Mi, 14:00 Uhr
04.10.2017
Heute Mittag in Nordhausen
Eine etwas ungewöhnliche Taufe
Kirchtürme haben vermutlich fast alle Städte und Dörfer in diesem Land. Sie also kaum ein Alleinstellungsmerkmal. Anders in Nordhausen. Einer von zwei Nicht-Kirch-Türmen wurde heute sogar getauft. Wir waren für Sie dabei...
Von links: Queisser, Fischer-Art, Becke (Foto: nnz)
Nach der Taufe noch einmal anstoßen - von links: Queisser, Fischer-Art und Becke
Die beiden markanten Korntürme von Nordbrand Nordhausen sind seit vielen Jahren echte Hingucker im Stadtbild von Nordhausen. Einer der beiden Türme ist jetzt vom renommierten Leipziger Künstler Michael Fischer-Art gestaltet worden. In Anwesenheit des Künstlers wurde der Turm - ein einzigartiges Kunstwerk - nun offiziell getauft.
Christof Queisser, der Vorsitzende der Rotkäppchen-Mumm-Geschäftsführung sagte, dass es über 500 Jahre gebraucht habe, ehe ein Gebäude in Nordhausen, das mit der Kornbrennerei im Zusammenhang steht, getauft werde. Dem heutigen Tag sei eine einjährige Phase der Diskussion vorausgegangen, um diese Wahrzeichen der Stadt entsprechend zu gestalten.
Nordbrand-Chef Robert Becke erinnerte in seinem Statement an die Geschichte der Turmgestaltungen. Die begann mit zwei Studenten aus Weimar, die diese Industriearchitektur dröge empfangen und die Idee einer Ummantelung in "den Ring" warfen. 2004, passend zur Landesgartenschau, waren die "neuen" Türme dann Realität, wurden 2010 noch einmal umgestaltet und nun - sieben Jahre später - erhielt der "Eiskorn-Turm" einen künstlerischen Mantel und kann sich in Werke des Leipziger Künstlers einreihen, die in vielen Ländern dieser Welt, aber auch in Leipzig oder Dresden an prominenten Plätzen und Stellen zu finden sind. Und demnächst auch im gewohnten Flaschendesign, denn Robert Becke kündigte eine limitierte Edition dieses dann 38prozentigen Kunstwerkes an.
Fischer-Art beschrieb die Phase der Entstehung des "Mantel-Bildes" als sehr inspirierend, fand in Nordhausen tolle Menschen vor und sah das Malen in luftiger Höhe auch als eine Art der neuen Herausforderung an. Nun ist er zufrieden und hat vielleicht schon einen nächsten Auftrag im Landkreis Nordhausen in Sicht.
Getauft (Foto: nnz)
In Bleicherode wartet ein Silo der ehemaligen Harzer Stielwerke auf eine Verschönerung, um es salopp zu formulieren. Man wird sich überraschen lassen. Der 27 Meter hohe, jedoch um zwei Meter kleinere der beiden Türme hat nun einen neuen Mantel, der Inhalt ist geblieben. Wie bei seinem Nachbarn sind hier 250.000 Liter Destillat sicher ummantelt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Von links: Queisser, Fischer-Art, Becke (Foto: nnz)
Nach der Taufe noch einmal anstoßen - von links: Queisser, Fischer-Art und BeckeDie beiden markanten Korntürme von Nordbrand Nordhausen sind seit vielen Jahren echte Hingucker im Stadtbild von Nordhausen. Einer der beiden Türme ist jetzt vom renommierten Leipziger Künstler Michael Fischer-Art gestaltet worden. In Anwesenheit des Künstlers wurde der Turm - ein einzigartiges Kunstwerk - nun offiziell getauft.
Christof Queisser, der Vorsitzende der Rotkäppchen-Mumm-Geschäftsführung sagte, dass es über 500 Jahre gebraucht habe, ehe ein Gebäude in Nordhausen, das mit der Kornbrennerei im Zusammenhang steht, getauft werde. Dem heutigen Tag sei eine einjährige Phase der Diskussion vorausgegangen, um diese Wahrzeichen der Stadt entsprechend zu gestalten.
Nordbrand-Chef Robert Becke erinnerte in seinem Statement an die Geschichte der Turmgestaltungen. Die begann mit zwei Studenten aus Weimar, die diese Industriearchitektur dröge empfangen und die Idee einer Ummantelung in "den Ring" warfen. 2004, passend zur Landesgartenschau, waren die "neuen" Türme dann Realität, wurden 2010 noch einmal umgestaltet und nun - sieben Jahre später - erhielt der "Eiskorn-Turm" einen künstlerischen Mantel und kann sich in Werke des Leipziger Künstlers einreihen, die in vielen Ländern dieser Welt, aber auch in Leipzig oder Dresden an prominenten Plätzen und Stellen zu finden sind. Und demnächst auch im gewohnten Flaschendesign, denn Robert Becke kündigte eine limitierte Edition dieses dann 38prozentigen Kunstwerkes an.
Fischer-Art beschrieb die Phase der Entstehung des "Mantel-Bildes" als sehr inspirierend, fand in Nordhausen tolle Menschen vor und sah das Malen in luftiger Höhe auch als eine Art der neuen Herausforderung an. Nun ist er zufrieden und hat vielleicht schon einen nächsten Auftrag im Landkreis Nordhausen in Sicht.
Getauft (Foto: nnz)
In Bleicherode wartet ein Silo der ehemaligen Harzer Stielwerke auf eine Verschönerung, um es salopp zu formulieren. Man wird sich überraschen lassen. Der 27 Meter hohe, jedoch um zwei Meter kleinere der beiden Türme hat nun einen neuen Mantel, der Inhalt ist geblieben. Wie bei seinem Nachbarn sind hier 250.000 Liter Destillat sicher ummantelt.
Peter-Stefan Greiner


