ignoranz und Arroganz der Zuständigen bei SWG und Stadt deutlich zu erkennen.
Als Anwohner ist immer mit Einschränkungen während einer Baumaßnahme zu rechnen, jedoch nicht mit Planungen fernab der Realität. Ein Dank deshalb an Stadtverwaltung und SWG.
Ein Anwohner, der Name des Verfassers ist der nnz bekannt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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